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Schützen

Über Findungskommission zu neuem Vorstand

Die Hohner Schützen sind erst einmal führungslos.
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Schützenmeister Gerd Schmitt und Gaubogenreferent Manfred Koch ehrten Margit Hofmann und Gabriele Bauer für 25 Jahre.
Schützenmeister Gerd Schmitt und Gaubogenreferent Manfred Koch ehrten Margit Hofmann und Gabriele Bauer für 25 Jahre.
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40 Mitglieder und Freunde des Schützenvereins Hubertus-Hohn waren zur Jahreshauptversammlung zusammengekommen, doch die Neuwahlen fanden mangels Kandidaten nicht statt. Nun soll eine Findungskommission helfen.
Schützenmeister und Vorsitzender Gerd Schmitt zog in seinem Jahresbericht Bilanz für 2015. Er erinnerte an die zahlreichen Termine, unter anderem den Schützenball zu Beginn des Jahres , Schützenkönig wurde Manfred Bauer.
Neben den Terminen standen die Neubeschaffung von Dienstkleidung und die Neubeschaffung oder Reparatur der mittlerweile in die Jahre gekommenen Vereinsfahne auf dem Programm. Der Vorstand beschloss 2015 eine Satzungsänderung und die Erhöhung des Jahresmitgliedsbeitrages von 20 auf 30 Euro. Grund dafür waren die hohen Abgaben an den Schützengau.
Schmitt appellierte an die Dartgemeinschaft, die derzeit als Mieter die Räumlichkeiten des Vereins nutzt, sich dem Verein als Gruppe anzuschließen, "damit würden sich die Kosten für die Nutzung besser aufteilen und überwachen lassen".


Überschuss in der Kasse

Schatzmeisterin Karin Wollinger konnte für das Jahr 2015, dank zahlreicher Spenden und der angehobenen Mitgliedsbeiträge einen Überschuss nachweisen. Abschließend gab Martin Unrath als Sportleiter den Bericht der Luftgewehrschützen ab. Hier holte der Verein beim Gauschießen den 2. Platz mit 26/6 Mannschaftspunkten. Den Bericht der Bogenschützen verlas Schriftführerin Anna Unrath. Zum Jahresende zählte der Verein einen Mitgliederbestand von 136, davon 19 unter 21 Jahre.
13 Mitglieder wurden für ihre Vereinstreue ausgezeichnet. Für 25 Jahre wurden Günter Schmitt, Helene Wieschal, Oswald Kleinhenz, Gabriele Bauer und Margit Hofmann ausgezeichnet, für 40 Jahre Dieter Wieschal Hedwig und Annemarie Voll, Theresia Schmitt, Peter Limpert, Hans Lickel, Renate und Reinhold Jahrsdörfer.
Nach Entlastung des bisherigen Vorstandes bekundeten die Amtierenden unisono, nicht mehr für einen Vorstandsposten kandidieren zu wollen. Die Wahlkommission, die von Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU), Manfred Koch und einem weiteren Gast gestellt wurde, konnte nach minutenlanger, teilweise hitziger Diskussion keinen Kandidaten für einen Vorstandposten gewinnen. Sandwall schlug die Vertagung der Vorstandswahlen und die Benennung einer "Findungskommission" vor, die für eine zeitnahe außerordentliche Mitgliederversammlung eine Kandidatenliste erstellen solle.


Umwandlung in Dorfverein?

Schatzmeisterin Wollinger schlug vor, den Schützenverein in seiner Funktion aufzulösen und in einen Dorfverein umzubenennen, da die wenigsten des Schießens wegen sondern wegen der Gemeinschaft zu den Terminen und Festen kommen.
Der Vorschlag Sandwalls fand die Zustimmung der Mehrheit. Fünf Mitglieder erklärten sich bereit, in der Findungskommission mitzuwirken: Schützenmeister Gerd Schmitt, zweiter Schützenmeister Martin Unrath, Ortssprecher Jürgen Reuß sowie Wolfgang Jahrsdörfer und Tanja Katzenberger.
In einem kurzen, abschließenden Grußwort appellierte Bürgermeister Sandwall an die "Vernunft der Mitglieder" sich für den Verein mit seiner über 50 jährigen Tradition und für eine rasche Vorstandfindung stark zu machen. Schützengauvertreter Koch richtete nach der gescheiterten Vorstandwahl seine Worte an die Jugend: "Packt es an!" In Zukunft müsste mehr für die Nachwuchsförderung zum Beispiel in Schulen getan werden. "Bitte lasst den Verein nicht untergehen!" so Koch abschließend. Schmitt sah mit Bildung der Findungskommission einen Lichtblick und schloss die Jahreshauptversammlung mit den Worten "Wir schaffen das!"

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