Die Renaturierung hat nicht nur einen neuen Naturraum geschaffen.

Die Modellierung des Geländes soll auch den Abfluss im Falle von Hochwasser verbessern. Martin Rottenberger vom Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen erläuterte beim Gewässernachbarschaftstags die Umgestaltung als Beispiel für eine der jüngsten Schutzmaßnahmen. Die Teilnehmer besichtigten den neuen Mehrgenerationenplatz mit Wasserspielgerät, der entstanden ist.

Am Anfang habe der Wunsch gestanden die Toiletten am Gelände umzubauen, wie Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD/FWG) sagte. Er habe noch als Gemeinderat aber ein Gesamtkonzept gefordert. Kickuth bezeichnete die Renaturierung des Deisselbachs als sehr gelungene Maßnahme.

Der Deisselbach zeigt allerdings nicht auf seiner ganzen Länge ein solches naturnahes Bild wie an seinem neue gestalteten Unterlauf. An mehreren Stationen entlang des Bachlaufs zeigte Rottenberger die für viele Gewässer typischen Probleme: So ist der Deisselbach in der Ortslage von Elfershausen begradigt und durch die Bebauung eingeengt. Dichter Bewuchs an den Uferseiten kann für zusätzliche Probleme sorgen.

Der Deisselbach hat ein Einzugsgebiet von rund sieben Quadratkilometern. Das kann ihn in einem ungünstigen Fall bei Starkregen zu einer potenziellen Überschwemmungsgefahr für den Ort machen. Dem soll vorgebeugt werden, um die Bebauung zu schützen. Daher ist die Renaturierung und Geländemodellierung nur der erste Teil des Hochwasserschutzes. Zusätzlich ist ein Regenrückhaltebecken in Ortsnähe geplant, wie der Bürgermeister erklärte.

Zunächst müsse ein Büro die Gewässer im gesamten Gemeindegebiet begutachten. Danach solle das Regenrückhaltebecken so schnell wie möglich gebaut werden.