Bad Brückenau
Straßenbau

Mehr Parkfläche ab November in Bad Brückenau

Die umfangreichen Arbeiten am Parkplatz "Altes Krankenhaus/Georgipark" in Bad Brückenau machen sichtbare Fortschritte.
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Der ausgediente Asphalt wird vom Parkplatz "Altes Krankenhaus/Georgipark" komplett abgetragen und dann per Lkw entsorgt. Vor dem Aufbringen der neuen Decke müssen in den nächsten Wochen unter anderem noch der Unterbau eingebracht und etliche Versorgungsleitungen verlegt werden.  Foto: Rolf Pralle
Der ausgediente Asphalt wird vom Parkplatz "Altes Krankenhaus/Georgipark" komplett abgetragen und dann per Lkw entsorgt. Vor dem Aufbringen der neuen Decke müssen in den nächsten Wochen unter anderem noch der Unterbau eingebracht und etliche Versorgungsleitungen verlegt werden. Foto: Rolf Pralle
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"In den vergangenen Tagen wurde der alte Asphalt abgetragen. In Kürze geht es an den neuen Unterbau", berichtet Peter Karl vom Büro für Bauleistungen im Rathaus über die Lage am Parkplatz "Altes Krankenhaus/Georgipark".

Diese Maßnahme wird nach Auskunft des Experten einige Wochen dauern. Schließlich müsste nicht nur das gesamte Gelände "auf Höhe gebracht" werden, darüber hinaus seien diverse Leitungen für die Entwässerung und die Stromversorgung zu verlegen.

Detailliert vorgestellt worden war die Entwurfsplanung für das Projekt vor rund einem Jahr im Stadtrat. Dabei hatte sich unter anderem herauskristallisiert, dass durch eine effektivere Nutzung und Anordnung auch die Zahl der Stellplätze erhöht werden könnte. Es ging seinerzeit aber nicht nur um den Parkplatz allein, sondern um die Neugestaltung des gesamten Umfelds auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern.


Kosten steigen

Aspekte wie Beleuchtung und Begrünung und ein allgemein ansprechendes optisches Erscheinungsbild kamen zur Sprache. Nach damaliger Berechnung sollten sich die Herstellungskosten einschließlich der Baunebenkosten auf etwa 330.000 Euro belaufen. Anfang Juni dieses Jahres vergab der Stadtrat einstimmig die Erd-, Entwässerungs-, Straßenbau- sowie die Beton- und Pflasterarbeiten als größte Auftragsposten an die Firma Georg Väth aus Oberbach mit einem Auftragsvolumen von rund 285.000 Euro. Mehrere Faktoren waren dafür ausschlaggebend, dass die Gesamtsumme für das Projekt zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf gut 389.000 Euro angestiegen ist, wovon rund 66.000 Euro auf die Baunebenkosten entfallen. So hätten sich nicht nur die sogenannten Einheitspreise erhöht. "Zusätzlich zu den vom Wasserwirtschaftsamt geforderten Hochwasserschutzmaßnahmen waren gewisse technische Dinge an der neuen Ufermauer zwingend notwendig", führt Peter Karl an. Außerdem muss aufgrund des erweiterten Heilquellenschutzgebietes für eine funktionierende Ableitung des Oberflächenwassers gesorgt werden, die bei den erhöhten Aufwendungen zu Buche schlägt. Das Oberflächenwasser darf nämlich nicht, wie ursprünglich geplant, in der Grünfläche versickert werden. Aus diesem Grund wird ein Anschluss über Sinkkästen an das Kanalnetz notwendig.

Die Neugestaltung des Parkplatzes "Altes Krankenhaus/Georgipark" wird die Stadtkasse nach aktuellen Berechnungen mit einem Eigenanteil von etwa 104.500 Euro belasten. Ungefähr 285.000 Euro kommen nämlich als finanzielle Mittel aus dem Bund-Länder-Programm III. "Wegen der neuen Sachlage hatten wir bei der Regierung von Unterfranken umgehend einen Antrag auf Nachförderung eingereicht, der auch bewilligt wurde", freut sich Peter Karl.

Dem Fachmann sind durchaus einige Stimmen aus der Bevölkerung nicht verborgen geblieben, "dass es bei der Parkplatzsanierung nicht so recht voran geht". Diese Meinungen könne er aber nicht so stehen lassen. Die Verantwortlichen seien sich vor Beginn der Maßnahme einig gewesen, dass der alte Parkplatz noch für die Besucher des Stadtfestes am letzten Juniwochenende zur Verfügung stehen sollte. Weiterhin hätte man die Auflagen der Behörden in das Projekt einarbeiten müssen. Und schließlich war Rücksicht auf die zweiwöchigen Betriebsferien der ausführenden Baufirma zu nehmen. "Man bemerkt leider nicht immer gleich alles, was passiert", sagt Karl. Er führt die fast fertige Uferbefestigung zum Mühlgraben an, die von der Ernst-Putz-Straße momentan wegen des abgesperrten Areals von den Passanten eben so gut wie gar nicht einsehbar ist.
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