Hammelburg
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Oldtimer gehen bei der Bocksbeutel-Rallye an den Start

Alte Automobile und Motorräder sind am Wochenende auf dem Hammelburger Marktplatz zu erleben.
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Der Hammelburger Marktplatz gehört am Samstag und Sonntag den Oldtimern. Foto: Archiv/Arkadius Guzy
Der Hammelburger Marktplatz gehört am Samstag und Sonntag den Oldtimern. Foto: Archiv/Arkadius Guzy
Es hat schon etwas von einem Familientreffen. Seit mehr als 30 Jahren kommen alle zwei Jahre Oldtimer-Fans aus ganz Deutschland mit ihren Fahrzeugen zur Bocksbeutel-Rallye angereist. Die Veranstaltung erfreut sich mehr den je ihrer Beliebtheit.

Alle Startplätze sind belegt. Fast 200 Teilnehmer gehen am kommenden Samstagmorgen mit ihren historischen Motorrädern oder Automobilen auf die aus zwei Etappen bestehende Rundfahrt. Es gab wieder so viele Anfragen, dass etlichen Interessenten abgesagt werden musste, erklärt Karlheinz Franz aus dem Team des AMSC Hammelburg. "Viele freuen sich darauf, die anderen Teilnehmer wiederzusehen", sagt Franz.

Aber irgendwo muss der Verein eine Grenze ziehen. "Es tut uns sehr leid, Interessenten ablehnen zu müssen. Aber mehr als 200 Teilnehmer sind organisatorisch nicht mehr vernünftig zu handhaben", sagt Fahrtleiter und AMSC-Vorsitzender Ralf Deinlein.

Die Fahrer und Mitfahrer erwartet das gewohnte Rallye-Vergnügen: eine rund 80 Kilometer lange Runde am Vormittag und eine etwa 45 Kilometer lange Runde am Nachmittag. Diesmal streift die Rallye dabei die Nachbarlandkreise Schweinfurt und Main-Spessart.

Trotz des gewohnten Rahmens ändert sich die Rallye von Mal zu Mal. Neue, junge Oldtimer kommen dazu. So macht die Gruppe der Fahrzeuge, die die Altersgrenze von 30 Jahren gerade überschritten haben, einen bedeutenden Teil des Starterfelds aus. Mehrere 911er von Porsche oder VW Golf GTI sind unter den jungen alten Autos zu finden.

Von diesen Youngtimern reicht das Aufgebot der Rallye fast hundert Jahre zurück in die Automobilgeschichte. Das älteste Fahrzeug im Starterfeld ist ein Morris Cowley, Baujahr 1926. Die ältesten Motorräder stammen ebenfalls aus der zweiten Hälfte der 1920er Jahre. Allerdings fehlen diesmal die historischen Fahrräder. Es sind zu wenig Anmeldungen eingegangen.

Denn anlässlich von 200 Jahren Fahrradgeschichte liefen viele Konkurrenzveranstaltungen, erklärt Franz. Außerdem gebe es noch dazu in Weinböhla, wo mehrere der Stamm-Radler wohnen, ein Stadtfest. Da sei Anwesenheit Pflicht.

Wieder zum Programm gehört das Bocksbeutel-Oldtimertreffen am Sonntag. Es habe sich bei der Premiere beim letzten Mal bewährt. Das Treffen richtet sich an alle Old- und Youngtimer-Besitzer aus der Region. Sie können ganz ohne Voranmeldung teilnehmen.

Auch wenn es bereits die 18. Bocksbeutel-Rallye ist, sei die Organisation nie Routine, sagt Franz. So gestaltet sich zum Beispiel die Streckenplanung aufwendig: Die Rundfahrt soll abseits der Hauptrouten durch touristisch reizvolle Gegenden führen, das ist der eigene Anspruch. Zudem müsse die Strecke für alle Fahrzeuge zu bewältigen sein: Wie bei einem Familientreffen soll auf die Betagten Rücksicht genommen werden.


Die Bocksbeutel-Rallye startet am Samstag, 16. September, um 9.30 Uhr auf dem Marktplatz. Gegen 12.25 Uhr werden die Teilnehmer dort zurückerwartet. Für die zweite Etappe gehen die Fahrzeuge ab 13.30 Uhr an den Start. Kurz vor 15 Uhr sind die ersten wieder zurück.

Am Sonntag, 17. September, findet auf dem Marktplatz das Bocksbeutel-Oldtimertreffen statt. Es ist für jeden Besitzer eines alten Automobils oder Motorrads offen. Wer ein historisches Fahrzeug hat, kann ab 10.30 Uhr einfach vorbeifahren und sich im Sprecherwagen melden.
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