Bürgerversammlung

Beifall für den Bürgermeister

Fast 80 Einwohner von Poppenlauer nahmen bei der Bürgerversammlung im Schützenhaus den Rechenschaftbericht des Bürgermeisters mit Beifall auf.
Die erneuerte Ludwigsbrücke von Poppenlauer. Im Hintergrund die katholische (links) und die evangelische Kirche. Foto: Werner Vogel
 
von WERNER VOGEL
Das erlebt ein Bürgermeister nicht alle Tage: Beifall nach dem ersten Satz der Begrüßung. Matthias Klement hatte die Bürgerinnen und Bürger im vollbesetzten Schützenhaus schon mit der Formulierung: "Das ist ja wunderbar, dass ihr so zahlreich gekommen seid. In Maßbach waren bei der Bürgerversammlung nur 16 Zuhörer" gelobt.


Steuerkraft leicht gestiegen

Dass die Steuerkraft des Marktes leicht zugenommen hat, 776 000 Euro an den Vermögenshaushalt überwiesen werden konnten und die freie Finanzspanne des Marktes auf 708 000 Eurogestiegen sei, passt da gut ins Bild. Auch dass der Schuldenstand auf 2,2 Millionen Euro gedrückt werden konnte, was zu einer reduzierten Pro-Kopf-Verschuldung von 549 Euro führt, wird wohlwollend aufgenommen. Dass sinkende Gebühren gut zu verkaufen sind, weiß ein erfahrener Kommunalpolitiker natürlich: Deshalb vergaß Klement auch nicht zu erwähnen, dass der Kubikmeterpreis für Wasser auf 1,52 Euro, für Abwasser auf 1,20 Euro gesenkt werden konnte.


Investitionen ins Freibad

Da passt es gut ins Bild, dass die Steuerkraft des Marktes leicht zugenommen hat und die freie Finanzspanne der Kommune auf 708 000 Euro gestiegen ist. Auch dass der Schuldenstand auf 2,2 Mio. Euro gedrückt werden konnte, was zu einer reduzierten Pro-Kopf-Verschuldung von 549 Euro führt, wurde wohlwollend aufgenommen. Weniger erfreulich ist, dass auch der Marktgemeinde der Trend, in die Ballungsräume zu ziehen, zu schaffen macht. So hat der Markt Maßbach in den letzten fünf Jahren einen Einwohnerrückgang von 143 Personen auf nunmehr 4452 Bürger zu verzeichnen. "Das führt zur Verpflichtung der Gemeinde, alle Anstrengungen zu unternehmen, eine attraktive Gemeinde mit belebten Ortskernen zu bleiben", so Klement. Einige Maßnahmen wie Ausweisung Sanierungsgebiete, Initiativen zur Innenentwicklung gegen Leerstand, Erhaltung der Versorgungssicherheit durch Erweiterung von Rewe und Norma oder Entlastungsparkplatz an der Lauer, sind ergriffen, weitere, wie der Beitritt zur VHS Rhön+Grabfeld, Gestaltung des Dorfplatz in Poppenlauer und Ausbau barrierefreien Wohnens, geplant.


130 000 Euro fürs Freibad

Auch in das Freibad investiert die Marktgemeinde. 130 000 Euro sind im Haushalt dafür vorgesehen. Der Bürgermeister lobte den großen Bürgersinn des Fördervereins für das Bad und den allgemein spürbaren Willen, Maßbach voranzubringen.

Die Kita Lauerland verpflegt die 108 Kinder mit Bio-Lebensmitteln und Produkten aus der Region. Ein Modellprojekt mit leicht erhöhten Kosten, "aber das sind uns die Kinder wert", so Klement. Die Renovierung der Ludwigsbrücke schlug mit 314 000 Euro zu Buche. Großes Lob auch für das Bürgerengagement beim Erweiterungsbau für den Festplatz. 1200 freiwillige Stunden zeigen den Zusammenhalt unter den Vereinen im Ort.
Seit 2015 wird der Dorfplatz geplant. Barrierefrei soll er werden, mit Pflaster, das mit dem Rollator zu befahren ist, auf der Straße aber die Geschwindigkeit der Fahrzeuge reduzieren soll.


Nur wenig Kritikpunkte

In der Fragerunde wurde wenig Kritik laut. Zur Diskussion um unterschiedliche Handhabung der Gemeinden bei Erschließungsbeiträgen verwies Klement auf die bestehende Satzung. Der anderswo erhobenen Forderung, die Kosten zu strecken und jährlich zu erheben, könne er sich nicht anschließen. Das mache eher für Gemeinden Sinn, die keine solche Satzung verabschiedet haben.

Anregungen wie die Verkehrsführung bei den anstehenden Maßnahmen wie Dorfplatz und Brückenbau besser zu beschildern, den Lärm des gemeindlichen Laubbläsers zu reduzieren oder den Springbrunnen hinter dem Rathaus wie zu aktivieren nahm der Bürgermeister mit in die Sitzungen.


Solaranlage nicht erweitern

Nicht einverstanden war die Versammlung, dass die Solaranlage an der A 71 erweitert werden soll, zumal die Gemeinde wenig davon hat. "Das verschandelt die Landschaft noch weiter und die Flächen spiegeln schon ins Dorf zurück" hieß es.
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