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Kontrollen

Brücken zum Teil in schlechtem Zustand

Mit dem Zustand der Brücken beschäftigte sich der Gemeinderat Bad Bocklet in seiner Sitzung. Die Noten reichen von 2,4 bis 3,5. Ergebnis sind Teilsperrungen
Im schlechtesten Zustand in der Marktgemeinde ist die Saalebrücke in Nickersfelden. Hier sind Beschränkungen notwendig.Björn Hein
 
von BJÖRN HEIN
In der Gemeinderatssitzung in Bad Bocklet wurde unter anderem das Ergebnis der Brückenprüfungen im Markt vorgestellt. Hierzu war Ralph Rellig von der Rellig Ingenieure GmbH Bad Kissingen vor Ort, der diese durchgeführt hatte. Er wies darauf hin, dass das Wertungssystem von der Note 1 bis zur Note 4 geht, wobei die Beurteilung nach genau festgelegten Kriterien erfolgt. Dabei fasst er die wesentlichen Befunde zusammen.


Noch ist eine Sanierung möglich

Die Brücke über die Henneberg-Straße in Aschach, die im Jahr 1969 gebaut wurde, erhielt dabei eine Zustandsnote von 2,8. Hier wurde unter anderem die flächige Abplatzung von Beschichtung und Beton an der Kappe bemängelt, was ein Frost-Tausalz-Schaden ist. Die Kappenbeschichtung liege hohl und habe sich abgelöst, die Übergangsfuge sei undicht, was zum Eindringen von Wasser führe. Ein weiteres Problem hier sei, dass der Fahrbahnübergang nur mit einer einfachen Vergussfuge versehen ist und dieser gerissen sei. Die undichte Übergangsfuge habe zur Folge, dass sich am Widerlager der Brücke Wasser durchdrückt, was das Bauwerk weiter schädige. "Außerdem muss nach aktuellen Vorschriften ein Seil im Handlauf eingebaut werden", so Rellig. Er gab aber Entwarnung: "Die Brücke ist in einem Zustand, in dem man noch sanieren kann.


Neusetz in Aschach: Zum Teil gerissen

Die Zustandsnote 2,4 erhielt die Brücke am Neusetz in Aschach. Erbaut wurde sie um das Jahr 1950 herum, im Jahr 1989 wurde sie ertüchtigt. Neben Korrosionen unter der Brücke wurde hier bemängelt, dass der Fahrbahnübergang, der mit einer einfachen Vergussfuge realisiert wurde, gerissen und undicht ist. Auch die Fuge zwischen Bordstein und Kappe ist aufgerissen.


Kirchensteg Steinach: Unter Denkmalschutz

In schlechterem Zustand ist der Kirchensteg (Stahlsteg) in Steinach. Er wurde im Jahr 1880 erbaut und erhielt die Zustandsnote 3,5. "Dieser Bereich ist denkmalgeschützt", merkte Rellig an, was eine Sanierung nicht leicht macht: hier müsse mit dem Denkmalschutz Rücksprache gehalten werden. Ein Problem sei, dass das genietete Zierstabgeländer eine Höhe von 85 cm aufweise, wobei heute eine Sollhöhe von 1 m bzw. 1,20 m bei Radverkehr vorgeschrieben sei. "Außerdem sind die Winkelprofile unterdimensionert", merkte Rellig an. An den Stahlträgern sei Korrosion festgestellt worden, auch dass der Stahlträger direkt in Führungsleisten auf das Mauerwerk aufgelegt ist, führe zu Problemen, die nicht leicht zu lösen sind.


Bogenbrücke Steinach

Die sich anschließende Bogenbrücke am Kirchensteg in Steinach bekam die Note 2,8. Auch sie wurde 1880 gebaut und steht unter Denkmalschutz. Das Holmgeländer sei nur knapp 80 cm hoch, was zu niedrig ist. An den Geländerpfeilern sind zudem Risse und Mörtelausbrüche feststellbar, weil hier der Handlauf starr eingespannt ist. Zudem sind diese an mehreren Stellen locker.


Saalebrücke in Hohn, Roth und Nickersfelden

Die Saalebrücke in Hohn wurde im Jahr 1977 gebaut und erhielt die Zustandsnote 2,5. Mit dem eingebauten Rohrgeländer ist nur eine unzureichende Sicherung gegen Absturz und Anprall gegeben, die müsste behoben werden. Zudem fehle an der Oberfläche der Brücke eine effektive Möglichkeit der Entwässerung, so dass es hier zu großflächigen Feuchtigkeitsschäden gekommen ist.

Die Saalebrücke in Roth, die im Jahr 1966 gebaut und Anfang der 90er Jahre saniert worden war, erhielt ebenso die Zustandsnote 2,5. Hier gebe es Frost-Tausalz-Schäden, was zu Betonabplatzungen geführt habe. Zudem ist der Fahrbahnübergang teilweise verrostet, überhaupt sei die Korrosion an der Brücke an einigen Stellen sehr massiv.


Langfristig Neubau nötig

Im schlechtesten Zustand in der Marktgemeinde ist die Saalebrücke in Nickersfelden, die die Zustandsnote 3,5 erhielt. Der Überbau wurde 1960 erneuert, der Unterbau ist nach Aussagen von Ralph Rellig wesentlich älter. Die Verankerung des Schrammbords auf beiden Seiten Richtung Roth sei durch einen Anprall um 6 cm herausgedrückt, außerdem ist die Verankerung unzureichend. Das Widerlager der Brücke ist in der Wasserwechselzone auf gesamter Breite ausgewaschen. "Außerdem haben wir zahlreiche offenen Mauerwerksfugen festgestellt", informierte Rellig. Die Mauerwerkssteine sind im Auflagerbereich locker, teilweise verschoben und ausgewaschen. "Langfristig wird man hier um einen Neubau nicht herumkommen", so der Ingenieur. "Wir müssen uns zeitnah überlegen, wie es hier weitergeht", so Bürgermeister Sandwall.

Betrachtet wurde auch der Geh- und Radweg "Aschachsteg" zwischen Aschach und Frauenroth, der die Zustandsnote 2,8 erhielt. Unter anderem ist hier die Geländerhöhe zu gering, der Pflasterbelag im Hinterfüllbereich ist außerdem abgesackt.


Badersgasse nur noch für Fußgänger

Einstimmig einigte sich der Gemeinderat, die Verwaltung zu beauftragen, die Brücke "Badersgasse" auf Fußgänger zu beschränken, ebenso wie der Hochwassersteg von Steinach nach Roth. An der Brücke in Nickersfelden entschloss man sich, die Tonnage auf 2,8 Tonnen zu beschränken sowie auf eine Breite von 2 m, gegebenenfalls 2,20 m, was man noch abklären müsse. Im Vorfeld soll zudem auf der Straße Roth - Nickersfelden ein Geschwindigkeitstrichter von 70 km/h auf 50 km/h eingerichtet werden.
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