Historie

Vorbereitungen für das Heimatfest in Fuchsstadt

Vom 25. bis 28. August feiert Fuchsstadt vier Tage lang seine 1110-jährige Geschichte. Wie vor zehn Jahren gibt es ein umfangreiches Programm.
Der Festzug durch den Ort wird wie schon 2007 der Höhepunkt des Heimatfests sein. Foto: Archiv/Karlheinz Franz
 
von ARKADIUS GUZY
Peter Hart hält ein ausgedrucktes Blatt Papier in der Hand. "Da steht alles drauf, was ich heute noch erledigen und wen ich noch anrufen muss. Es waren schon mal zwei oder drei Seiten", sagt der Bürgermeister (CSU/ UWG) von Fuchsstadt. Er ist federführend für die Organisation des Heimatfests verantwortlich. Das soll wieder wie vor zehn Jahren ein großes Spektakel werden.

"Wir machen es so umfangreich wie beim letzten Mal", sagt Hart. Am kommenden Wochenende gibt es mehr als 20 Stationen im Ort mit Ausstellungen und Vorführungen. Der Umzug am Sonntag besteht aus 50 Gruppen. Er soll wieder eine besondere Attraktion für die Besucher werden. Vor zehn Jahren säumten Hunderte von Menschen die Zugstrecke.

Es sei eigentlich nicht lange darüber diskutiert worden, ob es in diesem Jahr wieder ein Heimatfest geben solle, erklärt der Bürgermeister. Das habe ihn positiv überrascht.

Das erste Heimatfest fand 1977 statt. Seitdem wird es alle zehn Jahre veranstaltet. Getragen wird das Fest von den 18 Clubs und Vereinen im Ort. Ein zehnköpfiger Ausschuss mit Hart als Bürgermeister und zugleich Vereinskoordinator an der Spitze stimmt alles ab.

Die Vorbereitungen für die vier Tage sind längst angelaufen. So haben die Museums- und Landmaschinenfreunde Anfang August Getreide nach alter Art geerntet und zu Garben gebunden. Ein neues Team hat sich gefunden, das beim Fest den Backofen anschüren wird. Die Gruppe hat das Befeuern des Ofens auch schon einmal geprobt.

"Bei Heimatfest helfen alle mit", erklärt Ludwig Deschner. Er hat sich mit einem besonderen Kapitel Fuschter Geschichte befasst: König Ludwig I. besuchte einst den Ort während eines Kuraufenthalts in Bad Kissingen, um dem Pfarrer zum 50-jährigen Priesterjubiläum einen Orden zu verleihen. Damals wurde extra eine Wand zwischen zwei Räumen in der Schule eingerissen, um einen größeren Saal zu erhalten, berichtet Deschner. Nach dem Besuch sei die Wand dann wieder hochgezogen worden.

Auch sonst spielt Geschichte beim Heimatfest eine große Rolle, schließlich jährt sich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes, die auf das Jahr 907 datiert. Sie ist der Grund, weshalb alle zehn Jahre groß feiert wird.
Die Bewohner können sich aber auch über aktuelle Ereignisse freuen. So ist die Ortsdurchfahrt seit einigen Tagen wieder frei. Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen. Auch die Schule ist seit vergangenem Jahr saniert. Im kommenden Frühjahr folgt noch die Mehrzweckhalle. Wie der Bürgermeister berichtet, war das Heimatfest außerdem für einige Hauseigentümer Anlass ihre Anwesen herzurichten.


Das Heimatfest findet von Freitag, 25. August, bis Montag, 28. August, statt. Den Auftakt macht am Freitag ein Heimatabend der Fuschter Vereine im Festzelt. Er beginnt um 19.30 Uhr.

Am Samstag und Sonntag sind jeweils von 11 bis 18 Uhr im ganzen Innenort Stationen und Ausstellungen zu Geschichte und Vereinsleben von Fuchsstadt zu sehen. Am Samstag gibt es ab 12 Uhr frischen Plootz aus dem Dorfbackofen. Am Samstagabend spielen ab 20.30 Uhr die "Troglauer Buam" im Festzelt. Am Sonntag gibt es vor dem 9.30 Uhr-Gottesdienst eine Kirchenparade. Nach der Messe ist Frühschoppen und ab 11 Uhr gibt es Mittagessen im Festzelt. Am Abend ist dort ab 18 Uhr Festbetrieb.

Der Höhepunkt des Heimatfestes ist der Zug durch den Ort am Sonntag. Daran nehmen 50 verschiedene Gruppen und Wagen teil. Zu sehen sind zum Beispiel historische Fußgruppen, alte Landmaschinen und Darstellungen verschiedener Handwerksberufe. Aufstellung ist um 13.30 Uhr. Der Festzug startet um 14 Uhr.

Zum Festausklang am Montag gibt es ab 17 Uhr Kesselfleisch. Zuvor findet ein Seniorennachmittag statt.

Für Besucher werden genügend Parkplätze außerhalb des Ortskerns ausgewiesen sein. Sie finden sich zum Beispiel im Gewerbegebiet und im Bereich des Neubaugebiets. Für den Festzug ist der Innenort abgesperrt.
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