Bad Kissingen
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Immer mehr freies Wlan in Bad Kissingen

Zahlreiche Hotspots in der Innenstadt ermöglichen kostenfreies Surfen. Mindestens zwei sollen demnächst durch "Bayern-Wlan" dazu kommen.
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Wer seine Eindrücke in sozialen Medien posten oder einfach nur im Internet surfen möchte, kann das an immer mehr Stellen in Bad Kissingen über freie Wlan-Zugänge tun.Ralf Ruppert
Wer seine Eindrücke in sozialen Medien posten oder einfach nur im Internet surfen möchte, kann das an immer mehr Stellen in Bad Kissingen über freie Wlan-Zugänge tun.Ralf Ruppert
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Fächerfontäne, tausende Rosen, Regentenbau oder Kurgarten: In Bad Kissingen gibt es an jeder Ecke wunderschöne Foto-Motive. Wer seine Schnappschüsse mit dem Handy online stellen will, kann das an immer mehr Punkten in der Stadt kostenfrei über ein öffentliches Wlan-Netz tun. In der Kurstadt können sich Passanten bereits jetzt von Hotspot zu Hotspot hangeln.
An der Ludwigsbrücke etwa stellt die Stadt seit kurzem einen kostenlosen Zugang zum "Bayern-Wlan" bereit. Die Benutzung ist denkbar einfach: Den Eintrag "@BayernWLAN" in der Liste verfügbarer Netzwerke auswählen und im Browserfenster auf "Verbinden" klicken. Damit werden automatisch die Nutzungsbedingungen akzeptiert und es kann nach Herzenslust gesurft werden. Zumindest fast: Ein eingebauter Filter verhindert den Zugriff auf jugendgefährdendes Material.


Stadt will Lücken schließen

"Wir hatten bereits eine gewisse Ausleuchtung durch private Anbieter", sagt Rathaus-Sprecher Thomas Hack. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der östlichen Innenstadt (siehe Grafik). "Deshalb haben wir uns für die beiden strategisch günstigen Punkte Marktplatz und Ludwigsbrücke entschieden." Die Einrichtung am Marktplatz verzögert sich aufgrund des Umbaus des Alten Rathauses aber voraussichtlich bis Ende des Jahres.
Weitere Zugänge der Stadt sind laut Hack in naher Zukunft nicht geplant. "Man darf nicht vergessen, dass es bereits die Vodafone-Hotspots gibt." Im Netz des privaten Mobilfunk-Betreibers können Passanten bis zu 30 Minuten gratis surfen. Danach wird's kostenpflichtig: Die Nutzer können Tickets für Zeiträume von einer Stunde bis zu einem Monat erwerben.


Laufende Kosten trägt Betreiber

Am Landratsamt in der Fußgängerzone sowie am Finanzamt in der Erhardstraße hängen ebenfalls Router, die mit Bayern-Wlan verbinden. An den Einrichtungskosten beteiligte sich der Freistaat Bayern über das bayerische Förderprogramm mit jeweils 2500 Euro, die laufenden Kosten müssen selbst getragen werden. "Wir haben zwei Hotspots, die den Bereich um das Landratsamt abdecken. Einer in Richtung Fußgängerzone und einer in Richtung Eisenstädter Platz", berichtet Sprecher Steffen Höffler.
Als dritter vom Freistaat geförderter Standort ist das Luitpoldbad angedacht. Dort wurde im Zuge des Umbaus die nötige Verkabelung bereits durchgeführt. "Das Gebäude ist grundsätzlich ausgerüstet", versichert Frank Walter von der "HKL Ingenieurgesellschaft". Ein Termin fürs Freischalten steht allerdings noch nicht fest. Laut Iris Hartmann von der Staatsbad GmbH sind Spielbank, "Immobilien Freistaat Bayern" und Finanzkasse für den Hot Spot zuständig. Aber auch die Staatsbad Gmbh selbst will das Förderprogramm nutzen: Kurgarten, Tourist-Information Arkadenbau und Wandelhalle seien bereits "ausgeleuchtet" worden, um Stellen ohne Wlan zu finden: "Zur Zeit wird das Ergebnis der Ausleuchtung geprüft", berichtet Hartmann.
Zudem bieten auch in Bad Kissingen bereits etliche Freifunker kostenlose Hotspots an. Unter anderem beteiligen sich das Sanatorium "Uibeleisen" und das Parkhotel "Cup Vitalis" an der nicht-kommerziellen Initiative. Ziel der Bewegung ist es, ein sogenanntes vermaschtes Netzwerk zu bilden, in dem der Datenverkehr automatisch über die nächstgelegenen Router weitergeleitet wird. Für den Alltagsgebrauch ist das System in Bad Kissingen aufgrund der geringen Beteiligung jedoch noch nicht geeignet. Erleichtert wird die Einrichtung freier Wlan-Netze durch den Wegfall der sogenannten Störerhaftung, durch die Anbieter für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich gemacht werden konnten. Dazu wurde Ende Juli das Telemediengesetzes geändert.
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