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Bilanz

Der Neustart ist gelungen

Mit dem Kissinger Sommer 2017, seinem ersten, kann Intendant Tilman Schlömp zufrieden sein. Nur die Platzausnutzung zwickt ihn noch.
Von viereinhalb Wochen Hochkultur nur ein bisschen gezeichnet: Tilman Schlömp blickt mit einer gewissen Genugtuung auf seinen ersten Kissinger Sommer zurück. Foto: Ralf Ruppert
 
von THOMAS AHNERT
Natürlich konnte Tilman Schlömp mit seinem ersten und eigenen Kissinger Sommer hoch zufrieden sein. Der Intendantenwechsel lief letztlich unproblematisch, das künstlerische Niveau konnte mindestens gehalten werden, und die allermeisten Besucher, die ihn ansprachen, waren voll des Lobes über das Konzertangebot und das Ambiente.


Mit den Ausgaben im Plan

Aber ein bisschen nagt es doch in ihm: "Die Platzausnutzung lag bei 70 Prozent", sagte Schlömp in der Bilanzpressekonferenz. Das waren schon einmal mehr. "85 Prozent können bei einem solchen Festival erreicht werden, und das ist auch unser Ziel." Er sieht allerdings auch einen Grund zum Optimismus: "Die Menschen haben nach dem Wechsel erst einmal abgewartet. Aber ab Anfang Juli sind die Verkaufszahlen deutlich in die Höhe gegangen." Auf dieser Höhe werden sie im nächsten Jahr vermutlich starten. Zudem waren auch dieses Mal schon elf Veranstaltungen restlos ausverkauft.

Er kann sich aber auch damit trösten, dass die Ausgaben niedriger und die Sponsoreneinnahmen höher waren als im letzten Jahr. Bei Einnahmen von etwas über 1 Million Euro und Ausgaben von 1,6 Millionen Euro für Künstlerhonorare und Nebenkosten liegt das wirtschaftliche Ergebnis in dem vom Stadtrat vorgegebenen Rahmen. Unterm Strich steht im Vergleich zu 2016 ein deutlicher Minderaufwand von 400 000 Euro.


Die Jugendlichen aktiviert

Schlömp und Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) waren sich einig, dass der Kissinger Sommer 2017 das Profil des Festivals spürbar verändert hat. "Es ist in den viereinhalb Wochen so etwas wie ein Festival-Feeling in der Stadt entstanden", sagte Blankenburg. Durch die Öffnung des Festivals sei es gelungen, neue Besucherkreise zu akquirieren, ein Weg, der in der Zukunft fortgesetzt werden soll.

Blankenburg verwies in dem Zusammenhang auf das Konzert mit Nigel Kennedy im Luitpoldpark, Schlömp auf die Education-Projekte mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem BBC Symphony Orchestra, die die Jugendlichen aus ihrer passiven Haltung herausgeholt hätten. Die Bremer als Orchestra in residence hätten nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer Präsenz viel zu der guten Stimmung beigetragen.


Neue Formate, neue Kontakte

Der Erfolg vieler neuer Konzertformate, nicht nur der "Palastrevolution", ist für Schlömp ebenso ermutigend wie die Begeisterung der Menschen: "Die Künstler werden nicht mehr abgeschottet. Dadurch entstehen viele neue Kontakte und Projekte." Es sei ein schöner Moment gewesen, "als die Bremer als Fan-Group beim Konzert des City of Birmingham Symphony Orchestra im Saal saßen. Da wurden alte Beziehungen wieder erneuert."

Auf die vielen neuen Aspekte hatte Blankenburg bereits beim Abschlussempfang der Stadt im Weißen Saal hingewiesen: "Die neuen Formate tun der Stadt und dem Kissinger Sommer gut", sagte er und verwies auch hier auf das Nigel-Kennedy-Konzert im Luitpoldpark - oder auf das neue "Orchestra in residence": "Die Bremer, so hatte ich den Eindruck, haben die Stadt im Handstreich erobert." Es habe aber auch ein Wiedersehen mit vielen Bekannten gegeben, die eine gewisse Kontinuität signalisiert hätten. Blankenburg dankte allen, die dafür gesorgt hatten, dass alles geklappt hat, allen voran Tilman Schlömp, der zum ersten Mal die Verantwortung getragen habe: "Herzlichen Glückwunsch! Das war ein gelungener Einstand."


"Den Mut bewahren"

Kurdirektor Frank Oette nannte einige Erfolgsfaktoren, darunter die Säle und ihre Inszenierung und die hohe Qualität der 62 Veranstaltungen: "Das Festival ist näher an die Stadt herangerückt." Der neue Intendant habe mutig und progressiv den Kissinger Sommer weiterentwickelt. Diesen Mut und diese Geduld müsse man bewahren: "Die Stadt hat es verdient."

Der so Angesprochene dankte allen Entscheidungsträgern und Förderern - und allen Mitwirkenden. Er nutzte die Gelegentheit, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einmal namentlich vorzustellen, die vor und hinter den Kulissen ohne Rücksicht auf Arbeitszeiten für einen reibungslosen Betrieb gesorgt haben.

zum Thema "Kissinger Sommer"

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