Obererthal
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Neuer Ortssprecher für Obererthal

Hans Schönau tritt die Nachfolge von Albert Trost an. Er ist nun der erste Ansprechpartner, wenn es um Belange des Stadtteils Obererthal geht.
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Die Insignien des Ortssprechers: Hans Schönau hält nun Schelle und Fahne in seinen Händen. Foto: Arkadius Guzy
Die Insignien des Ortssprechers: Hans Schönau hält nun Schelle und Fahne in seinen Händen. Foto: Arkadius Guzy
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Er war bereits beim letzten Mal zumindest kurz als möglicher Kandidat im Gespräch gewesen. "Ich habe schon länger an dem Amt gekratzt", sagte Hans Schönau am Rande der Ortsversammlung. Nun hat es für ihn geklappt: Er ist der neue Ortssprecher für den Stadtteil Obererthal.

Bei der Wahl am Donnerstagabend bekam er 95 von 116 Stimmen. Zehn Wahlzettel waren ungültig. Die restlichen Stimmen verteilten sich auf sechs andere Personen.

Schönau ist ab jetzt bis 2020 Ortssprecher, bis zum Ende der laufenden Kommunalwahlperiode also. Darüber hinaus will er das Ehrenamt auch nicht behalten, wie er nach der Wahl erklärte. Ein Jüngerer solle dann an die Reihe. Schönau ist bereits 72 Jahre alt.

Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) überreichte ihm als Symbole für die neue Aufgabe Ortsfahne und Schelle. Mit Läuten kenne er sich aus, spielte Schönau auf sein Engagement als Küster an.

Schönau war der einzige Kandidat, der sich in der Ortsversammlung zur Wahl stellte. Armin Wahler, dessen Name von den Obererthalern zuerst in die Runde geworfen worden war, hatte das für sich selbst abgelehnt.
Da Schönau damit keinen Gegenkandidaten hatte, durften die Stimmberechtigten noch andere Personen auf ihre Wahlzettel schreiben, sodass nach der Auszählung eben noch sechs weitere Ortsbewohner einige Stimmen bekamen. Schon im Vorfeld der Versammlung war Schönau allerdings als möglicher Ortssprecher genannt worden.

In seiner neuen Funktion vertritt Schönau den Stadtteil gegenüber der Stadtverwaltung. Er ist für diese der Ansprechpartner, wenn es um Angelegenheiten geht, die den Ort betreffen. Er kann Anträge stellen und in den Stadtratssitzungen mitberaten.

Die Neubesetzung des Ortssprecherpostens war notwendig geworden, da der bisherige Ortssprecher, Albert Trost, sein Amt mit Zustimmung des Stadtrats zum 30. April niedergelegt hatte. Trost hatte die Aufgabe seit 2008 inne. Er trat offiziell aus gesundheitlichen Gründen zurück. Hinter seiner Entscheidung steht aber wohl auch, dass er seine Person aus den aktuellen Angelegenheiten im Ort ein Stück weit heraushalten will.

Bürgermeister Warmuth würdigte zu Beginn der Versammlung Trosts Engagement für den Stadtteil. Er nannte den Radweg von Obererthal nach Thulba und den Freien Platz als Beispiele für Bauvorhaben, die Trost als Ortssprecher begleitet hatte. Er habe die kollegiale und die persönlich freundschaftliche Zusammenarbeit geschätzt, sagte Warmuth. Daher will er noch eine Gelegenheit finden, um Trost in einem angemessenen Rahmen als Ortssprecher zu verabschieden.

Hans Schönau ist 72 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Köln. Von 1964 bis 1966 führte ihn die Bundeswehr nach Hammelburg. Danach zog er nach Norddeutschland, kehrte 1969 jedoch wieder zurück. Seitdem lebt er in Obererthal. Schönau arbeitete als Disponent bei FAG in Elfershausen. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Einer der beiden ist Lehrer an der Mittelschule.

Hans Schönau sagt von sich selbst, dass er in allen Vereinen aktiv ist. Er hat Fußball gespielt und war Trainer. Er gehört der Feuerwehr und dem Musikverein an. Außerdem ist er Küster.
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