Region // Bad Kissingen
Gewerbepark Maintal wächst
Für den Magneten Businesspark in Schweinfurt sind weitere Baukörper geplant. Auch Mercedes zieht um. Zunächst aber wird das Gelände auf mögliche Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht.
105,5 Hektar an Bauflächen gibt es insgesamt im Schweinfurter Industrie- und Gewerbepark Maintal an der Autobahn A 70. 41,6 Hektar, knapp 40 Prozent also, sind davon bereits vermarktet. In nichtöffentlicher Sitzung gab der Liegenschaftsausschuss des Stadtrates am Donnerstagmorgen den Verkauf weiterer 11 000 Quadratmeter bekannt - allerdings nur den Ausschussmitgliedern, die hinterher mit dem Bus ins Maintal zur BWG-Bau GmbH gefahren wurden. Zuvor gab´s noch eine Einweihung und eine Informationsfahrt mit den neuesten Neuigkeiten.
Der Weltkrieg mit Schweinfurt als damals begehrtes Angriffsziel hat auch im Maintal seine Spuren hinterlassen. 60 Stabbrandbomben mit 35 auf fünf Zentimetern Größe und 71 Phosphorbomben mit 45 auf 13 Zentimetern fand man bereits auf dem Areal. Mittels Luftbildaufnahmen und modernster Technik ist das heutzutage möglich - inklusive Entschärfung. Der Verdacht besteht, das weitere sieben Sprengbomben versteckt sind. "Die können da sein, aber wir wissen es nicht", sagt Christof Klingler, Leiter des Tiefbauamtes Schweinfurt. Um die 370.000 Euro kosteten der Stadt die laufende Kampfmitteluntersuchungen.
mehrere Firmen erweitern
Nördlich der Kopenhagenstraße hat Mercedes Mainfranken ein Baugrundstück erworben und will dort auf 40.000 Quadratmetern ein Autohaus für sein Pkw- und Lkw-Angebot nebst Service errichten. Das alte Gebäude in der Franz-Schubert-Straße mit seinen 24.000 Quadratmetern Nutzfläche wird Mercedes dann verlassen. Der neben dem künftigen Gebäude eingezeichnete See wird einem Trockenbiotop weichen. Die Firma Schenker in der Brüsselstraße erweitert gleich neben dem bestehenden Gebäude und füllt dann die Fläche zwischen Pumpwerk und der Firma Horton Europe aus.
Erweitert wird auch der Businesspark mit einem Abschnitt II, weshalb nun die Athenstraße als Erschließungsstraße offiziell eingeweiht wurde. Auf genau 9900 Quadratmetern siedelten sich seit Errichtung von Abschnitt I die 13 Firmen netlands edv consulting, Berufliches Fortbildungszentrum, BRZ, WWK Versicherungen, InTime Direktkuriere, Cegelec, DB Schenker, abc nailstore, Sima Media, Tierarzt Dr. Horch, BWG-Bau, BWG-Technik und Rudloff, Wild & Partnerin an. In neun Baukörpern mit 100 bis 800 Quadratmetern Nutzfläche. Sie schufen zusammen rund 130 Arbeitsplätze. "Trotz der Adresse ist der Businesspark ein Magnet", scherzte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU)angesichts der "Athenstraße".
Weil die Nachfrage entgegen ihres Namens nicht nachließ, wird die BWG Bau GmbH als Projektentwickler zusammen mit den Architekten von Rudloff, Wild und Partner nun sechs weitere, identische Baukörper und dazu als geplantes Eingangstor von der Amsterdamstraße zwei höhergeschossige Kopfbauten errichten für Gastronomie, Dienstleistungen, Werkstätten oder Büro- und Gewerbeflächen von 100 bis 1.500 Quadratmetern.
Das zu bebauende Grundstück ist ohne Straße rund 10.600 Quadratmeter groß. Baubeginn soll 2013 sein. BWG-Bau-Geschäftsführer Peter Rudloff erwähnte bewusst das "einheitliche Konzept." Nicht Kraut und Rüben sei es, was da auf einst brachem Land entand und entsteht.















