Bad Kissingen
Extremlauf

Braveheart Battle abgesagt

Die Verhandlungen liefen auf Hochtouren, doch nun steht fest: der Extremlauf wird nicht am 10. März stattfinden.
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Aufgegeben: Da sich die Verhandlungen zwischen Insolvenzverwalter und den Investoren zu lange hinzogen, ist die Vorbereitungszeit zu knapp geworden. Der BraveheartBattle am 10. März in Bischofsheim findet daher nicht statt. Foto: Anand Anders
Aufgegeben: Da sich die Verhandlungen zwischen Insolvenzverwalter und den Investoren zu lange hinzogen, ist die Vorbereitungszeit zu knapp geworden. Der BraveheartBattle am 10. März in Bischofsheim findet daher nicht statt. Foto: Anand Anders
Die Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter liefen bis zur letzten Minute. Jetzt wurde die Zeit für den BraveheartBattle zu knapp. Was waren die Gründe für die Absage?Trotz der Faschingstage wurde intensivst verhandelt. Aber das Insolvenzrecht ist offensichtlich so kompliziert und zeitraubend, dass den Beteiligten die Zeit davongelaufen ist. So informierte Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert am Faschingsdienstag, dass der mögliche Veranstalter des BraveheartBattle am 10. März, den Extremlauf am Fuß des Kreuzbergs heuer nicht ausrichten wird. Das wurde in einer Stellungnahme von den neuen Inhabern der Markenrechte, Christoph Zitzmann und Jörg Lindemann, auch bestätigt. Beide sind nach Recherchen dieser Redaktion Nürnberger Sportler und in der Autobranche tätig.


Mehrere Interessenten

Wie berichtet musste der bisherige Organisator des Braveheart, das PAS-Team mit Sitz in Bad Kissingen, Ende November vorläufige Insolvenz anmelden. In den vergangenen Wochen sind daraufhin Gespräche mit mehreren Interessenten angelaufen, die die Veranstaltung übernehmen und am ursprünglichen Termin, dem 10. März, organisieren wollten.
Diese Gespräche zogen sich jedoch in die Länge. Und der Starttermin rückte immer näher. Nicht nur bei der Stadt Bischofsheim fragte man sich, wie viel Vorbereitungszeit für die Großveranstaltung mindestens erforderlich sei. Immer wieder wurden Fristen gesetzt - die dann nicht eingehalten werden konnten. Die Stadt selbst hatte Ende Januar den Weg für den Extremlauf freigemacht. Der Bürgermeister wurde vom Stadtrat ermächtigt, eine mehrseitige Vereinbarung mit den Rahmenbedingungen mit einem neuen Veranstalter abzuschließen.


Reißleine gezogen

Gerade in den vergangenen Tagen liefen die Verhandlungen noch einmal auf Hochtouren. Nun wurde die Reißleine gezogen. Alle Beteiligten seien sich grundsätzlich einig in der Zielsetzung gewesen und hätten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten ernsthaft bemüht, "das Rennen auf die Beine zu stellen". Aber die Zeit sei einfach zu knapp gewesen, alle Probleme auszuräumen, erläuterte der Bischofsheimer Bürgermeister.


Bischofsheim bedauert

Die Stadt bedauere das sehr, betonte Seiffert. Da seien zum einen die Läufer, die sich bereits für Bischofsheim angemeldet und bezahlt hätten. Leidtragende seien natürlich auch die Bischofsheimer Gastronomen, deren Vorbereitungen nun hinfällig sein dürften, sowie die Übernachtungshäuser, die jetzt natürlich mit Stornierungen rechnen müssten.
Wie sich das Thema weiterentwickelt, darüber möchte Seiffert nicht spekulieren. Das müssten die weiteren Verhandlungen klären. Die könnten nun wenigstens ohne Zeitdruck weitergehen. Die Stadt Bischofsheim sei jedenfalls weiterhin kooperationsbereit.


Neue Inhaber der Markenrechte

Unter dem Titel "BraveheartBattle 2018 - eine Schlacht verloren, aber der Kampfgeist ist auferstanden!", meldeten sich am Dienstagnachmittag Christoph Zitzmann und Jörg Lindemann auf der offiziellen Braveheart-Seite in Facebook als neue Inhaber der Markenrechte. Ihr Ziel sei gewesen, den BraveheartBattle fortzuführen, stellen sie darin fest. Dabei sollte auch den etwa 1600 Läufern, die bereits ihr Startgeld für das abgesagte DragonheartBattle 2017 sowie das BraveheartBattle 2018 bezahlt hatten, ein Freistart ermöglicht werden. "Am Ende aber waren die organisatorischen und finanziellen Hindernisse in der knappen Zeit auch für den tapfersten Braveheart nicht überwindbar. Insbesondere bei den wichtigsten Partnern scheiterte es an den dringend benötigten Zugeständnissen", begründeten die Nürnberger die Absage. Man wolle nun mit Nachdruck an einem tragfähigen Zukunftskonzept für den Kult-Lauf arbeiten, "das wir hoffentlich in wenigen Wochen präsentieren können."
Insolvenzverwalter Peter Roeger war am Faschingsdienstag für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen. Thomas Pfeuffer
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