Naturschutz

Der Greifvogel mit scharfen Augen

Die Projektgruppe "Rotmilan" hat jetzt ihr neues Konzept zum Schutz der Greifvögel vorgestellt.
Ein prächtiges Tier ist Lucia, sie gilt mittlerweile als Maskottchen für das Rotmilanprojekt der Rhön.  Foto: Marion Eckert
 
Von 2014 bis 2020 ist der Arbeitsgemeinschaft der Rhöner Landkreise zum Schutz der bedrohten Rotmilane ein Bundesförderprojekt bewilligt worden. Jetzt wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. In Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen im Rotmilanprojekt, den Vogelschutzwarten von Bayern, Hessen und Thüringen sowie dem Büro Planwerk von Nidda entstand das "Schutz- und Entwicklungskonzept Rotmilan in der Rhön", das die Projektkoordination den Landräten der drei Landkreise überreichte.

Auf 208 Seiten spannt das Konzept den Bogen von der allgemeinen Biologie und Lebensweise des Rotmilans bis hin zu konkreten Maßnahmen, um die Horstsituationen und die Nahrungssituation im Lebensraum des Greifvogels zu verbessern.

Landrat Thomas Bold (CSU) würdigte als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Landkreise Bad Kissingen, Bad Neustadt, Fulda, Meiningen und Wartburgkreis das Konzept als wertvolle Arbeitsgrundlage, um die guten Rotmilanbestände in der Rhön dauerhaft zu sichern. Mit etwa 200 Brutpaaren beherbergt die Rhön rund ein Prozent des Rotmilan-Weltbestandes im Sommerhalbjahr. Damit hat die Rhön eine herausragende Bedeutung für den Schutz des bedrohten Greifvogels. Parallel zum Konzept wurden 150 Horststeckbriefe, pro Bundesland jeweils 50, erarbeitet. Diese enthalten neben der genauen Standortbeschreibung sehr konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Jahre.


Als wegweisend anerkannt

Stolz sind die Verantwortlichen darauf, dass das Konzept als wegweisend vom Dachverband der Deutschen Avifaunisten (Vogelkundler) gewürdigt wurde. Sicherlich einmalig ist auch die breite Unterstützung des Projektes durch zahlreiche Helfer. Rund 170 ehrenamtliche Kartierer haben länderübergreifend im Frühjahr 2016 geholfen, die Rotmilane möglichst lückenlos zu erfassen. Für dieses herausragende Engagement dankt Bold, stellvertretend für die Landräte der Arbeitsgemeinschaft Rhön, den Unterstützern.

Einsehbar ist das Konzept auf der Homepage des Biosphärenreservats und http://biosphaerenreservat-rhoen.de/_upl/br/_pdf/ schutzkonzept_rotmilan_rhoen_korrektur_2016_09_09.pdf

Gefördert wird das Rotmilanprojekt Rhön durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Bundesprogramm Biologische Vielfalt.
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