Bischofsheim an der Rhön
Ehrung

Dankeschön an Flüchtlingshelfer rund um den Kreuzberg

Kommunale Allianz dankt ehrenamtlichen Helfern.
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Ein Dankeschön an die ehrenamtlichen Deutschlehrer und in der Flüchtlingshilfe Engagierten sprach die Vorsitzende der Kreuzbergallianz, Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb, aus. Das Bild zeigt von links: Bischofsheims Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender der Kreuzbergallianz Georg Seifert, Hans Rott, Volker Dauscher, Grete Zirngibl, Lothar Lindner, Dr. Doris Pokorny, Doris Weidenhammer, Bürgermeisterin Birgit Erb, Angelika Kram und Ramona Fries (Gemeindeverwaltung Oberelsbach)...
Ein Dankeschön an die ehrenamtlichen Deutschlehrer und in der Flüchtlingshilfe Engagierten sprach die Vorsitzende der Kreuzbergallianz, Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb, aus. Das Bild zeigt von links: Bischofsheims Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender der Kreuzbergallianz Georg Seifert, Hans Rott, Volker Dauscher, Grete Zirngibl, Lothar Lindner, Dr. Doris Pokorny, Doris Weidenhammer, Bürgermeisterin Birgit Erb, Angelika Kram und Ramona Fries (Gemeindeverwaltung Oberelsbach). Foto: Marion Eckert
Um Flüchtlingen aus unterschiedlichen Herkunftsländern bei einer schnellen Integration unbürokratisch zu helfen, wurde innerhalb der Gemeinden der Kreuzbergallianz Deutschunterricht von ehrenamtlichen Deutschlehrern angeboten. Diesen Ehrenamtlichen ein Dankeschön für ihren Einsatz zu übermitteln, war ein Anliegen von Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb und Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert. "Das Erlernen der deutschen Sprache ist die wichtigste Voraussetzung für die Integration", betonte Erb.
In Oberelsbach kamen die engagierten Ehrenamtlichen zusammen. Neben dem Dank wurde die Zusammenkunft genutzt, um auf die bewegten Monate zurück zu blicken. Hans Rott erinnerte an die Anfänge im Oktober 2015 in der Ostheimer Schule. In drei Klassen wurden "Sprachförderungskurse" für gut 85 Schüler auf unterschiedlichem Niveau angeboten. Nachdem die Schulräume, aufgrund von baulichen Maßnahmen an der Schule, nicht mehr zur Verfügung standen, wurde der Unterricht in den Bereich der Kreuzbergallianz, in das Weisbacher Schulhaus verlegt. Parallel dazu gab es auch noch Unterrichtsräume in Nordheim. Bis Juli fanden die Kurse in Weisbach statt. Über 100 Flüchtlinge wurden mit den Grundlagen der deutschen Sprache vertraut gemacht. Eingestellt wurde der Sprachunterricht, nachdem immer mehr Flüchtlinge ihre Anerkennung bekamen und mit diesem Status den Zugang zu den staatlichen Integrationskursen.

Dass der Sprachunterricht in dem Gebiet der Kreuzbergallianz so effektiv und gut koordiniert angeboten werden konnte, sei neben Hans Rott, der für die Organisation zuständig war, auch Lothar Lindner und vor allem Volker Dauscher zu verdanken. Wie Bürgermeisterin Erb betonte, habe Dauschers berufliche Kompetenz und Erfahrung im Bereich der Erwachsenenbildung dies möglich gemacht. Während seines Berufslebens habe er Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, so entwarf und gestaltete er das pädagogische Konzept und die Unterrichtsmaterialien für die Sprachförderungskurse innerhalb der Kreuzbergallianz.

Dauscher dankte im Namen der ehrenamtlichen Deutschlehrer für die stets unbürokratische Unterstützung durch die politische Seite, die Rathausverwaltung und die Schulleitung. "Uns wurde die Arbeit so leicht wie möglich gemacht, das war vorbildlich." Natürlich sei die Weisbacher Schule mit ihrer Einrichtung auch ein idealer Standort gewesen. "Es hat uns Freude gemacht und es war auch ein Gewinn für uns Ehrenamtliche", fasste Dauscher zusammen. Es seien Freundschaften entstanden und Horizonte seien erweitert worden. "Wir haben tolle Menschen kennen gelernt", bestätigte Rott.

Insgesamt waren es elf ehrenamtliche Sprachlehrer. Die Herausforderungen lagen nicht nur im unterschiedlichen Leistungsniveau der Schüler sondern auch der unterschiedlichen Herkunft. Unter anderem kamen sie aus Syrien, der Ukraine, Somalia, dem Iran, Afghanistan, Usbekistan und Tschetschenien. Arabisch, Türkisch, Persisch (Dari), Russisch und afrikanische Stammessprachen waren die Muttersprachen. Mancher Deutschschüler benötigte eine Alphabetisierung, bei arabischer und persischer Herkunft musste die Schreibrichtung neu erlernt werden.
Doris Pokorny ist eine der Deutschlehrerinnen, die noch in Burgwallbach tätig ist. Eine Freude sei es stets gewesen die hochmotivierten Teilnehmer zu erleben. Bedauerlich sei allerdings, dass es solange dauere, bis Flüchtlinge ihren Anerkennungsstatus bekommen, um dann einen Integrationskurs besuchen zu können. Der zwischenzeitlich erteilte ehrenamtliche Sprachunterricht habe eine wichtige Lücke geschlossen. Einen Dank entrichtete die Bürgermeisterin an die Schulleitung der Valentin-Rathgeber-Grundschule in Weisbach, Schulleiterin Doris Weidenhammer und ihre Stellvertreterin Angelika Kram. Auch schwierige Situationen seien unbürokratisch und kooperativ gelöst worden.

Die Ehrenamtlichen engagierten sich nicht nur im Sprachunterricht, sondern darüber hinaus in Betreuung der Flüchtlinge, sei es durch Fahrdienste oder Unterstützung bei Behördengängen. Auch hierfür galt es Danke zu sagen, sei dies doch ein wesentlicher Beitrag zur Willkommenskultur gewesen, um geflüchteten Menschen das Ankommen in einem neuen Land und die Integration zu erleichtern. Auch wenn der Deutschunterricht in Weisbach nicht mehr angeboten wird, ist das ehrenamtliche Engagement in allen Gemeinden der Kreuzbergallianz nach wie vor vorhanden.
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