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Hilfe

Rettung in der Not

Die Einsätze der Bergwacht stiegen im vergangenen Jahr um 25 auf 252.
Ein Mitglied der Bergwacht seilt sich in die Riesending-Schachthöhle ab. Auch im Bereich Rhön-Spessart hat die Bergwacht immer mehr zu tun.  Foto: Markus Leitner, dpa
 
von HANNS FRIEDRICH
Die Bergwacht Rhön-Spessart hatte im vergangenen Jahr wieder einiges zu bewältigen. Das betonte Regionalleiter Bruno Büchs bei der Jahresversammlung im Haus Elisäus am Kreuzberg in der Rhön. Das beweisen die vorgelegten Einsatzzahlen, die um 25 auf 252 Einsätze angestiegen sind. Im Einsatz waren die Bergwachtler bei zwei Gleitschirm- (-2), 14 Wanderer- und 27 (+19) Laufunfällen. 13 Mal (+5) wurden sie zu einem Unfall beim Bergradeln gerufen, elfmal (-6) bei einen Skiunfall. Sechs (-6) Snowboarder mussten versorgt werden, je ein Skispringer und ein Langläufer (+1) sowie ein Drachenflieger (+1). 176 (+12) sonstige Einsätze kamen hinzu.
Dazu zählten zum Beispiel der Braveheart-Battle im März 2016, die Birkwildzählung im April sowie das Mähen von Lupinen in der Rhön, aber auch Workshops mit der Integrierten Leitstelle Schweinfurt oder der Abbau der Relais am Heidelstein. Der Regionalleiter erwähnte den Kauf von zwei "Kleinen Fliegenden Systemen mit Wärmebildkamera" für Rhön und Spessart sowie neue Fahrzeuge. Hinzu kamen verschiedene Besprechungen unter anderem mit den Ressortleitern: Oliver Scheuplein (Notfallmedizin), Manfred Kaiser (Naturschutz), Steffen Koberstein (Einsatzleitung), Jürgen Dörfler (Finanzen), Marko Koberstein (Technik), Matthias Peiffer (Personal und Recht), Frank Dildey (Ausbildung) und Bruno Büchs (Kommunikation). Hingewiesen hat der Regionalleiter auf den Notfallmedizinkurs in Oberbach, der sowohl in der Rhön als auch im Spessart stattfand. Das Lehrteam bestand aus Ausbildern von den Bereitschaften aus Bischofsheim, Oberbach, Hösbach und Miltenberg. Teilgenommen und bestanden haben vier Anwärter aus Oberbach, drei aus Frammersbach und einer aus Miltenberg.


127 Aktive

Konkret verzeichnet die Bergwacht 127 Aktive, 60 Anwärter, acht Jugendliche und 359 Förderer (+6).
Die Grüße der Landesleitung überbrachte der stellvertretende Vorsitzende Professor Dr. Nik Klever. Es gelte, die dauerhafte ehrenamtliche Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Notwendig sei zusätzliches hauptamtliches Personal und eine Fachkraftausbildung für Nachwuchskräfte. Mehr angenommen werden sollte das Notfallsimulationstrainingszentrum in Bad Tölz, eine Einrichtung für Notärzte, Bergwacht, Rettungsassistenten/ Rettungssanitäter der Bergwacht. Zur Bergwacht Rhön-Spessart sagte Professor Dr. Nik Klever, dass sie herausragende Leistungen in den Bereitschaften gezeigt habe.
Frank Dildey, zuständig bei der Bergwacht Rhön-Spessart für die Ausbildung, sprach von Vorbereitungslehrgängen, außerdem habe man ein Leitstellenpraktikum und Eignungstests in der Winterrettung durchgeführt. Es gab Prüfungen für den Bereich Naturschutz und Sommerrettung. Zum Notfallsimulationszentrum in Bad Tölz sagte Frank Dildey, dass das noch mehr genutzt werden sollte. Jeder Bergwachtler sollte dort einmal gewesen sein. Für die Notfallmedizin gab Oliver Scheuplein Einblicke in die Aufgaben 2016. Unter anderem übte man in Bad Tölz die Reanimation nach Lawinenunfall in der Kältekammer. Bei minus 22 Grad mussten ein Polytrauma eines Jugendlichen in einer Höhle und ein Arbeitsunfall auf einer Seilbahnstütze versorgt werden. Dabei regte Oliver Scheuplein an, so etwas auch einmal in Rhön-Grabfeld, zum Beispiel an Windrädern, zu üben. Auch das seien neue Herausforderungen, die auf die Bergwacht zukommen könnten. Dr. Waldemar Hohn dankte für die geleistete Arbeit der Bergwachtler: "Wir brauchen uns in der Rhön im Vergleich zu den Kollegen im Mittel- oder Hochgebirge nicht zu verstecken." Die Bergwacht habe eine hohe rettungsdienstliche Kompetenz.
Bärbel Ludwig sagte zum Ressort Naturschutz, das sie gemeinsam mit Manfred Kaiser betreut, dass wieder Birkwild- und Vogelzählung anstand. Viel Unterstützung erfahre man beim Mähen der Lupinen. 135 Stunden wurden gemäht. Dank galt den Helfern und Bruno Büchs für die "freie Hand", die er den Bergwachtlern im Naturschutz gelassen hat. Informationen gab es zum Thema "Sicherheit im Skidienst". Zehn Einsätze waren am Kreuzberg, elf am Arnsberg. Durchgeführt wurden wieder Behindertenfreizeiten in Siegsdorf. Ein Dankeschön galt Andreas Bott für die vielen Eigenleistungen.
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