Bilanz

Der Holzverkauf bringt Gewinne

Ihre Ergebnisse präsentierten Revierleiter Tobias Wallrapp und FBG-Geschäftsführer Fabian dem Gemeinderat.
Der geplante Hiebsatz vom 4900 Festmetern Holz ist im Gemeinderwald nahezu hundertprozentig erfüllt.  Foto: Gerd Schaar
 
von GERD SCHAAR
Der Gemeindeforst Wartmannsroth sorgt für weiterhin schwarze Zahlen bei den Erlösen. Zum Jahresende 2016 gab es ein Plus von knapp 147 000 Euro aus dem Holzverkauf. Der geplante Hiebsatz vom 4900 Festmetern (fm) ist fast hundertprozentig erfüllt. Revierleiter Tobias Wallrapp mit Geschäftsführer Fabian Menzel von der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Rhön-Saale gaben dem Gemeinderat das Ergebnis aus 2016 bekannt und präsentierten den Ausblick auf 2017.


Revierförster hört auf

Das zu erwartende Ergebnis für heuer werde mit knapp über 100 000 Euro geringer als im Vorjahr ausfallen, stellte Wallrapp die zukünftige Finanzplanung vor. Gerundet 18 000 Euro weniger Einnahmen und 27 600 Euro mehr Ausgaben machen den Gewinnunterschied aus. Grünes Licht für die Planung und die Anerkennung der FBG gab es vom Gemeinderat per einstimmigen Beschluss. Bürgermeister Jürgen Karle bedauerte, dass Wallrapp nur noch bis Ende März Revierförster für den Gemeindewald Wartmannsroth sein werde. Wallrapp gehe aus persönlichen Gründen. Karle: "Es ist bedauerlich, aber das muss man akzeptieren." Die Räte stimmten zu, dass hier gute Forstarbeit geleistet wurde. Ein Nachfolger für den Revierförster sei noch nicht in Sicht.

Die Einschlags-Planung sieht heuer einen Soll-Hiebsatz von knapp 5000 Festmetern vor. Davon entfallen 145 Festmeter auf die Jungbestandspflege, 450 Festmeter auf die Jungdurchforstung, 1580 Festmeter auf die Altdurchforstung und 2800 Festmeter auf die Endnutzung. Dass die Ausgaben gestiegen sind, liegt unter anderem auch an der Investition mit 25 000 Euro für neue Pflanzungen.

Buchen in den Abteilungen Geishecken, Vorderes und Hinteres Weidig sowie Ergänzungs-Pflanzungen mit verschiedenen Tannensorten in den Abteilungen Schafruh und Heinzenschlag sind geplant. Weitere Kosten in Höhe von 15 000 Euro entstehen durch den Wegebau. Vorgesehen sind Instandsetzungen von 1200 Meter in der Abteilung Kürles und 1500 Meter in der Abteilung Heiligenholz. Etwa 5500 Meter Hauptwege in Leiten und Matzenhag sollen gepflegt werden.


Dauerthema Friedhöfe

Ein Dauerthema für die Gemeinde Wartmannsroth sind weiterhin die Friedhöfe und die damit verbundene Gebührenpolitik, die vom Landratsamt hinterfragt worden war. Nachdem jetzt mit 12:1 Stimmen der Abschreibungs-Zinssatz für die Leichenhäuser der Friedhöfe im Gemeindebereich beschlossen wurde, entflammte die Grundsatzdiskussion um Stilllegungsflächen erneut. Karle betonte, dass sich momentan an der Benutzungsgebühr für die Leichenhäuser nichts ändern werde. Im übrigen sei diese Gebühr von den Grabgebühren zu trennen. Langfristiges Ziel sei es, diese Grabgebühren durch Nutzungsgebühren zu ergänzen, welche die allgemeine Friedhofspflege durch die Gemeinde betreffen.


Bestandsschutz

"Die Stilllegungsflächen abgelaufener Gräber sollen nicht automatisch zu Umgestaltungsflächen werden", stellte Karle klar. Die Familiengräber sollen Bestandsschutz genießen, so Karle. Also sei da eine Nachbelegung möglich. "Das kollidiert aber mit unserem alten Beschluss", wandte Gabriel Vogt ein. Er war sich mit Herbert Aul im Zweifel, ob der alte Beschluss aufzuheben sei. Schließlich stimmten die Räte mit 12:1 für den Erhalt des alten Beschlusses, der dahingehend erweitert wurde, dass bestehende Gräber innerhalb der Stilllegungsflächen Bestandsschutz haben.

"Es geht also hauptsächlich ums Geld und nicht um die Umgestaltung", stellte Markus Kurz fest. "Für eine Planung braucht die Gemeindeverwaltung den Ratsbeschluss, sagte Verwaltungsleiter Daniel Görke. Erst dann erst sei überhaupt eine Umgestaltung möglich. Stefan Schottdorf vermutete: "Das Problem wird sich mit dem zukünftigen Generationenwechsel von selbst erledigen, denn der Trend geht zu immer weniger Grabpflege." Autofahrer, die bisher mit viel Gas durch die Dörfer heizten, müssen statt mit einem enttäuschten Smily fortan mit gebührenpflichtigen Fotos rechnen.


Zwei Radarkontrollen pro Monat

Jetzt beschlossen die Räte, dass im Rahmen der von Hammelburg geleiteten Verkehrsüberwachung zweimal monatlich die Geschwindigkeitskontrolle erfolgen soll. "Ich bin auf das Ergebnis gespannt", sagte Karle.
Zur Kenntnis gab er außerdem, dass im Rahmen des Umbaues des Waizenbacher Gemeinschaftshauses die Küche dort auch neu gefliest werde. Die von der Gemeinde getragenen Materialkosten bezifferte er mit rund 1500 Euro.
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