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bau

Frobenius-Gymnasium wird erweitert

Das Hammelburger Gymnasium muss nicht nur saniert, sondern auch erweitert werden. Die zu erwartenden Kosten steigen auf 15 Millionen Euro.
Das Frobenius-Gymnasium ist räumlich an Grenzen gestoßen. Foto: Arkadius Guzy/Archiv
 
von BENEDIKT BORST
Das Frobenius-Gymnasium in Hammelburg ist nicht nur baulich in die Jahre gekommen, es stößt mittlerweile auch räumlich an seine Grenzen. "Im Moment sind die Verhältnisse recht beengt", berichtet der stellvertretende Schulleiter Marco Korn. So fehlen beispielsweise feste Zimmer für die Klassen der Oberstufe sowie Räume für die Ganztagsschule. "So etwas wurde beim Altbau vor 50 Jahren noch nicht mitgedacht", sagt er.

Dass Platzbedarf besteht, bestätigt auch das neue Raumkonzept, das für die anstehende Sanierung erstellt wurde und mit der Regierung von Unterfranken abgestimmt ist. Mit der bloßen Erneuerung des Altbaus ist es für den Landkreis also nicht getan, die Schule muss erweitert werden. "Uns fehlen 1250 Quadratmeter, die in Form eines Anbaus oder einer Aufstockung kommen sollen", sagt Jürgen Dobler, Leiter der Bauverwaltung am Landratsamt. Der Kostenrahmen steigt damit von den bisher im Haushalt eingeplanten zehn Millionen Euro um die Hälfte auf 15 Millionen Euro an. Wie Dobler berichtet, sind bis zu 90 Prozent Förderung möglich.

Laut Landrat Thomas Bold (CSU) kam die Vorgabe überraschend. Die Erweiterung müsse allerdings umgesetzt werden, damit das Vorhaben von der Regierung bezuschusst wird. Er betont, dass sowohl die anfallenden Kosten, als auch die Pläne für die bauliche Umsetzung im Kreistag und Kulturausschuss beraten und beschlossen werden.


Kurzfristig im Kreisausschuss

Die Sanierung ist diese Woche kurzfristig auf die Tagesordnung des Kreisausschusses gesetzt worden. Der Landkreis will heute das Vergabeverfahren eröffnen und die Maßnahme europaweit bekanntmachen. Bewerber haben dann einen Monat lang Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Im Januar werden drei Vorschläge ausgewählt, Anfang April erhält ein Architekt den Zuschlag. Um das Verfahren formell starten zu können, musste der Kreisausschuss kurzfristig eine Jury benennen. Dieser gehören unter anderem Hammelburgs Bürgermeister Armin Warmuth (CSU), sein Amtsvorgänger Ernst Stross (SPD), Schulleiter Helmut Schreiner sowie weitere Kreisräte aus den Fraktionen an. Die Entscheidung fiel einstimmig, ohne große Diskussion. Die Kreisräte wurden zuvor über den erhöhten Raumbedarf informiert.

Dass die Schule angepackt wird, ist unumstritten. "Der Sanierungsbedarf ist gegeben. Wir freuen uns, wenn etwas passiert", kommentiert beispielsweise Bürgermeister Warmuth. Die städtischen Schulen seien in den vergangenen Jahren der Reihe nach saniert worden. Die Erneuerung des Gymnasiums fehle noch, um Hammelburg als Schulstandort hervorragend aufzustellen.

Die Nachricht, dass eine Erweiterung nötig ist, hat dagegen viele überrumpelt. "Ich bin immer von einer Sanierung ausgegangen", sagt Warmuth. "Über einen Erweiterungsbau wurde noch nie diskutiert", ist auch der Hammelburger Kreis- und Stadtrat Reimar Glückler (FW-CBB) überrascht. Er sieht Gesprächsbedarf und wünscht sich genauere Informationen.


Ausweichende Antwort

Mit dem Seniorenzentrum Haus Waldenfels in Bad Brückenau und dem Berufsbildungszentrum (BBZ) in Münnerstadt hat sich der Landkreis zuletzt bei zwei Großprojekten sogar gegen eine Sanierung entschieden. Stattdessen hat man aus Kostengründen einen Neubau bevorzugt. Auf die Frage dieser Zeitung, ob ein Neubau auch für das Frobenius-Gymnasium in Frage kommt, geht das Landratsamt nicht ein. Ob der zusätzliche Raumbedarf durch Anbau oder Aufstockung realisiert werde, ergebe sich aus dem Architektenwettbewerb, heißt es. Für Warmuth ist ein Neubau derzeit kein Thema. Er geht davon aus, dass die Verwaltung alle Möglichkeiten im Blick hat. Wichtig sei, das Vorhaben vernünftig anzugehen. "Wenn man so viel Geld in die Hand nimmt, muss man schauen, dass es nachhaltig ist", betont Warmuth.
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