Bad Kissingen
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Zwei Ämter für einen

Stadtrat Andreas Kaiser führt jetzt auch die Freien Wähler Bad Kissingen.
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Der neue Vorsitzende der Freien Wähler Bad Kissingen, Andreas Kaiser (rechts), nimmt die Glückwünsche seines Amtsvorgängers Ralph Kiesel entgegen. Foto: Sigismund von Dobschütz
Der neue Vorsitzende der Freien Wähler Bad Kissingen, Andreas Kaiser (rechts), nimmt die Glückwünsche seines Amtsvorgängers Ralph Kiesel entgegen. Foto: Sigismund von Dobschütz
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Der Garitzer Andreas Kaiser (45) ist nur wenige Wochen nach seiner Ernennung zum Stadtrat nun auch zum Vorsitzenden der Freien Wähler Bad Kissingen gewählt worden. Sein Vorgänger Ralph Kiesel hatte wegen beruflicher Beanspruchung und verstärkter Reisetätigkeit vorzeitig auf das Amt verzichtet, weshalb eine vorgezogene Neuwahl notwendig geworden war. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Rechtsanwalt Florian Arand (42, Garitz) im Amt bestätigt und der kaufmännische Angestellte Johannes Müller (24, Kernstadt) neu gewählt. Müller behält zusätzlich sein bisheriges Amt als Schriftführer.


Allseits gewünschte Verbindung

Die Verbindung beider Funktionen - als Vorsitzender der unabhängigen Wählervereinigung und als Stadtratsmitglied - wurde nicht nur von den Teilnehmern der Mitgliederversammlung, sondern auch vom Amtsinhaber selbst als vorteilhaft begrüßt: "Künftig ist der Kommunikationsfluss zwischen Verein und Fraktion einfacher und schneller." Mit der Neuwahl Kaisers sind nun auch die Freien Wähler wie die anderen Fraktionen mit ihrem Vorsitzenden im Stadtrat vertreten.


Gezielter ausrichten

In den kommenden drei Jahren will der 45-jährige Garitzer, beruflich Oberkommissar bei der Kripo Schweinfurt und privat Ehemann und Vater von vier Söhnen, die Freien Wähler mit Blick auf die 2020 anstehende Kommunalwahl programmatisch gezielter ausrichten und die Zahl der heute 40 zahlenden Mitglieder drastisch steigern. Eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen und Aktionen sollen dazu beitragen. Auch sollen die monatlich bisher nur in Hausen stattfindenden öffentlichen Stammtische wechselnd auf alle Stadtteile ausgeweitet werden.
Zu Beginn der Mitgliederversammlung hatte der scheidende Vorsitzende Ralph Kiesel (Kleinbrach) in seinem Rechenschaftsbericht auf die neue Homepage der Freien Wähler, die aktuellen Auftritte bei Facebook und Twitter sowie auf durchgeführte Aktionen hingewiesen. Besonders hob er die Stadtführung mit dem Landtagsabgeordneten Günter Felbinger und die Spendenaktion zur Anschaffung eines öffentlich zugänglichen Defibrillators am Feuerwehrhaus in Albertshausen hervor.

Protokollarischer Höhepunkt der Mitgliederversammlung war die Ernennung des langjährigen Mitglieds und wiedergewählten Kassiers Otto Funck (72), Träger der goldenen Bürgermedaille Bad Kissingens. Bereits 1972 war Funck als 28-jähriger Landwirt in Hausen der Wählervereinigung Kissinger Block beigetreten, einem Vorläufer der Freien Wähler. Über 40 Jahre war er Mitglied im Bad Kissinger Stadtrat, davon 18 Jahre gleichzeitig Mitglied des Kreistages. "Ich freue mich, dass mein Engagement auf diese Weise gewürdigt wird", bedankte sich Funck für die Ehrenmitgliedschaft und anerkannte augenzwinkernd, "dass sogar mein Name auf der Urkunde richtig geschrieben ist".
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