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Unfall: Holz-Laster räumt Schutzdach ab

Vermutlich blieb der Ladekran an der 4,50 Meter hohen Konstruktion hängen. Die Folge waren 70.000 Euro Schaden, eine vierstündige Sperrung der Staatsstraße und eine riesige Umleitung.
cEin Trümmerhaufen aus verbogenen Stahlträgern und zerborstenenem Holz zeugte gestern Morgen vom nächtlichen Unfall: Ein Holzlaster blieb am Schutzdach unter der Brücken-Baustelle hängen und riss die Konstruktion zu mehr als der Hälfte ein. Fotos: Ralf Ruppert
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Mindestens 70.000 Euro Schaden sind laut Polizei bei einem Unfall in der Nacht auf Freitag auf der Staatsstraße 2289 Höhe Riedenberg entstanden. Gegen 0.45 Uhr rammte ein mit Langholz beladener Sattelzug die dortige Behelfsschutzüberdachung unterhalb der Brückenbaustelle. Das massive Schutzbauwerk aus Stahlträgern und Holzbohlen stürzte bei dem Unfall zu einem guten Drittel ein, im Laufe der Nacht wurde es aus Sicherheitsgründen noch weiter abgebaut.

Das Dach über die Straße hat eine Durchfahrtshöhe von gut 4,50 Metern und war bis gestern rund 30 Meter lang. Es sollte Autofahrer vor herabfallenden Teilen während des Brückenbaus schützen, denn: Rund 30 Meter höher wird eine neue Autobahnbrücke über das Sinntal gebaut, direkt daneben wird ab kommenden Jahr die bestehende Brücke abgerissen.

Der 48-jährige Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld war von der Bundesstraße 286 kommend in Richtung Wildflecken unterwegs. Nach ersten Ermittlungen der Bad Brückenauer Polizei war der nicht eingefahrene Ladekran des Sattelzuges Ursache für den Unfall. Der Fahrer blieb unverletzt. Er war allein unterwegs.

Straßensperre bis kurz nach fünf Uhr


Die freiwilligen Feuerwehren aus Bad Brückenau und Riedenberg waren mit 25 Helfern im Einsatz, halfen , die Straße wieder für den Berufsverkehr frei zu machen, und leiteten den Verkehr um. Dazu gerufen wurden auch Mitarbeiter der Straßenmeisterei. Die Staatsstraße 2289 war wegen der Aufräumarbeiten bis kurz nach 5 Uhr gesperrt. "Die Beseitigung der auf die Fahrbahn gestürzten Stahlträger erledigte ein Vorarbeiter der an Baustelle tätigen Baufirma fast im Alleingang, wobei er mit seinem Teleskopstapler absolute Präzisionsarbeit ablieferte", heißt es im Bericht des Polizeipräsidiums Unterfranken.

"Der Laster hatte sich richtig unter den Stahlträgern eingekeilt", fasste Christian Pörtner, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Bad Brückenau, das Unfallbild zusammen. Allerdings konnte er sich aus eigener Kraft wieder befreien. Größtes Problem ist, dass es an der Stelle keine Umleitung gibt: Wer nicht die Schleichwege am Stockhof vorbei oder durch die Schwarzen Berge kannte, musste einen weiten Bogen fahren. Vor allem der überregionale Verkehr wurde entweder über Gefäll oder Langenleiten (Umweg rund 25 Kilometer) oder sogar um den Truppenübungsplatz Wildflecken herum (Umweg bis zu 40 Kilometer) umgeleitet.

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