Oerlenbach

Gutes Jahr für FBG Rhön-Saale

Vorstand und Geschäftsleitung der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale (FBG) haben positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 präsentiert.
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Ludwig Hilpert (Mitte), langjähriger Vorsitzender der drei Waldkörperschaften Busch, Heckig und Kuhplatz in Ebenhausen sowie Beigeordneter im Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale, wurde von deren Geschäftsführer Fabian Menzel (links) und dem im Amt bestätigten Vorstand (von links) Gotthard Schlereth (Oberthulba), Peter Hart (Fuchsstadt) und Jürgen Karle (Wartmannsroth) verabschiedet. Foto: Sigismund von Dobschütz
Ludwig Hilpert (Mitte), langjähriger Vorsitzender der drei Waldkörperschaften Busch, Heckig und Kuhplatz in Ebenhausen sowie Beigeordneter im Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale, wurde von deren Geschäftsführer Fabian Menzel (links) und dem im Amt bestätigten Vorstand (von links) Gotthard Schlereth (Oberthulba), Peter Hart (Fuchsstadt) und Jürgen Karle (Wartmannsroth) verabschiedet. Foto: Sigismund von Dobschütz
Das Jahresergebnis 2016 der Forstbetriebsgemeinschaft Rhön-Saale (FBG) schloss mit einem Gewinn von fast 35 000 Euro, die Rücklagen sind auf 220 000 Euro angestiegen. Diese und andere positive Zahlen präsentierten Vorstand und Geschäftsleitung der Mitgliederversammlung in Oerlenbach.

"Wir sind sehr froh über das Ergebnis", meinte Geschäftsführer Fabian Menzel, auch wenn der Gewinn etwas niedriger als im Vorjahr ist. "Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb und müssen keine hohen Gewinne machen." Die Zahl der Mitglieder aus zehn kommunalen Waldbesitzern, acht Körperschaften und über 390 Privatwaldeigentümern sei auf 410 gewachsen, 2016 habe man 20 neue gewinnen können. Auch zu den 9550 Hektar Waldfläche bei Jahresschluss, davon knapp 7800 Hektar in kommunalem Eigentum, "sind auch schon wieder ein paar Hektar hinzugekommen". Erfreulich sei auch der Anstieg an Waldpflegeverträgen für eine Gesamtfläche von knapp 6700 Hektar.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 31 000 Festmeter Holz (Vorjahr 35 000) im Gesamtwert von knapp zwei Millionen Euro verkauft. Dies sei ein "nicht bemerkenswerter Rückgang". Vor allem den Verkauf von Eichenholz habe die FBG von neun auf einen Anteil von 17 Prozent aller Hölzer steigern können. Ursache war ein weitaus besserer Marktpreis als noch vor fünf Jahren. Menzel: "Das haben wir ausgenutzt." Auch den Verkauf von Buche konnte die FBG leicht steigern. "Es wäre schön, wenn aus den Privatwäldern mehr Holz käme", meinte der Geschäftsführer angesichts der aktuellen Preislage.

Anschließend legte die Geschäftsleitung ihren ausgeglichenen Haushaltsplan 2017 in Höhe von 322 000 Euro den Mitgliedern zur Genehmigung vor. Auf der Einnahmenseite tragen die Waldpflegeverträge mit 190 000 Euro den größten Anteil bei, gefolgt von den Vermarktungsprovisionen mit 90 000 Euro. Bei den Ausgaben machen allein die Personalkosten mit 265 000 Euro einen Anteil von 82 Prozent aus, gefolgt von den Kosten für Dienstfahrzeuge mit 20 000 Euro.

Die drei gleichberechtigten Vorsitzenden Gotthard Schlereth (Bürgermeister von Oberthulba), Peter Hart (Bürgermeister Fuchsstadt) und Jürgen Karle (Bürgermeister Wartmannsroth) wurden einstimmig wiedergewählt. Längeren Diskussionsbedarf gab es bei der Neuwahl der neun Beisitzer, aufgeteilt in sechs weitere Bürgermeister als Vertreter der kommunalen Waldeigentümer, einen Vertreter der Waldkörperschaften und zwei Privatwaldbesitzer. Zuvor hatte man sich überlegt, Euerdorfs zweiten Bürgermeister Karl Kaufmann zusätzlich in die Riege der Beisitzer aufzunehmen. Doch Forstoberrat Bernhard Zürner, Abteilungsleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Bad Neustadt/Saale), sah als Wahlleiter nach gültiger Satzung hierfür keine Möglichkeit. So wurde dann doch der ursprüngliche Wahlvorschlag einstimmig genehmigt.

In seinem Jahresausblick bat Geschäftsführer Menzel alle Privatwaldeigentümer, vor größeren Maßnahmen sich unbedingt vorher mit der FBG abzustimmen: "Es gibt Vorgaben, es muss passen." Auch beim Kauf von Pflanzen oder Arbeitsgeräten sollten sie die FBG-Sammelbestellung am 1. Oktober nutzen, wodurch Rabatte um 25 Prozent möglich sind. "Bei Motorsägen sind sogar 30 Prozent drin."

AELF-Abteilungsleiter Zürner wies auf Fördermöglichkeiten hin. 2016 seien allein im Landkreis mehrere Waldumbau- und Pflegemaßnahmen mit insgesamt 420 000 Euro gefördert worden. Außerdem sollten die Waldbesitzer auf Borkenkäfer achten. "Momentan sind wir hier noch im moderaten gelben Bereich", verglich Zürner den Landkreis mit südbayerischen Regionen. "Aber gehen Sie achtsam durch Ihren Wald."
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