Hammelburg
Volleyball

Ausnahmsweise Luxusprobleme bei Hammelburgs Damen

Vor dem Frauen-Spiel hat Eiselfing die Nacht zuvor im TV/DJK-Vereinsheim verbracht. Die Herren erwartet auch in Dresden wieder ein Tanz auf der Klinge.
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Außenangreiferin Jana Baumgart freut sich über den Sieg gegen Chemnitz, richtet jetzt aber den Fokus auf Eiselfing.  Foto: Susi Geißler
Außenangreiferin Jana Baumgart freut sich über den Sieg gegen Chemnitz, richtet jetzt aber den Fokus auf Eiselfing. Foto: Susi Geißler
TV/DJK Hammelburg - TSV Eiselfing (Sonntag, 14 Uhr)

"Wir wünschen uns, dass viele Zuschauer nach dem Sonntagsbraten den Weg in die Saaletalhalle finden und bei Kaffee und Kuchen guten Volleyball geboten bekommen." Vor dem Sonntagsspiel gegen den TSV Eiselfing wären für Hammelburgs Trainer Oliver Möller erneut volle Ränge Belohnung und Motivation zugleich, denn die Formkurve seiner Mädels zeigt stetig positive Tendenz.
Wenn am Sonntag das Spiel angepfiffen wird, haben die Gäste aus Oberbayern bereits ein Spiel mehr in den Knochen und die Nacht zuvor im TV/DJK-Vereinsheim verbracht. Drei Spiele gegenüber fünf von Hammelburg verdeutlichen dabei, dass die Tabellensituation bisher noch wenig Aussagekraft besitzt. Dennoch kommt Eiselfing mit dem Bonus in die Saalestadt, das einzige Team zu sein, welches gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Augsburg gewinnen konnte. Malus hingegen ist die Doppelbelastung für die Mädels vom Inn. "Eiselfing spielt am Samstagabend gegen Chemitz und bezieht das Nachtlager bei uns", erklärt Möller das harte Vorprogramm der Gäste.


Kämpferisches Team vom Inn

Wer vor diesem Hintergrund allerdings auf müde Kriegerinnen hofft, wird wohl eines Besseren belehrt werden, "denn wir werden auf ein Team treffen, welches sich nie aufgibt und immer ans Limit geht." Ein Blick auf die vergangene Saison liefert den Beweis oberbayerischer Zähigkeit. Nach 0:2-Rückstand gegen die Saaledamen drehte der TSV das Spiel in Hammelburg und konnte sich im Tie-Break mit 16:14 durchsetzen. Das tat weh, genau wie das Hinspiel, in dem Hammelburg mit einem glatten 0:3 die Heimreise antreten musste. "Insofern haben wir durchaus noch einen Rechnung offen", offenbart Möller Revanchegelüste.


Personelle Überkapazitäten

Als "ausnahmsweise exzellent" bezeichnet Möller zudem die eigene Personalsituation, die ihn bei aller Freude sogar in die Bredouille bringt, zwei Spielerinnen aus dem Kader streichen zu müssen. "Ich habe 14 Spielerinnen und 12 Plätze, das nennt man, glaube ich, ein echtes Luxusproblem." Was natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass ab diesem Spieltag die beiden Jugendspielerinnen Selina Helfmann und Paula Hepp spielberechtigt sind. Beide besitzen ein Doppelspielrecht für die Landesliga und die dritte Liga und mussten aufgrund von verbandlicher Richtlinien bisher passen.

VC Dresden - TV/DJK Hammelburg (Samstag, 20 Uhr)

"Das wird auch gegen Dresden wieder ein Tanz auf der Klinge." Für Trainer Tado Karlovic ist gegen die starken Aufsteiger aus Sachsens Landeshauptstadt durchaus wieder eine Entscheidung im Tie-Break denkbar. Dass der Grat zwischen überschwänglicher Euphorie und Trübsinn ein schmaler ist, bewiesen die beteiligten Protagonisten im Fünfsatz-Krimi gegen Leipzig. "Es ist vielleicht eine schlechte Angewohnheit, aber nach einem Erfolg fokussiere ich mich sehr schnell wieder auf die kommenden Aufgaben", gesteht Hammelburgs Trainer: "So habe ich nach diesem wahren Wechselbad der Gefühle gegen Leipzig und der Freude über den tollen Erfolg meiner Truppe bereits schnell wieder an das Dresden-Spiel gedacht."


Respekt vor Dresdner Dynamik

Dabei ist sich Karlovic sicher, es bei dem Aufsteigerteam mit einem ganz harten Brocken zu tun zu bekommen. "Dresden leistet als Stützpunktverein eine vorbildliche Jugendarbeit und hat ein junges, dynamisches Team mit vielen Eigengewächsen." Obwohl die Gastgeber ebenfalls erst einen Erfolg auf der Habenseite verbucht haben, traf Dresden mit Fellbach und Eltmann bereits auf beide Meisterschaftsfavoriten. Ein deutlicher 3:0-Erfolg gegen Stuttgart und eine äußert knappe Fünfsatzniederlage gegen Rüsselsheim unterstreicht die Schwere der Aufgabe, bei der für Karlovic "die Tagesform der Akteure entscheidet." Definitiv verzichten müssen die Hammelburger Jungs auf die Mittelblockerqualitäten von Mario Radman, bei dem ein Sehnenriss diagnostiziert wurde. Mindestens zwei Wochen wird er zum Zuschauen verdammt sein.


Entspannen vor dem Spiel

Nach der etwa vierstündigen Fahrt im Mannschaftsbus ist für Karlovic der Erholungsfaktor seiner Jungs wichtig: "Wir werden so früh losfahren, dass wir noch genug Zeit für einen Spaziergang rund um die Semperoper haben und nicht direkt vom Bus in die Halle fallen." Mit vollen Sauerstofftanks werden die Hammelburger dann im Dresdner "Volleydome" versuchen, die Mini-Trendwende aus dem Leipzigspiel zu festigen.
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