Hammelburg
Volleyball

Abschiedsvorstellung von Kasper Vuorinen

Zum letzten Saisonspiel vor Heimpublikum freut sich Trainer Tado Karlovic auf eine "bewegte" Kulisse. Auch Hammelburgs Frauen sind top motiviert.
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Auf seine Qualitäten müssen die Hammelburger künftig verzichten: Der finnische Zuspieler Kasper Vuorinen (Nr. 4) gibt am Samstag gegen den TV Fellbach seine Abschiedsvorstellung in der Saaletalhalle. Foto: ssp
Auf seine Qualitäten müssen die Hammelburger künftig verzichten: Der finnische Zuspieler Kasper Vuorinen (Nr. 4) gibt am Samstag gegen den TV Fellbach seine Abschiedsvorstellung in der Saaletalhalle. Foto: ssp
TV/DJK Hammelburg - SV Fellbach (Samstag, 20 Uhr)
Geboten ist am Samstag vieles: Das Hammelburger Kneipenfestival, der Bundesliga-Knaller Bayern gegen Dortmund, aber eben auch das Duell der Hammelburger Jungs gegen den SV Fellbach, welches in der vergangenen Saison noch das Spiel des Ersten gegen den Zweiten war. Heuer erlebten beide Teams einen ganz ähnlichen Saisonverlauf. Von Verletzungssorgen geplagt, haben beide erst kürzlich den Klassenerhalt vermelden können. "Natürlich wäre es klasse, wenn unsere Fans dem Fußball die gelbe Karte zeigen und zum großen Saisonfinale noch einmal unsere Lokalhelden unterstützen würden", wünscht sich TV/DJK-Trainer Tado Karlovic eine erneut stimmgewaltige Kulisse.

Und vielleicht wird es ja wieder ein Abend der großen Gefühle. So wie vergangene Saison, als man mit dem Hammelburger Volleyballpublikum eine grandiose Aufsteigersaison feierte und es bei der Verabschiedung von Libero Olli Möller und zu Klängen der Toten Hosen emotional wurde. Während Möller ein erfolgreiches Comeback als "Teilzeit-Libero" feierte und nicht abgeneigt scheint, sich das Trikot des Abwehrchefs bei Bedarf auch zukünftig wieder überzustreifen, wird sich ein Mann zum definitiv letzten Mal dem Heimpublikum präsentieren: Kasper Vuorinen wird seine "Rettungsmission" in Hammelburg beenden und sich mit einer eindrucksvollen Bilanz aus der Saalestadt und von seinen Hammelburger Jungs verabschieden.
Zu Beginn des neuen Jahres in schier aussichtsloser Situation von den Verantwortlichen nach Hammelburg geholt, hat der 32-Jährige mit acht Erfolgen aus neun Spielen entscheidend am Rückrunden-Drehbuch mitgeschrieben. "Kasper hat einen wichtigen Teil dazu beigetragen, dass wir auch kommende Saison in dieser Liga aufschlagen dürfen und hat uns nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bereichert, er wird uns fehlen", so Co-Trainer Frank Jansen über den sympathischen Finnen. Trainer Karlovic indes fällt es immer noch schwer, den sportlichen Ist-Zustand zu beschreiben: "Das ist alles irgendwie surreal, wenn man überlegt, dass Fellbach und wir noch vor Kurzem gegen den Abstieg gekämpft und nun sogar die Möglichkeit auf den vierten Platz haben, wenn die Konkurrenz zusätzlich mitspielt."


Oscar Benner muss passen

Mit Fellbach kommt ein Team in die Saalestadt, welches vor der Saison das Ziel Titelverteidigung ausgerufen hatte und auch am Lizenzierungsverfahren für die erste Bundesliga teilnahm. Dann kam alles ganz anders, und die vielen Verletzungen hätten fast die Liga gekostet. Während sich das Lazarett der Gäste langsam leert, reißen die "Ausfallerscheinungen" bei Hammelburg nicht ab. So wird Mittelblocker Oscar Benner wohl bis Saisonende wegen des Verdachts auf Pfeiffersches Drüsenfieber pausieren müssen. Dennoch werden beide Teams heute nochmal alles geben und die Saaletalhalle keinesfalls in einer Chill-Out-Area verwandeln. "Fellbach ist ein genialer Gegner", so Karlovic, der vor allem bei einem Akteur ins Schwärmen gerät: "Wenn es eine Wahl zum besten Spieler der Liga geben würde, dann würde Yannick Harms meine Stimme bekommen." Der 23-jährige Fellbacher gilt als einer der besten Außenangreifer der Liga und gehört seit Jahren auch auf dem Beachfeld zu den Besten seiner Zunft.

Auch wenn der letzte Vorhang vor dem heimischen Publikum fällt, endet die Saison für die Hammelburger Jungs erst am 22. April mit dem Auswärtsspiel gegen Schwaig. Für Co-Trainer Jansen ist der heutige Abend aber bereits das emotionale Highlight: "Und das wollen wir mit unserem grandiosen Publikum zusammen feiern."

TV/DJK Hammelburg - DJK Augsburg (Samstag, 16 Uhr)
Heute fällt er, der letzte Saisonvorhang für die Hammelburger First Ladies in der Dritten Liga. Nach geschafftem Klassenerhalt bitten die Mädels von Trainer Oliver Möller noch einmal den Tabellenzweiten DJK-Augsburg-Hochzoll zum Nachmittagsbrunch und sind dabei alles andere als im Freizeit-Modus. Er brennt, wie immer. Coach Oliver Möller ist Feuer und Flamme. 100 Prozent Volleyball und 100 Prozent Emotion - ein echter Typ! "Wir wollen uns mit einer tollen Leistung beim Hammelburger Publikum bedanken, welches dem Damenvolleyball immer mehr Aufmerksamkeit schenkt, das ist spitze", sagt Möller. Mit Augsburg gastiert ein Team in der Saaletalhalle, welches lange wie der sichere Meister aussah. Doch es waren die ambitionierten Chemnitzerinnen, die Augsburg vom Ligathron stießen und als Aufsteiger wohl einen Durchmarsch in den 2. Bundesliga hinlegen. Aus eigener Kraft können die Gäste nicht mehr Meister werden. Dazu müsste Chemnitz patzen und man selber in Hammelburg drei Punkte holen.
Improvisationskünste des Hammelburger Coaches sind vor allem auf der Mittelblockerposition gefragt. Da Christin Heim berufsbedingt fehlt, Theresa von Waldenfels zum Studium in Italien weilt und Johanna Lesch wegen ihrer Knieprobleme erneut die Funktion der Co-Trainerin ausübt, wird es etwas dünn auf der Mitte. Somit wird die ganze Routine von Melanie Basmer gefragt sein, die nach den Worten ihres Trainers schon mal eine Eigenschaft mitbringt: "Mit Melly auf dem Feld zeigt das Stimmungsbarometer vollen Ausschlag." Zumindest eines wird gegen die Schwaben Augsburg gefragt sein: Geduld! "Gegen Augsburg braucht man einen langen Atem. Die legen immer los wie die Feuerwehr, davon sollte man sich möglichst nicht beeindrucken lassen", gab auch Lohhofs Trainerin Claudia Mürrle beim jüngsten Spiel gegen Hammelburg wichtige Tipps zu Protokol
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