Bad Kissingen
Jubiläum

Kissinger Hütte: Wo der Blick in die Ferne geht

Zum 100-jährigen Bestehen des Hauses vom Bad Kissinger Rhönklub feierte man drei Tage lang. Weihbischof em. Helmut Bauer zelebrierte am Samstag einen Festgottesdienst auf dem Feuerberg mit einem bunten Rahmenprogramm, am Sonntag gab es eine Sternwanderung.
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Vor dem Bild der Kissinger Hütte im Festzelt zelebrierte Weihbischof em. Helmut Bauer den Festgottesdienst anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Hütte auf dem Feuerberg. Fotos: Werner Vogel
Vor dem Bild der Kissinger Hütte im Festzelt zelebrierte Weihbischof em. Helmut Bauer den Festgottesdienst anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Hütte auf dem Feuerberg. Fotos: Werner Vogel
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Seit 100 Jahren ist die Kissinger Hütte am Feuerberg ein vielbesuchtes Wanderziel. Drei Tage feierte am Wochenende der Rhönklub Bad Kissingen das Jubiläum. Popmusik im Festzelt, fränkische Schmanckerl aus der Küche, Spielstationen für die Kleinen, ein bunter Festabend und Sternwanderungen standen auf dem Programm.
Zur Bergmesse am Samstag mit Weihbischof em. Helmut Bauer fasste das große Festzelt nicht alle Besucher. Bauer stammt aus dem Vorspessart und ist wie sein Vorbild Kardinal Döpfner aus Hausen bekennender Rhönfreund. Ein ganz besonderes Verhältnis hat er zu den Schwarzen Bergen und nicht nur, weil er das Kissinger Hütte Lied "Wo der Blick weit in die Ferne geht..." getextet hat, ist er längst zum "Hüttenkaplan" ernannt worden.
Den Berggottesdienst zum Jubiläum der Hütte gestaltete er sehr persönlich und ließ ihn zum Höhepunkt des Festes am Samstag werden. "Die Erde ist schön", intonierten die Feuerbergmusikanten aus Langenleiten zum Einzug des Bischofs und die Gläubigen sangen aus vollem Herzen mit. "Hier, wo wir dem Himmel ein Stück näher sind, fällt es uns leicht, die Herrlichkeit Gottes zu preisen und die Niederungen der Welt zu vergessen", bekannte er in seiner Predigt. Er sprach aber auch vom Leid der letzten hundert Jahre, an das wir in diesen Tagen wieder so schmerzhaft erinnert werden. Dem Kissinger Rhönklub dankte er "dass sie an diesem herrlichen Platz seit hundert Jahren Menschen zusammenführen".

Buntes Programm beim Festakt

Zweigvereinsvorsitzender Thomas Hammelmann und seine Ehefrau Gudrun moderierten in fränkischer Tracht den abwechslungsreichen bunten Abend im Festzelt. Viel Prominenz war auf die sonnige Höhe gekommen, um zu gratulieren. Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) hätte als Premicher auch gut hinaufwandern können, aber er hatte die unterfränkische Spitzenkandidatin der CSU für die Europawahlen, Barbara Becker, mitgebracht. Auch Landrat Thomas Bold (CSU) und Bad Kissingens Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) waren "wieder einmal und gerne", wie sie betonten, auf den Feuerberg gekommen.

Landrat half beim Bauen mit

Das erste Grußwort durfte jedoch Landrat Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld, CSU) sprechen und stellte klar: "Sie heißt zwar Kissinger Hütte, steht aber auf Rhön Grabfelder Gemarkung". Er selbst habe bei den verschiedenen Zubauten immer wieder mit Hand angelegt. "Es ist die schönste Hütte der Rhön", betonte er unter dem Beifall der Besucher und schenkte ein Wappen des Landkreises für die Gaststube.
Thomas Bold nahm den Ball auf, versprach das Pendant aus Bad Kissingen "als Zeichen, dass die Hütte ein gutes Miteinander der Landkreise verkörpert". Oberbürgermeister Kay Blankenburg rief wieder einmal in Erinnerung, dass "... "sieh‘ das Gute liegt so nah", zitierte Goethe, und meinte, "die Hütte ist auch irgendwie Heimat."

Weihbischof ist Ehrenmitglied

Gudrun Hammelmann streute zwischen die Grußworte immer wieder kleine Geschichten zur Historie der Hütte ein. Die "Auersberg Buam" spielten zünftig auf und Vorsitzender Thomas Hammelmann ernannte "mit großer Freude" Weihbischof em. Helmut Bauer zum Ehrenmitglied des Kissinger Rhönklubs. Es gab bei dieser Gelegenheit aber nicht nur diese Ehrung. Für 40 Jahre Mitgliedschaft beim wurden stellvertretender Vorsitzender Peter Krug und Ehrenvorsitzender Klaus Dörner geehrt.
Was es mit Dreispitz, Ziegenlederbundhosen, kurzen und langen Jacken der Männer, Mutzen und Röcken der fränkischen Tracht auf sich hat, erklärte Anna Krug, und die die Rhönklubtänzer drehten sich zu fränkischer Musik drehten. Alexander Fetzer begleitete sie auf der Zieharmonika.

Verleihung des Grünen Bandes

Der Hauptkulturwart des Rhönklubs, Jürgen Reinhardt aus Fulda, bedankte sich bei Karin und Mario Matuschka und Eberhard Gräf für ihr herausragendes Engagement für den Kissinger Zweigverein und zeichnete sie mit dem Grünen Band aus.
Die Singgruppe des Klubs unter der Leitung von Hans Lickel steuerte das Kreuzberglied zur guten Stimmung bei und der Weibischof freute sich besonders, dass auch sein eher nachdenkliches Kissinger Hütte Lied "Wo der Blick weit in die Ferne geht" vorgetragen wurde. Da hatte die Stimmung allerdings schon ihren Höhepunkt erreicht und der Sandberger Pfarrer Hubert Grütz wünschte sich, das Lied nochmals an einem klaren Wintertag mit Freunden zu singen: "Auch dann ist die Kissinger Hütte ein Haus der Begegnung und der Blick geht weit in die Ferne".
Weiterer Bericht folgt
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