In Rot drei gesenkte silberne Spitzen, im Schildfuß belegt mit einem blauen Wellenbalken: zwischen den Spitzen schwebend vorne ein silberner Bischofsstab, hinten ein goldenes Johanneskreuz. So lautet die heraldische Wappenbeschreibung des Marktes Oberthulba, die in der zugehörigen Wappensatzung verankert ist. Das Wappen einer Gemeinde sei ein schützenswertes Gut, erinnerte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Kolb (BV Thulba) an allzu freizügige Verwendung dieses Hoheitszeichens durch Dritte. Die Marktgemeinde will in solchen Fällen zuvor gefragt werden, so der einhellige Beschluss der Räte, der den Erlass der Wappensatzung bestätigte.

Vis a vis dem Eingang zum Gasthaus Schwarzer Adler soll der zukünftige Marktbrunnen als zentrales Element neu aufgestellt werden. Da das heutige Gasthaus in vergangenen Jahrhunderten auch die Gerichtsstube beherbergte, könnte die neue Brunnenfigur auf das Thema Justiz hinweisen. Zurzeit laufe eine Ausschreibung für einen künstlerischen Wettbewerb zu einem Gestaltungskonzept, bestätigte Kolb. So sind die Räte auf die demnächst eingereichten Künstler-Vorschläge gespannt. Der Marktbrunnen soll als belebendes Element seinen Platz in der Mitte finden und auf die Historie hinweisen. Besonderes Augenmerk der Räte erhielten die Themen Plantanz und Planbaum. Die Räte brachten in Erinnerung, dass früher traditionell um den Planbaum auf dem Marktplatz getanzt wurde. An diesen alten Brauch erinnert heutzutage noch das Planfest, das es alle 25 Jahre gibt.

Grünes Licht erhielt der Auftrag für die neuen Heizungen für den Bauhof Oberthulba sowie die alte Schule und das Treppengiebelhaus in Thulba. Die Installationsarbeiten gingen für insgesamt rund 51 500 Euro an die mindestbietende Firma Jörg Grom aus Burkardroth. Verbunden mit den drei neuen Heizungen ist die Umstellung von Öl auf Gas, das die Bad Kissinger Stadtwerke liefert. Die bisherige Heizungsanlagen seien mehr als 20 Jahre alt, bestätigte Kolb.

Wie schon in den vergangenen Jahren beschlossen die Räte, die sozialen Bemühungen des Caritas-Verbandes im Landkreis Bad Kissingen mit 50 Cent pro Einwohner im kommenden Jahr zu unterstützen. Allerdings wurde diese Entscheidung für den Antrag der Caritas mit 16:1 Stimmen beschlossen. Zur Kenntnis nahmen die Räte, dass der Bebauungsplan "Obere Dick" aus Stangenroth im zweiten Bauabschnitt geändert werden soll.