Geroda
Ausbildungstag

Der Feuerwehrdienst kann ziemlich anstrengend sein

Der gemeinsame Jugend-Ausbildungstag der Feuerwehren aus Geroda und Platz hat wieder stattgefunden.
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Rettung eines Verletzten im winterlichen Wald. Fotos: Achim Kohlhepp
Rettung eines Verletzten im winterlichen Wald. Fotos: Achim Kohlhepp
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War es in den vergangenen Jahren eher nass und wechselhaft, so war diesmal wirklich tiefster Winter. Bei 10 Grad unter Null mussten die Teilnehmer ganz schön in Bewegung bleiben, damit es ihnen nicht kalt wurde. Aber dafür war bei den verschiedenen Einsatzszenarien gesorgt.

Nach kurzer Begrüßung ging es zur Fahrzeugkunde in die Fahrzeughalle. LF 8/6 und TSF der beiden Ortswehren sowie der Vorausrüstwagen (VRW) der Wehr aus Bad Brückenau wurden den Teilnehmern erläutert. Währenddessen kam auch schon der erste Alarm. Wieder einmal hat die Brandmeldeanlage eines Wohnpflegeheims ausgelöst. Die alarmierten Wehren rückten zusammen mit einem Rettungswagens der Schnelleinsatzgruppe des BRK Bad Brückenau aus. Vor Ort stellte sich der Alarm allerdings als Fehlalarm heraus.


Sofort der nächste Alarm

Noch an der Einsatzstelle kam schon der nächste Einsatz. Eine Person war unter einem Bagger eingeklemmt. Eine echte Herausforderung für die Jüngsten. Denn auch die Gruppenführer und Einsatzleiter waren Jugendliche, die - natürlich hier und da mit Hilfestellung - die ihnen gestellten Aufgaben meistern mussten. Hier wurde manchem erst einmal deutlich, wie viele Informationen gleichzeitig auf die Führungskräfte einprasseln. Doch der Verunglückte konnte gerettet werden und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Nach diesem Einsatz wurde erst einmal gefrühstückt und vor allem heißer Kaffee getrunken. Beim Folgeeinsatz wurden die Teilnehmer zu einem Kleinbrand am Bauhof alarmiert. Nach der ersten Erkundung der Einsatzstelle stellte sich allerdings heraus, dass neben dem Löschen des Feuers noch die Rettung einer verletzten Person zu bewerkstelligen war. Er war beim Entzünden des Feuers durch eine Verpuffung verletzt worden und einen Abhang hinuntergestürzt. Somit wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Die Brandbekämpfung wurde mit dem LF 8/6 durchgeführt und der Verletzte nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst mittels Schaufeltrage gerettet.


Mehrere vermisste Personen

Nach dem Mittagessen kam wieder ein Alarm: Ein Brand in einer Scheune in Platz musste gelöscht werden. Mehrere Personen wurden vermisst. Da auch ausgebildete Atemschutzgeräteträger an der Übung teilnahmen, konnte die Personenrettung mit der entsprechenden Schutzausrüstung durchgeführt werden. Als Schwierigkeit stellte sich hier die Rettung des Arbeiters heraus, der bei Schweißarbeiten am Anhänger zwischen Kipper und Rahmen eingeklemmt wurde. Hier erwies sich der Rettungsspreizer der FF Bad Brückenau als sehr hilfreich.
Während die SEG und der Vorrüstwagen schon abgerückt waren, waren die Ortswehren noch mit dem Abbau beschäftigt. Da kam auch schon der nächste Einsatz. Ein abgestürzter Wanderer in den Schwarzen Bergen war von anderen Passanten entdeckt worden. Da er eine steile Böschung im verschneiten Wald abgestürzt war, mussten hier noch einmal alle mit ran, um den Verletzten schnellstmöglich zu retten und in den beheizten Rettungswagen zu bringen. Als das endlich geschafft war, ging es zurück zum Gerätehaus, und bei Kaffee und Kuchen ließen alle den Tag noch einmal Revue passieren.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Die Verantwortlichen hatten über Facebook und auch WhatsApp-Gruppen die Jugend aus Geroda und Platz eingeladen, bei diesem Tag einfach mal unverbindlich reinzuschnuppern und die Aufgaben der Feuerwehr kennenzulernen. Gekommen ist ... niemand.
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