Bad Kissingen
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Erste Hilfe für Hunde

Dr. Helmut Fischer spricht beim GSV Bad Kissingen-Garitz über viele mögliche Unfälle bei den Vierbeinern.
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Bevor man einen Hund berührt, um ihm zu helfen, muss die Schnauze zugebunden werden. Dies erklärte Dr. Helmut Fischer beim GSV Bad Kissingen-Garitz  Foto: Regina Bolgen
Bevor man einen Hund berührt, um ihm zu helfen, muss die Schnauze zugebunden werden. Dies erklärte Dr. Helmut Fischer beim GSV Bad Kissingen-Garitz Foto: Regina Bolgen
Zitternd liegt der Golden Retriever am Boden. Er reagiert nicht auf Ansprache. Ein kardiologischer Schock hat ihn fest im Griff. Nur die lebenswichtigen Organe werden noch durchblutet. Die Läufe fühlen sich kalt an. Dr. med. vet. Helmut Fischer steht im Vereinsheim des GSV Bad Kissingen-Garitz und stellt die vielen möglichen Unfälle und die Erste-Hilfe-Möglichkeiten vor.


Viele Krankheiten

Und er führt weiter aus: Knickt man die Pfote des Hundes ein, bleibt sie in dieser Stellung. Drückt man auf die Innenseite einer Lefze, dauert es zwei bis drei Sekunden, bis sich die Druckstelle wieder langsam mit Blut füllt. Die Augenbindehäute sind hellrosa, kaum durchblutet. Was tun? Wärme zuführen. Für Ruhe sorgen und - sofort zum Tierarzt. 25 Mitglieder des Vereins lauschen den Ausführungen Fischers über Brüche, Schweinetollwut, Blutungen, Vergiftungserscheinungen, Hitzschlagschäden, Impfnachlässigkeiten und Bisswunden.


Erst sichern, dann helfen

Alles miteinander sind Schäden an der Hundegesundheit, die sehr schnell einmal auftreten können. Auch die lebensgefährliche Magendrehung ist ein ganz wichtiges Thema, weil hier sehr schnell gehandelt werden muss. Jede Viertelstunde zählt. Stellt sich der Hund erstmal in die "Sägebockstellung", und sein Leib bläht sich auf, dann drückt der Magen auf die Lunge und der Hund erstickt.

Der Tierhalter sollte eine Telefonnummer und eine Notfallnummer für Tag- und Nachtdienst immer sofort zur Hand haben. Bevor man einen Hund berührt, um ihm zu helfen, muss die Schnauze zugebunden werden. Sonst ist die Bissverletzung beim Menschen programmiert. Die pechschwarze Mischlingshündin Bonnie sitzt auf dem Tisch vor dem Tierarzt und lässt sich das Maul zubinden, die Ohren in die Verbandshaltung bei Ohrschäden bringen, die Bindehäute auf Durchblutung prüfen, das Bein mit einem Stützverband zur ersten Hilfe bei einem angenommenen Laufbruch stabilisieren. Alle schauen hoch interessiert zu, machen sich Notizen. Die etlichen Leckerli zwischendurch bilden zu viel Magensäure. Überhaupt: erst Laufen oder Arbeiten mit dem Hund und dann füttern. Viele Ratschläge und Erklärungen über die Hundegesundheit erhielten die Zuhörer. Ein gelungener, vielseitiger Vortrag, der Bonnie sicher auch gut gefallen hat.
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