Hammelburg
Volleyball 3. Liga Ost

Arrivederci Theresa von Waldenfels!

Die Hammelburger Mittelblockerin wird gegen Planegg-Krailling ihr vorerst letztes Spiel zeigen. Ein Sieg der TV/DJK-Damen wäre als Abschiedsgeschenk ideal.
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Theresa von Waldenfels (am Ball) wird gegen Planegg-Krailling ihr vorerst letztes Spiel für die Hammelburger Damen geben. Foto: Martin Kunack
Theresa von Waldenfels (am Ball) wird gegen Planegg-Krailling ihr vorerst letztes Spiel für die Hammelburger Damen geben. Foto: Martin Kunack
TV Planegg-Krailling - Hammelburg (Samstag, 19:30 Uhr)

"Mit der Nummer Zwölf, Theresa von Waldenfels!" So oder so ähnlich wird es am Samstag zum letzten Mal in dieser Saison aus den Hallenlautsprechern zu vernehmen sein. Die 22-jährige Hammelburger Mittelblockerin wird nämlich "Wahl-Italienerin" und bekommt es bei ihrem Abschiedsspiel dabei noch einmal mit einem sportlich unangenehmen Gegner zu tun. "Wir werden Theresa vermissen, sowohl sportlich als auch menschlich", zeigt sich Coach Oliver Möller vor der Partie seiner Hammelburger (8./18) gegen Planegg-Krailling (5./20) gerührt, ist aber Profi genug um zu wissen, "dass Studium und Beruf immer vor Sport geht".


Geeignetes Lockmittel

Theresa von Waldenfels studiert Psychologie an der Uni Würzburg und wird ein Auslandssemester im italienischen Padua absolvieren. Zum Hammelburger Volleyballteam stieß sie erst 2015: "Ich kannte Laura, Carina und Jana von der Uni-Mannschaft und die haben mich irgendwann gefragt, ob ich nicht zum Probetraining kommen will", erzählt von Waldenfels, die unter Coach Möller sogleich eine Metamorphose von einer Außenangreiferin zur Mittelblockerin durchlief. Gefragt nach dem Wohlfühlfaktor auf dieser Position gibt sich von Waldenfels zurückhaltend diplomatisch: "Für eine mögliche Rückkehr nach Hammelburg wäre es für Olli Möller ein geeignetes Lockmittel, wenn er mich dann wieder über außen einsetzten würde." Wie realistisch einen Rückkehroption ist, darüber kann die junge Studentin keine Aussage treffen: "Das hängt ganz davon ab, wo ich meinen Master absolvieren werde. Momentan führe ich einen inneren Kampf zwischen kuscheligem Wohlfühlen, was für Würzburg sprechen würde und reiner Abenteuerlust."

Bei ihrem zumindest vorerst letzten Spiel im TV/DJK-Trikot als Siegerin vom Platz zu gehen, wäre da natürlich ein schönes Abschiedsgeschenk. "Wir wollen im Anschluss an die Partie noch etwas feiern bei Theresa, da wäre ein Erfolg im Münchener Südwesten natürlich top", formuliert ein stets optimistischer Hammelburger Coach seinen Wunsch, der sich dabei nur ungern an das Hinspiel gegen die Würmtalerinnen erinnert. Damals hatten seine Mädels die heutigen Gastgeber aus Planegg-Krailling im ersten Satz "zu 14 wegballern können" (Möller), bevor Hammelburg selbst vom Kraillinger Volleyball-Express überrollt wurde. "Planegg hat sich im Vergleich zur Vorsaison zu einem tollen Team gemausert, immerhin haben wir eine Saison zuvor noch gemeinsam gegen den Abstieg gekämpft."

Das Team von Trainer Sven Lehmann hatte sich vor der Saison mit ambitionierten Spielerinnen von Absteiger Esting verstärkt und so das Verhältnis von "alt-erfahren" zu "jugendlich-forsch" verändert. Allerdings ist das Team aus dem Landkreis Starnberg nicht unbedingt das, was man ein Vorbild an Konstanz nennen würde. Hier sieht Coach Möller die Chance für seine Mädels, die aktuell zwar noch den achten Platz einnehmen, sich mit einem Erfolg allerdings bis auf Platz vier schmettern könnten. "Planegg kann gegen jedes Team der Liga gewinnen, aber auch gegen jedes verlieren", so Möller, dessen These durch einen Blick auf die bisherigen Resultate untermauert wird: Einem glatten 3:0-Erfolg gegen Ligaprimus Augsburg-Hochzoll stehen Niederlagen gegen Teams des unteren Tabellendrittels gegenüber.


Wünsche für die Zukunft

Doch Hochmut sucht man im TV/DJK-Kader vergebens, außerdem fehlen mit Johanna Lesch, Maxi Bindrum und Christin Heim drei wichtige Akteurinnen. Zumindest Möller selbst meldet sich wieder "diensttauglich", hatte er doch grippebedingt eine Woche Trainingspause einlegen müssen.

Theresa von Waldenfels wird das Spiel zumindest genießen und egal, wie das Resultat am Ende lauten wird, macht sie sich über ihren baldigen Ex-Verein keinerlei Sorgen: "In diesem kleinen Örtchen Hammelburg wird großer Sport geboten. Ich wünsche meinem Team alles Gute für den Rest der Saison. Vor allem aber auch der zweiten Damenmannschaft, die einen klasse Job macht." Ihre Mitspielerin Jana Baumgart indes wird vor allem eins vermissen: "Die vielen lustigen Geschichten von diversen Mannschaftsfeiern, denn Theresa war unsere Partykomitee-Vorsitzende." Und fügt hinzu: "Wir wünschen Theresa alles Gute für die Zukunft und sagen Danke für die Zeit bei uns!"
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