Bad Kissingen
Kultur

Legenden kubanischer Musik in Bad Kissingen

Die Musiker, Sänger und Tänzer von "Pasion de Buena Vista" zelebrierten den besonderen Musikstil Kubas. Rund 300 Gäste ließen sich das nicht entgegen.
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Kubanische Lebensfreude vermittelte die Musik- und Tanzformation "Pasion de Buena Vista" im Bad Kissinger Regentenbau. Foto: Klaus Werner
Kubanische Lebensfreude vermittelte die Musik- und Tanzformation "Pasion de Buena Vista" im Bad Kissinger Regentenbau. Foto: Klaus Werner
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Kubanische Lebensfreude versprach die Musik- und Tanzformation "Pasion de Buena Vista" im Bad Kissinger Regentenbau. Der besondere Musikstil Kubas ist wesentlich durch Wim Wenders Film "Buena Vista Social Club" geprägt.

Mit dem vielversprechenden Programmtitel zogen die knapp 20 Akteure eine Parallele zum bekannten Vorbild, und schon die Dekoration mit einer riesigen Leinwand, die den maroden Charme einer Straßenszene mit den typischen Oldtimern in Havanna präsentierte, verwies auf den lateinamerikanischen Ursprung der Show. Davor prästierte sich die instrumentale Besetzung mit Schlagzeug, Bläser-Set, Gitarre, E-Bass und Keyboard. Bongos und verschiedene Klanghölzer sorgen für den typischen Sound, der sich in Musik- und Tanzstilen widerspiegelt. So gerüstet startete die Formation voller Elan und sehr schwungvoll in den Abend, der durch die ganze Bandbreite mit Salsa, Mambo, Rumba und Cha-Cha-Cha führte, aber auch die typischen Musikrichtungen wie Son und Danzón präsentierte.

Der 90-minütige Auftritt lebte von der Inszenierung aus rhythmischen Tanzelementen, die sofort in die Beine gingen, von melancholischen Soloparts und von dem typischen Wechselgesang zwischen Solist und Chor. Flexibilität wurde vom Publikum bei der Moderation erwartet, denn die war mal in Deutsch, mal in Spanisch und mal in Englisch - doch das war kein Problem, denn im Mittelpunkt stand die Musik, die ihre Grundlage in der hervorragenden Qualität der Musiker im Hintergrund hatte.

Die Tanzelemente, modern und für den internationalen Markt aufgepeppt, präsentierten das lateinamerikanische Lebensgefühl und verlockten einige Gäste, ihren Bewegungsdrang in den seitlichen Bereichen freien Lauf zu lassen. Nicht fehlen durften Evergreens wie "Besame mucho" oder "Guantanamera" oder "Quisas, Quisas, Quisas" oder "Chan Chan", wobei Solisten wie Estannslao "Augusto" Blanco Zequeira und Lisbet Castillo Montenegro nicht nur ihr Können bewiesen, sondern das Publikum auch zum Mitmachen und Mitklatschen aufforderten - und dieses sich gerne dazu animieren ließ.

Gerade die zweite Hälfte der kubanischen Nacht war fast schon ein Medley aus kubanischen Rhythmen, denn die Akteure reihten nahtlos ein Musikstück an das andere. Somit steigerte sich auch die Begeisterung des Publikums, was sich hörbar im Applaus widerspiegelte. Doch umso abrupter kam dann das Ende des Abends, denn schon nach etwas mehr als einer halben Stunde wurde das letzte Lied angekündigt.

Eine herbeigeklatschte Zugabe zeigte erstens nochmals rhythmischen Qualitäten kubanischer Musik, zweitens das Können der Formation und drittens die Begeisterungsfähigkeit des Publikums, das sich gerne eine längere kubanische Nacht gewünscht hätte.
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