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Treffen

Globetrotter-Treffen: Wo sich Weltreisende sammeln

Abenteurer und Weltenbummler haben sich beim Globetrotter-Treffen vom feuchten Wetter nicht die Stimmung vermiesen lassen.
Ein echtes Original: Brünnger Rolf aus Waldeck ist mit seinem Klappwohnwagen aus Holz zum 16. Globetrotter-Treffen nach Nickersfelden gereist. Fotos: Peter Rauch
 
von PETER RAUCH
Bad Bocklet/Nickersfelden"Es lohnt sich, hierher zu kommen - es ist jedes Jahr wieder schön und interessant", so äußerten sich auch dieses Jahr wieder Kerstin und Michael Schulz bei ihrem Besuches des "Globetrottertreffens" 2017 in Nickersfelden. Die beiden gebürtigen Berliner, die heute in der Oberpfalz leben, kamen schon mehrmals zu Rudis Globetrottertreffen, immer mit dem eigenen DB 911 Allrad, mit dem sie mangels Urlaub im Augenblick noch nur in Deutschland touren. Zum 16. Mal schon veranstaltet Rudi Kleinhenz dieses Treffen der Weltenbummler, das sich bei inzwischen rund 150 Teilnehmern eingependelt hat.

Wegen des feuchtkalten Wetters blieben in diesem Jahr etliche der Radtouristen aus, dafür kamen andere mit Autodachzelten, Wohnwagen oder Wohnmobilen. Gerade letztere, die großen meist älteren Fahrzeuge, von denen wirklich schon viele die Welt gesehen hatten, machten dem Veranstalter in diesem Jahr die meisten Sorgen.


Pfleglicher Umgang mit der Wiese

Er habe ein sehr gutes Verhältnis zum Eigentümer der benutzten Saalewiesen, eigentlich zu allen 64 Einwohnern von Nickersfelden, und daher möchte er nicht, dass die erst kurz vorher gemähte Wiese von den Allradfahrzeugen "umgepflügt" werde. Was Rudi Kleinhenz einigen der Weltenbummler nur leise andeutete, ist für andere ebenso Gesetz: Die Wiese, die für zweieinhalb Tage zum Mekka der Globetrotter wurde, sieht am Sonntagnachmittag noch fast genauso aus wie am Freitag, als die ersten Gäste anreisten.

Keiner der beiden im Marktgemeindeteil befindlichen Ackerschlepper musste eingesetzt werden, um einen der Globetrotter samt seinem Fahrzeug aus der inzwischen überfeuchten Wiese zu ziehen. Glücklich schätzen sich all diejenigen, die ihr Vorzelt, ihr Sonnensegel fürs "Womo" mitgebracht hatten, denn immer wieder ziehen zumindest am Samstag dunkle Wolken auf, und es gibt einen mehr oder minder langen Guss von oben. So spielt sich vieles in diesem Jahr im Veranstaltungszelt ab, das schon seit Jahren dazugehört.

Am Samstagabend las der ehemalige Erste Polizeihauptkommissar, Buchautor, Blogger, Weltenbummler und Ländersammler Wolfgang Stoephasius aus seinem neuen Buch "In 70 Jahren um die Welt". Lange Zeit galt der ehemalige Kriminaler als Deutschlands "Ländersammler Nummer Eins", unzählige Ein- und Ausreisestempel in seinen Pässen zeugen von seiner regen Reisetätigkeit, über die er in Nickersfelden berichtete.


Im Wohnwagen nach Marokko

Mit einem Oldie von Wohnwagen ist Brünnger Rolf aus Waldeck angereist. Der fast gänzlich aus Holz gefertigte und mit Glasscheiben versehene Klappwohnwagen wurde Mitte der fünfziger Jahre gebaut und hat es damals schon bis nach Marokko geschafft. Ganz soweit, zumindest keine so weite Anreise, hatten Uwe Thull und Peter Rössner. Die beiden Kissinger sind nicht zum ersten Mal beim Rhöner Globetrottertreffen.

Uwe Thull, der mit seinem SUV vor allem Spanien erkundet, holt sich hier viele allgemeine Sicherheitshinweise, erfährt etwas über gute Übernachtungsplätze und trifft in Nickersfelden vor allem Gleichgesinnte. Peter Rössner, ehemals langjähriger Mitveranstalter der Kissinger Offroadmesse "Abenteuer und Allrad" meint scherzhaft: "Nickersfelden ist schon eine Herausforderung", aber schließlich treffe man hier alle Couleur von Globetrottern vom Radfahrer bis zum Eigentümer von riesigen Allradwohnmobilen.
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