Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit eine Satzung für die Bad Brückenauer Notunterkunft beschlossen. Mit dem Papier, so Michael Worschech von der Fachbereichs- und Geschäftsleitung im Rathaus, würden erhebliche Vorteile für die Verwaltung geschaffen. Die Verwaltung habe reagieren müssen, erläuterte Worschech den Kommunalpolitikern bei einer Sitzung in der Georgi-Kurhalle. Denn in der Vergangenheit war es mehrfach zu Problemen ganz unterschiedlicher Art in der Einrichtung in der Wiesenstraße gekommen, in der zeitweise drei Personen untergebracht waren. "Da treten zwangsläufig zwischenmenschliche Konflikte auf", ging der Verwaltungsfachwirt auf einige Vorfälle ein.


Bewohner seit einem Jahr da

Im Hinblick auf die Gebäudesicherheit und die ordnungsgemäße Unterbringung der Bewohner schaffe eine Satzung vor allem verbindliche Regeln und Möglichkeiten, geordnete Verhältnisse wieder herzustellen und zu sichern. Konkreter Anlass, das Thema auf die Tagesordnung des Stadtrates zu setzen, war ganz offensichtlich der Fall eines Mannes, der es sich nun schon seit rund einem Jahr in den Räumlichkeiten "recht bequem gemacht hat". Trotz mehrfacher intensiver Gespräche, unter anderem mit dem 2. Bürgermeister Jürgen Pfister, sei diese Person augenscheinlich gar nicht gewillt, sich eine andere Bleibe zu suchen. Ohne Satzung seien der Verwaltung hier bisher leider die Hände gebunden gewesen, was sich nun schnell ändern könnte.
Eine Diskussion im Ratsgremium brachte Manfred Kaiser (CSU) relativ schnell auf den Punkt. Allein schon der Begriff Notunterkunft mache deutlich, dass Bedürftigen hier schnell und nur für eine kurze Zeitspanne geholfen werden soll. Das bedeute "für ein paar Tage und nicht länger".