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Nationalpark

Waldbesitzer: Nationalpark bedroht Eichen und Arbeitsplätze

Ein dritter Nationalpark würde Arbeitsplätze und Eichen gefährden, sagen Waldbesitzer. Einem von beiden widerspricht eine Studie des Umweltministeriums.
Ein dritter Nationalpark würde Arbeitsplätze und Eichen gefährden, sagen Waldbesitzer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
 
von DPA
Die Waldbesitzer in Bayern machen sich Sorgen um die deutsche Eiche und um Arbeitsplätze in der Holzwirtschaft. "Ein Nationalpark im Spessart wäre eine Bedrohung für die Eiche, weil sie sich ohne menschliche Hilfe nicht gegen die Buche durchsetzen kann, die dann überhandnähme", sagte der Vorsitzende von ProHolz Bayern, Martin Bentele, anlässlich des internationalen Tags des Waldes am Dienstag. "Die Eiche als Wahrzeichen des Spessarts ist in 200 Jahren verschwunden, wenn der Wald nicht mehr bewirtschaftet wird."

Die Staatsregierung plant einen dritten Nationalpark neben Bayerischem Wald und Berchtesgaden. Als Regionen sind der Spessart sowie die Rhön und der Steigerwald im Gespräch. Das Aktionsbündnis ProHolz sieht 600 Arbeitsplätze in der lokalen Forst- und Holzwirtschaft bedroht, wenn Eingriffe auf 10 000 Hektar Wald unterbunden würden.


Studie des Umweltministeriums

In einer Studie für das Umweltministerium hatte der Würzburger Forstwissenschaftler Jörg Müller die Sorge um die Spessart-Eichen für grundlos erklärt: "Eine große nutzungsfreie Zone würde die Alteichen vor Übernutzung schützen und in nur 100 Jahren zu einer Verdopplung der Altbaumfläche führen."

Mehr als ein Drittel der Fläche Bayerns (37 Prozent) ist bewaldet. Mehr als die Hälfte davon ist Privatwald: Rund 700 000 Waldbesitzer gibt es in Bayern. Weil Kohlendioxid im Holz gespeichert wird, tragen Wälder und Holznutzung dazu bei, dass der Ausstoß des klimaschädlichen Gases um fast ein Viertel reduziert wird. "Ein aus Holz gebautes Haus speichert so viel CO2, wie sein Bewohner durch 40 Jahre Autofahren emittiert", sagte Bentele.

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