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Erweiterung

Mikroben brauchen mehr Platz

Das Institut Romeis in Oberthulba expandiert weiter. Vor allem bei der Beratung wächst der Bedarf stetig. 600 zusätzliche Quadratmeter für die Mikrobiologie.
Laborantin Bettina Romeis ist unerwünschten Keimen per Mikroskop auf der Spur. Fotos: Gerd Schaar
 
von GERD SCHAAR
Das eigene Sommerfest war für das Institut Romeis die willkommene Gelegenheit, den neuen Anbau "Mikrobiologie" der Öffentlichkeit vorzustellen. Auch für die Fachvorträge interessierten sich die bundesweit angereisten Gäste. Glückwünsche kamen von Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) und einigen seiner Amtskollegen.

Auf einer Grundfläche von 300 Quadratmetern mit zwei Etagen ist der Anbau von März bis Dezember 2012 errichtet worden. So entstanden insgesamt 600 Quadratmeter zusätzliche Laborfläche für die Mikrobiologie. "Die vorhandenen Räumlichkeiten waren ganz einfach zu klein", bestätigt Chef Peter Romeis. Im Bereich der Mikrobiologie hätten sich die Anforderungen immer mehr gehäuft und die bauliche Erweiterung sei angestanden.

Auch die Anzahl der Untersuchungsaufträge sei gewachsen, so Romeis. Zurzeit gebe es 32 Mitarbeiter in seinem Institut. "Es ist ausschließlich qualifiziertes Fachpersonal im Bereich Mikrobiologie und Chemie", betont der Chef. "Dieser erfolgreichen Mannschaft ist es zu verdanken, dass wir dort stehen, wo wir momentan sind", so Peter Romeis. Für ihn sei darüber hinaus das solide kaufmännische Handwerk die gute Geschäftsgrundlage.
"Die Beratung ist die Basis für eine gute Diagnose", weist Peter Romeis auf den wachsenden Anteil hin. Etwa ein Drittel des Geschäftsfeldes sei nämlich die Beratung. Die Aufgabenfelder reichen von Hygienemaßnahmen zum Beispiel in der Getränkeherstellung bis hin zu Maßnahmen im Bereich Trinkwasser.

Versuchsbrauerei

Ein Steckenpferd von Peter Romeis ist das Bierbrauen in seiner Versuchsbrauerei. "Wir sind einer der Initiatoren bei den Bier-Querdenker-Veranstaltungen", blickt er stolz auf bisher sechs Großveranstaltungen mit insgesamt rund 600 Teilnehmern zurück.

Über 100 Bierspezialitäten seien von den Querdenkern vorgestellt worden, betrachtet Romeis die Biervielfalt als eine recht erfreuliche Entwicklung. Das neueste Kind der kreativen Bierbrauer ist zurzeit der Hopfenstopfen, der dem fertig gebrauten Bier durch Nachbehandlung mit besonders zubereitetem Hopfen eine geschmackliche Eigenständigkeit verleiht.

Über Jahrzehnte hinweg hatte man diese Methode vergessen. Jetzt soll der Einheitsgeschmack vieler Biere der Großbrauereien endlich eine Alternative haben. Das Reinheitsgebot des deutschen Bieres aus dem Jahre 1516 wird dabei nicht verletzt.

"Auch ein alkoholfreies Hefeweizenbier mit völlig neuer Herstellungstechnologie ist jetzt auf dem Weg zum Verbraucher", macht Romeis aufmerksam. Noch sechs weitere Spezialitäten aus der Versuchsbrauerei waren zum Sommerfest im Probeausschank, darunter auch englische Geschmacksrichtungen wie Ale und Stout. Die Verbindungen des Instituts Romeis reichen auch bis zu den Vereinigten Staaten von Amerika und nach Israel.
"Der Brauer macht die Würze, die Hefe macht das Bier", lautet der eindeutige Hinweis des Instituts. Denn besonders die gesunde Bierhefe steht im Blickfeld der Laboruntersuchungen. Dass der Innendruck von Getränkeflaschen in den Griff zu bekommen sein wird, gehört zu den Beratungstipps des Instituts. Bei etwa neun Atü könne die Bierflasche explodieren, erklärte Dr. Gero Beckmann. Er ist der Leiter von den Abteilungen Hygiene und Beratung im Institut Romeis.

Was ein Bier sauer oder ungenießbar macht, erfuhren Interessierte bei einem Fachvortrag des Instituts-Mitarbeiters Karlheinz Focke. Der war den Keimen, Mikroorganismen, Säuren und Gasen bis ins Detail auf der Spur. Bei weiteren Mitarbeitern erfuhren die Gäste Wissenswertes über den Bereich der sensorischen Geschmacksprüfung.

Wissenswertes über die so genannten Legionellen erfuhren Interessierte während eines Fachvortrages von Beckmann. Aufgrund einer defekten Klimaanlage in einem Hotel hatten Legionäre die Keime ohne Wissen eingeatmet. Es gab Tote. Erst aufgrund der medizinischen Untersuchung kam die Wissenschaft dahinter, dass auch von Duschen oder Pool-Partys eine Gefahr über den Wassernebel ausgehen kann. "Die Keime lauern besonders gern in alten Wasserleitungen nach Häuserleerständen", warnt Beckmann.







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