Oberthulba
Jubiläum

Reise ins Blütenzauberland

Märchenhaft wurde es bei der Jubiläums-Tanzgala des Orienttanz-Studios Hammelburg in der Mehrzweckhalle Oberthulba.
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Die Erfüllung des Zeichens tanzen die "Rosen der Oase" mit den Isis-Schwingen. Winfried Ehling
Die Erfüllung des Zeichens tanzen die "Rosen der Oase" mit den Isis-Schwingen. Winfried Ehling
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Eine traumhaft-fantasievolle und spannende Präsentation bot die Jubiläums-Tanzgala des Orienttanz-Studios Hammelburg, das seinen 20. Geburtstag in der Mehrzweckhalle Oberthulba feierte. Das orientalische Märchen "Das verschlossene Gefäß" und die Choreografie dazu entwickelte Studioleiterin Christiane Schramm selbst.
Rund 100 junge Tänzerinnen standen bereit, um die Geschichte von Freude und Glück, drohendem Unheil und Suche nach dem Hoffnungsstrahl in getanzten Bildern darzustellen und begeisterte damit ein vielköpfiges Publikum in der vollbesetzten Halle.
Die Farben des Blütenzauberreiches werden grau, wenn der Gefäßdeckel geöffnet wird - die Absicht finsterer Mächte. Morgiana (Christiane Schramm) und ihren "Blüten des Orients" obliegt es, dem bösen Ansinnen mit getanzter Anmut entgegenzutreten. Die mit klangvollen Phantasienamen versehenen Tanzteams zeigten zunächst die Lebensfreude und Harmonie im Blüten-Zauberland. Doch da kam schon die erste Warnung.
Noch immer in der Fröhlichkeit und im Tanz gefangen, schlug das graue Unheil mit den "Flammenden Blüten des Vulkanfeuers" zu. Die bunten Farben verblassten langsam. Da erträumte die Wächterin des Gefäßes (Morgiana) ein Rätsel, das vielleicht eine Lösung bot. "Wo Gold und Silber sich verbinden, dort werdet ihr die Rettung finden". Gold und Silber? Das können nur die Schätze des Blütenreiches sein, glaubt sie, und lässt flugs den Reichtum des Landes zusammentragen.
Doch die dunkle Macht zeigt daran kein Interesse. Sie will die Farben. Jetzt versuchen es die Blütenfeen mit den "Hüterinnen des Tores", kampfbereite Kriegerinnen, deren Säbel ebenfalls aus Gold und Silber geschmiedet sind. Auch sie können nichts ausrichten, die Farben sind inzwischen verblasst.
Eine geheimnisvolle Gestalt (Helen Faust), die einen Schattentanz aufführt, hilft den Verzweifelten mit einem Vers weiter. "Wo Sonne und Regen sich vereinen, dort wird ein Hoffnungsstrahl erscheinen". Es ist ein Strohhalm an den sich die Wächterin und die Blüten des Orients klammern. Doch plötzlich fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen. Da, wo sich Sonne und Regen vereinen, ist doch der Regenbogen, der Hoffnungsstrahl.
Tatsächlich gelingt es den "Rosen der Oase" und den "Orchideen im Wüstensand" mit vielfarbig, leuchtenden Kugeln und den Schwingen des Isis-Tanzes den bunten Regenbogen herbeizuholen und dem bösen Treiben Einhalt zu gebieten, was die Bewohner des Zauberlandes mit einem großem Fest feiern.
Fast könnte das wundervolle Märchen, mit seiner Fantasie und Hingabe , ein Teil aus "1000 und einer Nacht" sein. Doch die Schöpferin ist Morgiana. "Ich habe es mir zu unserem Jubiläum ausgedacht und die Musik ausbildungs- und altersgerecht angepasst", informiert sie. Gespickt mit Schleier-, Solo-, Tambourin-, Fächer- und Flügeltänzen, erschuf sie damit eine nicht alltägliche Tanzshow, die sich messen kann.
Christiane Schramms Dank galt abschließend den Akteuren, darunter ihre Tochter - die hervorragende Erzählerin Carina - ihren Söhnen Marco und Sandro sowie ihrem Vater Edgar, die sich bei Musik und Technik einbrachten, der Familie für die Unterstützung und dem hingerissenen Publikum. Besondere Anerkennung galt den langjährigen Tänzerinnen, von denen Helen Faust seit 15 Jahren den Blüten des Orients angehört. Mit Spenden aus der eintrittsfreien Gala unterstützt sie den Hammelburger Bürgerbus und die Tafel.
Am Orienttanz Interessierte finden "Morgianas OrienTraum" in Hammelburg in der Bahnhofstraße 43. Infos und Kursangebote können unter der Internetadresse www.Morgiana.de oder unter den Rufnummern 09732-6144 und 0178 6193422 eingeholt werden.
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