Bad Kissingen
Jubiläum

Gospelnacht zum 18. Geburtstag

Die KisSingers feierten sich und zeigten, dass man die christliche Botschaft auch mit ausgelassener Musik vermitteln kann. Das Publikum ging begeistert mit
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Die KisSingers priesen mit ihrer Band den Herrn - und zum Geburtstag auch ein wenig sich selbst. Foto: Björn Hein
Die KisSingers priesen mit ihrer Band den Herrn - und zum Geburtstag auch ein wenig sich selbst. Foto: Björn Hein
Wenn man eine Party zum 18. Geburtstag feiert, dann geht es hoch her. Der Blick geht nach vorn: Was wird die Zukunft bringen? Wie wird es weitergehen? Ausgelassen ist eine solche Feier, denn man ist jung - genauso jung, nämlich 18 Jahre ist der Gospelchor KisSingers, der zu einer "Happy Birthday Gospelnight" in den Max-Littmann-Saal geladen hatte.
Und die Sängerinnen und Sänger ließen es zum Geburtstag musikalisch so richtig krachen. Zur Unterstützung hatten sie auch ihre Band mitgebracht, die für besondere musikalische Akzente sorgte. Das Publikum im fast voll besetzten Saal war begeistert von der Performance des Chores, so dass es kaum jemand auf seinem Stuhl hielt. Es wurde eine richtig ausgelassene Party, bei der alle gern mitfeierten.


Feierliche Atmosphäre

Zu Beginn marschierten die Sängerinnen und Sängern zum "Kumbaya my lord" ein, sehr feierlich war die Atmosphäre. Bis sie dann mit dem Gesang so richtig loslegten: Ab dem ersten Moment übertrug sich die Fröhlichkeit auf die Zuhörer, die sofort ausgelassen mitklatschten. Die Band sorgte für die passende Untermalung, Musik und Gesang ergänzten sich, alle harmonierten wunderbar zusammen.
Das Stück "Reign" war von einfühlsamen Tönen geprägt, doch bereits hier war die Power spürbar, die die KisSingers als Gospelchor ausmacht. Es blieb keine Zeit zum Verschnaufen. Auch Kirchenmusikdirektor Jörg Wöltche, der Dirigent des Chores, wusste als Stimmungsmacher zu überzeugen und das Publikum mitzureißen. Die Choreographie der KisSingers war hervorragend, sie verstanden es so, ihren Stücken eine besondere Note zu geben.


Überzeugende Soli

Doch trotz aller Geburtstagsfreude: Die Lieder wurden nie zum Selbstzweck degradiert, immer verstand es der Chor, auch die christliche Botschaft zu vermitteln. Man kann Gott auch mit ausgelassener Musik preisen, und das zeigte die KisSingers par excellence. Überzeugend waren auch die Soli einzelner Sängerinnen und Sänger, die hier viel Gespür für Improvisation bewiesen und außerdem ihr Gesangstalent unter Beweis stellten.
Swingend kam dann das "Bless the Lord" daher, das auch das Publikum mitwippen ließ. Reizvoll war, dass dieses Stück zwischendurch in eine fast streng klassische Richtung ging, bevor sich der Gospelrhythmus wieder Bahn brach. Hörenswert war der Wechsel zwischen den Chor- und den Solopassagen, in denen Monika Geiger brillierte. Hier zeigte sich auch, dass sich die Sängerinnen und Sänger blind aufeinander verlassen können, was natürlich neben der chorinternen Harmonie auch durch die große gesangliche Leistungsfähigkeit zustande kommt. Überhaupt verstanden es die KisSinger, auch die schwierigen Passagen mit einer solch großen Leichtigkeit zu meistern, dass es für die Zuhörer ein wahrer Genuss war. Weitere allseits bekannte Gospelsweisen schlossen sich an. Jedes einzelne Stück atmete auch die christliche Botschaft und zeigte darüber hinaus, dass Glaube viel Freude machen kann.


Nachwuchschor gab Ständchen

Was darf bei einer Geburtstagsparty nicht fehlen? Genau, ein Ständchen. Dieses gab der "Nachwuchschor" PraiSing zum Besten. Das "Let God be God" war eine sehr rockige Weise, bei der auch der Dirigent einmal mehr voll auf der Bühne abging. Tosender Applaus zeigte, dass die Performance des Nachwuchses sehr gut angekommen war. Mit einem Medley aus bekannten Spirituals verabschiedete man sich in die Pause.
Aus dieser meldete man sich dann ganz in Weiß gehüllt zurück und zeigte damit auch optisch, dass der zweite Teil etwas anders werden sollte. Die Gesangsstücke standen in einem reizvollen Kontrast zum ersten Teil. Während dieser mit traditionellen Gospelweisen gespickt war, wurden jetzt ganz andere Töne angeschlagen, die zwar erst fremd waren, aber dennoch ihren ganz besonderen Reiz entfalteten. Hier widmete man sich ganz den modernen Weisen, die hierzulande eher selten zu hören sind. Dem Publikum gefiel es dennoch sehr gut, und auch die Band der KisSingers hatte jetzt ihren ganz besonderen Auftritt. So ließen sie beim "Hold On" jazzigen Klänge hören, was vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurde.
Zusehends fanden die Zuhörer Gefallenen an diesen eher etwas aus dem Rahmen fallenden Weisen und klatschten beim "Again I say rejoice" ausgelassen mit. Das "Halleluja - the highest praise" mischte dann verschiedene Musikstile miteinander und zeigte, auf welch vielfältige musikalische Art man Gott preisen kann.


"I will follow him"

Zum Abschluss hatte man sich noch einmal etwas ganz Besonderes ausgedacht: Hier durften die bekannten Stücke aus dem Film "Sister Act" nicht fehlen. Als das allseits bekannte "I will follow him" furios auf die Bühne gebracht wurde, hielt es keinen mehr auf dem Platz.
Tosender Applaus am Ende der "Happy Birthday Gospelnight" war der Band und den KisSingers sicher. Nach fast drei Stunden ging die "Geburtstagsparty" zu Ende. Abwechslungsreich war das Programm, und die Gesangsleistung war außerordentlich. Nicht nur zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass sie den Gospel beherrschen: auch die Freude, mit der sie auf der Bühne des Max-Littmann-Saales standen war groß.
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