Elfershausen
Streit

Schaeffler-Werk Elfershausen: Mediatorin fordert Sonderzahlungen

Die Mediatorin im Streit um das Schaeffler-Werk im Elfershausen, fordert im Falle einer Schließung eine Einmalzahlung für die Beschäftigten.
Artikel einbetten
Die Mediatorin im Streit um das Schaeffler-Werk im Elfershausen, fordert im Falle einer Schließung eine Einmalzahlung für die Beschäftigten. Foto: David Ebener/dpa
Die Mediatorin im Streit um das Schaeffler-Werk im Elfershausen, fordert im Falle einer Schließung eine Einmalzahlung für die Beschäftigten. Foto: David Ebener/dpa
Susanne Kastner (SPD), Mediatorin im Streit um das Schaeffler-Werk im unterfränkischen Elfershausen, fordert im Falle einer Schließung des Werks eine Einmalzahlung für die Beschäftigten. Diese hätten in der Vergangenheit fünf Stunden pro Woche unentgeltlich gearbeitet, um den Standort zu sichern.

"Deshalb erwarte ich von der Firma Schaeffler, dass nach Beendigung des Vertrages diese freiwilligen Stunden durch eine Einmalzahlung ausgeglichen werden", schrieb die ehemalige Vizepräsidentin des Bundestags am Mittwoch in ihrem Abschlussbericht. Zudem forderte sie Schaeffler auf, auch der Gemeinde Elfershausen Hilfen anzubieten, um die ausfallende Gewerbesteuer auszugleichen.

Die Aussage der Ex-Politikerin ist die erste Forderung von neutraler Seite im seit November schwelenden Streit um die Schließung der Werks. Schaeffler hatte im November überraschend angekündigt, die Fabrik mit 270 Beschäftigten im Landkreis Bad Kissingen schließen zu wollen. Die Arbeitsplätze sollen nach Schweinfurt, Portugal und in die Slowakei verlagert werden. Die Beschäftigten hatten seither mehrfach gegen die Pläne des Industriezulieferers demonstriert.

"Die Schließung des Standorts Elfershausen ist von Seiten des Vorstands der Schaeffler AG beschlossene Sache", stellte Kastner fest. Ihr sei "mehr als deutlich" geworden, dass das Unternehmen deshalb "alles tun muss, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut unterzubringen". Sie begrüßte, dass das Unternehmen im Rahmen eines Sozialplans Altersteilzeit und Aufhebungsverträge für die Mitarbeiter angeboten habe. Alle verbleibenden Arbeitnehmer müssten einen gleichwertigen Arbeitsplatz im Werk Schweinfurt bekommen.

Ein Sprecher von Schaeffler sagte nur, dass man den Bericht der Mediatorin zur Kenntnis nehme. Weitere Angaben wollte er nicht machen. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Arbeitnehmervertretern und dem Unternehmen soll an diesem Donnerstag stattfinden.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren