Oberthulba
Gemeinderat

Straßenzustand digital erfasst

Mit Spezialgeräten hat eine beauftragte Firma die Straßen im Bereich des Marktes erfasst. Die Ergebnisse stellte Rainer Weinhart jetzt dem Gemeinderat vor.
Artikel einbetten Artikel drucken
Dringenden Handlungsbedarf gebe es für drei Prozent der erfassten Straßenflächen.  Foto: Thomas Mäuser/Archiv
Dringenden Handlungsbedarf gebe es für drei Prozent der erfassten Straßenflächen. Foto: Thomas Mäuser/Archiv
Auf Erkundungsfahrten mit Spezialkameras wurde der Straßenzustand im Bereich des Marktes Oberthulba erfasst. Rainer Weinhart vom beauftragten Infrastrukturbüro Kosima aus Esslingen gab dem Marktgemeinderat jetzt einen Lagebericht.
Dringenden Handlungsbedarf für eine baldige Sanierung des gemeindlichen Straßennetzes sah Weinhart für knapp drei Prozent. Würde man alles sanieren, so entspräche das geschätzten Sanierungskosten in Höhe von etwa 22 Millionen Euro. Die Straßen seien dreidimensional erfasst worden, inklusive des Begleitgrüns an den Straßenrändern. Die Ergebnisse seien digital verwertbar. Bürgermeister Gotthard Schlereth: "Das ist eine zeitgemäße Methode, ähnlich wie für die Erfassung des Kanalsystems."
Der Elektromotor ist der zukünftige Antrieb für Auto und Fahrrad. Zumindest die E-Bikes sind laut Jürgen Metz von der Stabsstelle L1 des Landkreises Bad Kissingen kräftig auf dem Vormarsch. Da braucht es auch Tankstellen für Strom im "Raum mit besonderem Handlungsbedarf", wie dieser dünn besiedelte, aber touristisch interessante, Landkreis bezeichnet wird. Jetzt beschlossen die Marktgemeinderäte aus Oberthulba ihren Beitritt zu einer interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Elektromobilität.
Mit einem weiteren integralen Konzept "Sturzflut-Risikomanagement" soll seitens der Kommunen im Landkreis eine brauchbare Antwort auf die immer häufigeren Unwetter gesucht werden. Über die Allianz Kissinger Bogen soll das Pilotprojekt auf die Beine kommen, erklärten sich die Räte mit ihrem Beschluss solidarisch. Bürgermeister Gotthard Schlereth hofft auf hohe Fördergelder.


Thema Hallenausschuss

"Die Wählergruppen sollten sich Gedanken machen, wer in dem Hallenausschuss sitzen soll", empfahl Schlereth. Gemeint waren die Mehrzweckhalle Oberthulba und die Thulbatalhalle. Einig waren sich die Räte, dass es bei den Projekten rund um diese Hallen oft um viel Geld gehe. "Da sollten die Bürger ein Wörtchen mitreden, nicht nur die Vereine", meinte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Kolb (BV Thulba). Das Thema Hallenausschuss werde weiter im Gespräch bleiben, versprach Schlereth.
Eine ordentliche Buchführung des Kämmerers Klaus Blum bestätigte Frank Mersdorf (CSU/FWG), Vorsitzender des örtlichen Rechnungsprüfungs-Ausschusses. Die Räte erteilten Blum daraufhin Entlastung zur Jahresrechnung 2016. Zur Kenntnis nahmen sie das Prüfungsergebnis der Allianz Fränkisches Saaletal, das die Anerkennung des vorgeschlagenen Kernwegenetzes im Bereich der Marktgemeinde ausweist.
Bei der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung entschieden sich die Räte für Normalstrom. Die bestehenden Verträge laufen nämlich bald aus.
Keine Einwände gab es gegen die Sanierung "Altstadt und Erweiterungsgebiet" der Stadt Bad Kissingen sowie gegen die Aufhebung des Bebauungsgebietes in Windheim.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren