Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Aufführung

Mit Charme und Begeisterung

Die Herzen lagen ihnen zu Füßen: Bei einer Benefiz-Operetten-Gala bezauberten die Akteure das Publikum.
Zwei Stunden "Halli Galli": Michael Kunz, Juan Carlos Petruzziello, Deborah Lynn Cole und Carsten Süss (von links) waren ein "Traumteam" beim Operettenabend im Kurtheater.  Foto: Peter Klopf
 
von PETER KLOPF
Man kann sich schon nicht mehr erinnern, wann die letzte Operettenaufführung im Bad Kissinger Kurtheater war. Dabei hat die "Leichte Muse" noch immer ihren Freundeskreis. Dies zeigte sich auch jetzt bei einer Benefiz-Operetten-Gala, die der Förderverein Kurorchester veranstaltete. Melodien von Franz Lehár, Johann Strauß (Sohn), Carl Zeller und Eduard Künneke standen auf dem Programm.


Stimmgewaltig

Wie bereits vor einem Jahr waren die beiden bekannten Tenöre Juan Carlos Petruziello und Carsten Süss die Hauptakteure des Abends. Während Juan Carlos Petruziello stimmgewaltig, feinfühlig und bewundernswert, bekannte Arien wie "Es steht ein Soldat am Wolgastrand", von Franz Lehár aus der Operette "Der Zarewitsch", oder "Ich bin nur ein armer Wandergesell", aus "Der Vetter aus Dingsda", von Eduard Künneke brillant interpretierte, war Carsten Süss mehr für die komischen Rollen zuständig. Besonders brillierte er gesanglich als der "Zahlkeller Leopold" aus der Operette "Im weißen Rössl", von Ralph Benatzky, oder "Ich bin nur ein armer Wandergesell", aus Eduard Künnekes "Der Vetter von Dingsda."
Sein weitaus größeres Talent lag aber bei den Moderationen. Schon seine Wortbeiträge waren der Besuch des Abends wert.


Flotte Sprüche

Mit flotten Sprüchen, hintersinnigem Humor und einer ausgezeichneten humoristischen Ader führte er brillant durch das Programm. Der Charmeur spielte mit den Zuhörern, mit viel Wortwitz und Situationskomik kokettierte er vor dem Publikum, das er auch gekonnt einband. Gegen die beiden Tenöre hatte es die Sopranistin Deborah Lynn Cole nicht leicht, stimmlich zu punkten. Trotzdem gelang es ihr mit der Arie der Adele "Mein Herr Marquis", aus "Die Fledermaus", von Johann Strauß II oder "Strahlender Mond", aus "Der Vetter von Dingsda", zu überzeugen. Dreh- und Angelpunkt war Michael Kunz mit seiner elektronischen Wersi-Orgel. Er ist einer der bekanntesten Interpreten auf diesem Instrument. Ein Vollblutmusiker, der in allen Variationen begeisterte. Mit seiner Orgel erzeugte er Klangwelten, die einem Streichorchester sehr nahe kamen.


Idealer Begleiter

Gleichzeitig war er ein idealer Begleiter der Sänger, die als Solisten oder Duo ihre Stimmen graziös erklingen lassen konnten. Doch auch als Solist an der Orgel bezauberte Michael Kunz mit einer phänomenalen Klangfülle. Mit stehenden Ovationen und riesigem Applaus forderten die Zuhörer drei Zugaben heraus, was nach zwei Stunden spanender Unterhaltung überaus gerechtfertigt war, auch wenn im ersten Teil die Lautstärke etwas schrill klang. Der Erlös soll für die Kurmusik verwendet werden. Resümee des Abends: die Operette kommt in der heiteren Kurstadt zu kurz.
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.