Hammelburg
Tourismus

Am Samstag öffnen Hammelburger Höfe

Das Höflesfest mitten im August hat sich über die Jahre zu einer beliebten Veranstaltung entwickelt, die auch viele auswärtige Gäste anzieht.
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Festbesucher zwängen sich durch die Winzergasse.Foto: Archiv/Gerd Schaar
Festbesucher zwängen sich durch die Winzergasse.Foto: Archiv/Gerd Schaar
Einige Besucher haben bereits Zimmer gebucht. Brigitte Keidel von der Touristinformation weiß, dass das Höflesfest bei vielen Besuchern außerhalb der Region beliebt ist - auch wenn sich das Fest in den vergangenen Jahren etwas gewandelt hat.

Denn einige rein private Hofbesitzer, die keinen Weinbau oder sonstigen geschäftlichen Hintergrund haben, haben sich zurückgezogen. "Das Höflesfest bedeutet drei Tage Arbeit: einen Tag Vorbereitung, einen Tag Festbetrieb und einen Tag mit Aufräumen", sagt Keidel. Eine Hauptschwierigkeit für die einzelnen Hofbesitzer ist immer, genug Helfer zu rekrutieren - zumal in der Ferienzeit.

So ist Keidel jedes Jahr aufs Neue froh, dass sich genügend teilnehmende Anwesen finden. Keidel unterstützt die Höflesgemeinschaft Hammelburg, den eigentlichen Veranstalter hinter dem Fest, von Seiten der Touristinformation. Sie ruft zum Beispiel die Vorbereitungstreffen zusammen. So verfolgt Keidel die Geschichte des Höflesfests seit dem Beginn im Jahr 2004. Das nächste Mal übernimmt allerdings eine Kollegin ihre Aufgabe, da Keidel dann schon in Ruhestand sein wird.

Am kommenden Samstag sind acht Höfe dabei. Nach längerer Pause ist zum Beispiel der Hof in der Dalbergstraße neben dem Rineckerhaus wieder geöffnet. Dort wohnt seit einem Jahr die Familie Lange. Als sie das Anwesen gemietet haben, sei ihnen nahegelegt worden, dass sie ja beim Höflesfest mitmachen könnten, sagt Ulrike Lange. Der Terminkalender ist für die Familie gerade in diesen Tagen sehr dicht gepackt. Es gibt viele Veranstaltungen, auf denen die Langes mit ihrem Weingut vertreten sind. Dennoch haben sie sich entschieden, beim Höflesfest teilzunehmen.

Die Mitarbeiter und Söhne stehen als Helfer bereit. Fränkische Mehlklöße wird es in dem Hof unter anderem zu essen geben. "Ich habe schon einmal hochgerechnet, was ich alles einkaufen muss", sagt Lange. Da der Hof etwas beengt ist, werde vor dem Haus ein Schankwagen aufgestellt. Der Rineckerhof gleich nebenan ist ebenfalls geöffnet, sodass der WC-Wagen gemeinsam genutzt werde.

Alles muss für die Besucher gut organisiert sein. Jeder Hofbesitzer ist dafür selbst verantwortlich. Das Höflesfest bietet den Besuchern Einblick in sonst verborgene Winkel der Hammelburger Altstadt. Das macht den Reiz des Fests aus.

Das Höflesfest am Samstag, 19. August, wird um 18 Uhr im Hof bei Familie Lange in der Dalbergstraße eröffnet. Die Chorgemeinschaft MGV Hammelburg singt zur Begrüßung. Einige der teilnehmenden Höfe bieten aber schon ab 15 Uhr Kaffee und hausgemachte Kuchen.

Acht Höfe sind in diesem Jahr geöffnet: der Hof des Kellereischlosses, der Brennereihof Fella, der Hof des Hotels Deutsches Haus, der Hof des Lebenshilfe-Wohnheims, der Hof der Einhorn Apotheke, der Hof der Familie Müller in der Winzergasse, der Rineckerhof in der Dalbergstraße und der Hof der Familie Lange gleich nebenan.

Durch die Höfe ziehen musizierend diesmal die Gruppen "Rhöner Blechle", "DAB - Die andere Blasmusik", die "Pfannenflicker" aus Wasserlosen, "Sax for Session", die Fränkischen Dorfmusikanten aus Ballingshausen, Frankenland, "Ä Weng" und Musiker Conny Albert.

Vor der Eröffnung bietet die Tourist-Information am Vor- und Nachmittag mehrere Rundgänge zur Geschichte und Weinbaugeschichte der Stadt. Um 11 Uhr startet ein Stadtspaziergang. Bei einer Führung ab 14 Uhr können die Teilnehmer einen Weinbaubetrieb besuchen. Bei einer Weinbergswanderung ab 15.30 Uhr erzählt Susanna Fella von ihren Erfahrungen in einer neuseeländischen Weinbauregion. Und um 16.30 Uhr geht es auf die Altstadtrunde.
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