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Modernisierung

Kunstwerken entgegen schweben

Mit dem neuen gläsernen Aufzug am Graf-Luxburg-Museum geht es in eine vergangene Welt. Bezirk rüstet das Museum für die Zukunft.
Schlüsselübergabe: Architekt Klaus-Jürgen Edelhäuser (von links), Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Museumsleiterin Annette Späth und Bezirksfinanzreferent Andreas Polst.  Foto: Werner Vogel
 
von WERNER VOGEL
Die bauliche Modernisierung des Graf-Luxburg- Museums im Schloss Aschach schreitet voran. Die Übergabe von Außen- und Innenaufzug schließt einen weiteren Bauabschnitt ab.
Lautlos schließt die Tür, ganz sanft hebt sich die Kabine aus dem Schlosshof, langsam, ganz langsam schwebt der Aufzug nach oben. Panoramablick in den Park. Nicht der kleinste Ruck beim Halt, dann ist der Besucher oben auf der Altane vor dem Eingang. "Da ist ja schon die Fahrt ein Erlebnis", stellt Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei der Schlüsselübergabe durch den Architekten fest und Museumsleiterin Annette Späth: "Ein stimmungsvoller Eintritt eine vergangene Welt".


Denkmalgerechter Lösung

Klaus-Jürgen Edelhäuser vom Architektur- und Ingenieurbüro Konopatzki & Edelhäuser aus Rothenburg o .d. Tauber hört das gerne. "Der Weg bis zum heutigen Knopfdruck war lang", beschreibt er die herausfordernde Aufgabe, eine denkmalgerechte Lösung zu finden, die das Gebäude nicht verschandelt, so filigran wie möglich erscheint und dabei die Statik des Gebäudes nicht belastet. "Wir haben die Grundrisse lange angeschaut, die Bausubstanz intensiv geprüft, ein 1:1 Modell erstellt und uns in Absprache mit dem Landeskonservator Dr. Bernd Vollmar beim Außenaufzug, für die Rückseite des Treppenaufgangs entschieden." Dazu musste nur ein Brüstungsfeld vor dem Eingang herausgenommen und versetzt werden. "Weil sich Nachhistorisierung verbietet, ist der Aufzug vom Bau abgerückt", erklärt Edelhäuser. "Das ist neu, und das soll man auch sehen". Auch beim Innenaufzug im Eingangsbereich haben erst intensive Untersuchungen eine denkmalverträgliche Lösung ermöglicht. Um historische Bausubstanz zu erhalten, mussten weniger wertvolle, aber tragende Bauteile verstärkt und relativ neue Wände eingerissen werden. Um das darunterliegende Gewölbe nicht zu gefährden, wurde die Fahrstuhltechnik sichtbar an die Rückseite verlegt, was dazu führt, dass sich der Aufzug insgesamt unauffällig in den Eingangsbereich eingliedert.
"Mit dem Einbau der Aufzüge kommen wir auch den zunehmend älteren Besuchern entgegen", stellt Dotzel fest und erinnert an das Gesamtkonzept der Modernisierung. "Wir schaffen ein attraktives, für die Zukunft gerüstetes Museum, das viele Besucher anzieht" ist der "Hausherr" überzeugt. Beispielhaft für Unterfranken ist auch das Pilotprojekt Inklusion, das den Besuch im Museum mit digitalen Elementen wie Media Guides und durch hören, sehen und fühlen, auch für Menschen mit Handicap zum Erlebnis werden lässt.


Digitalisierung und Highlights

Museumsleiterin Annette Späth freut sich auf die neuen museumspädagogischen Konzepte, die neben der Digitalisierung auch Besonderheiten und Highlights zeitgemäßer präsentieren werden. So soll die international anerkannte Ostasiatische Sammlung zusammengeführt und besonders attraktive Exponate, wie das Lucas Cranach Gemälde "Judith mit dem Haupt des Holofernes" mit Lichteffekten entsprechend präsentiert werden.
Andreas Polst, Finanzreferent des Bezirks beziffert die Kosten der Gesamtmaßnahmen auf insgesamt 2,4 Millionen Euro. Die Baukosten sind mit einer Million veranschlagt. Für die Ausstellungsmodernisierung sind 600 000 Euro vorgesehen und rund 700 000 werden für Untersuchungen, Architekten- und Ingenieurleistungen, Honorare und wissenschaftliche Beratung fällig. Geld, das gut angelegt ist, um die Attraktivität des flachen Landes zu steigern, führt Dotzel aus. Es konnte eine hohe Förderung aus dem kommunalen Investitionsprogramm in Höhe von 800  000 Euro erreicht werden, so dass die Unterfränkische Kulturstiftung "nur" ca. 1,6 Millionen zu tragen hat. Die geplanten Kosten für die beiden Aufzüge werden um zehn Prozent unterschritten.
Die Museen Schloss Aschach sind seit 11. September geschlossen. Die Schlossstuben sind ganzjährig geöffnet. Das Graf-Luxburg-Museum bleibt während der gesamten Bauzeit im nächsten Jahr geschlossen. Volkskunde-, Schulmuseum und die Museumsscheune öffnen im Frühjahr 2018 wieder. Die Fertigstellung ist im 2. Quartal 2019 geplant.
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