Sicherheit

Großübung der Feuerwehren in Burglauer

Unter den Augen von drei Kreisbrandmeistern übten sechs Feuerwehren an der Rudi-Erhard-Halle ein Horrorszenario.
Fast achtzig Feuerwehraktive zeigten bei einer Großübung an und in der Rudi-Erhard-Halle in Burglauer, dass auf die Feuerwehren im Ernstfall Verlass ist.  Foto: Manfred Mellenthin
 
von MANFRED MELLENTHIN
"Brand im Jugendraum der Rudi-Erhard-Halle, sechs vermisste Personen, Brandausbreitung auf den Dachstuhl möglich, Probleme mit der Wasserversorgung aus dem Wasserhochbehälter der Gemeinde" - so lautete die von Burglauers Feuerwehrkommandant Werner Schmitt erarbeitete Ausgangslage für die Großübung in der Rudi-Erhard-Halle. Eingesetzt waren sechs Feuerwehren mit rund 70 Aktiven und Führungspersonal aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld.


Drei Abschnitte

Die Großübung unter den Augen der drei Kreisbrandmeister Josef Freund, Ralf Scheuring und Bernd Abert, war in drei Abschnitte aufgeteilt. Im ersten galt es, den am süd-östlichen Zugang zur Halle ausgebrochenen Brand, der im Jugendraum und den Umkleidekabinen wütete, zu bekämpfen und die sechs vermissten Personen zu retten. Brandbeobachtung und Personensuche auf der Bühne sowie den Geräteräumen der Sporthalle über den süd-westlichen Zugang, also vom Parkplatz der Sporthalle aus, lautete der Auftrag im zweiten Abschnitt.
Im dritten Abschnitt mussten die Wehren auf einer Strecke von fast 800 Metern eine unabhängige Wasserversorgung von der Lauer hoch zur Halle legen. Angenommen wurde, dass es auf Grund eines technischen Defekts im Wasserhochbehälter Probleme mit der Wasserversorgung gab. In diesem Abschnitt war besonders das Führungspersonal stark gefordert, da praktisch sofort entschieden werde musste, wie viele Pumpen eingesetzt werden müssen, welche Wehr welchen Abschnitt verlegt, und wie und wo der Zusammenschluss erfolgt. Eine fordernde Aufgabe für die Führungsgrade, aber auch für die Aktiven, die fast 800 Meter bergauf Schlauchleitungen verlegen mussten.
Kreisbrandmeister Josef Freund stellte die Großübung vor, bei der sämtliche Bereiche des Feuerwehrdienstes gefordert waren. "Die Großübung hat eindrucksvoll den hohen Ausbildungsstand und die ausgezeichnete Motivationen unserer Wehren bestätigt", lobte Josef Freund. Die Zusammenarbeit funktioniere reibungslos. "Der Brandschutz ist in unserer Region uneingeschränkt gewährleistet." Freund wies darauf hin, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzen und mehrere Bereiche zur gleichen Zeit erledigt werden müssen. Beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Burglauer, Niederlauer, Salz, Strahlungen, Münnerstadt, Reichenbach/Windheim und die Unterstützungsgruppe - Örtliche Einsatzleitung.
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