Winterzauber

Erfolgreichstes Festival seit Jahren

Oberbürgermeister und Kurdirektor ziehen eine positive Bilanz. Das Eröffnungskonzert war erstmals ausverkauft.
Erstmals ausverkauft: Fürt das Eröffnungskonzert des 17. Winterzaubers mit David Lugert, Bastian Hupfer, Mateusz Phouthavong, Heiko Benjes und Jörg Schwartzmanns von Viva Voce gab es keine Karten mehr, das war eine Premiere bei der 17. Auflage des Festivals.  Foto: Peter Klopf/Archiv
 
von THOMAS AHNERT
Der 18. Kissinger Winterzauber kann kommen. Es herrschte geradezu so etwas wie Aufbruchstimmung beim Empfang des gerade zu Ende gegangenen Winterfestivals im Weißen Saal. Und das nicht nur, weil das Büffet wartete. Sondern vor allem deshalb, weil die Verantwortlichen eine große Zufriedenheit verbreiteten: "Wir haben heuer eine hervorragende Stimmung wahrgenommen", sagte Kurdirektor und Staatsbad-GmbH-Geschäftsführer Frank Oette.
"Wir haben gerade einen außerordentlich erfolgreichen Winterzauber erlebt", zog Oette ein erstes Fazit. "Das Festival 2015/16 war das erfolgreichste seit zehn Jahren, und wir werden in diesem Jahr wieder an die Besucherzahlen des Vorjahres herankommen." Wobei er Erfolg nicht nur an der Zahl der verkauften Eintrittskarten messen wollte, sondern auch "an dem Zuspruch, den wir von Besuchern und Künstlern erfahren haben."


Höhere Einnahmen als im Vorjahr

Aber eines steht schon jetzt fest, auch wenn die endgültigen Zahlen erst in ein paar Tagen nach der Schlussabrechnung veröffentlicht werden können: "Die Einnahmen sind höher als im Vorjahr. Wir sind wirtschaftlicher geworden." Dennoch dürfe man sich keinen Illusionen hingeben. "Die Kultur bleibt defizitär", betonte Oette. Die Einnahmeerhöhung sei gut für die Bilanz, denn man wisse, dass die öffentlichen Zuwendungen nicht mehr werden. Aber: Der Winterzauber ist gut für Bad Kissingen.
Erstmals, so der Kurdirektor in einem kurzen Rückblick, sei das Eröffnungskonzert mit Viva Voce und der St. Petersburger Kammerphilharmonie ausverkauft gewesen. Auch das Neujahrskonzert mit den Berliner Symphonikern und Lior Shambadal sei wieder zuverlässig voll gewesen. Hier habe das Problem bestanden, dass nicht alle Besucher die acht Zugaben abwarten konnten, weil draußen die Busse mit laufendem Motor warteten: "Wer zum Kissinger Winterzauber kommt, sollte etwas mehr Zeit haben." Da hat er Recht: Nicht ohne Grund steht auf den offiziellen Briefköpfen der Stadt und der Staatsbad GmbH der Slogan: "Entdecke die Zeit."
Viele Genres von Klassik bis Crossover seien mit dem Programm bedient worden. Für alle Generationen sei etwas geboten worden, die Säle im Regentenbau und das Kurtheater hätten dazu einen tollen Rahmen geboten. Insgesamt sei der Winterzauber 2015/16 ein großer Erfolg für die Staatsbad GmbH gewesen, wie überhaupt ein tolles Jahr hinter der Stadt liege mit dem erstmals ausverkauften Rosenball, dem Rakoczyfest, einem tollen Kulturangebot und dem Baubeginn für einen neuen Brunnen im Rosengarten, "auf den wir uns alle freuen können", oder dem Baufortschritt beim Luitpoldbad. Das Problem Steigenberger subsumierte er dieses Mal in den Satz: "Andere offene Fragen werden wir klären."


Kulturelles Angebot geht weiter

"Dass der Winterzauber vorbei ist, heißt nicht, dass die Kultur in Bad Kissingen vorbei ist", meinte Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) - auch wenn manche Äußerungen aus dem Stadtrat so gedeutet würden. In seinem allgemeinen Dank ging eine besondere Verbeugung an Gerd Schaller, den Dirigenten des Abends - nicht weil beide Bamberger sind, sondern "weil Gerd Schaller einer ist, der nicht Barrieren aufbaut, sondern die Leute in den Konzertsaal holt. Ich liebe Leute, denen man ansieht, dass sie ihren Beruf gerne machen. Das brauchen wir." Dass der OB erst zur Pause zu dem Konzert kommen konnte, war einer Terminkollision geschuldet: Er war vorher bei der Generalversammlung der Poppenrother Feuerwehr. Die Lacher im Saal wies er sofort zurecht: "Ohne die Feuerwehr könnten wir den Winterzauber überhaupt nicht veranstalten."
Auch Organisationsleiter Bruno Heynen sprach von viel positiver Resonanz für das Team und das Programm. Auch er wies auf die guten, noch nicht abschließend feststehenden Zahlen hin. "Dass die Einnahmen gestiegen sind, lag vor allem daran, dass das Eröffnungskonzert ausverkauft war." Um das Defizit weiter angehen zu können, seien nicht nur die Kartenkäufer wichtig, sondern auch die Sponsoren: "Wir brauchen Sie. Sie können sich gerne an uns wenden."
Der Flyer mit dem Programm 2016/17 soll Ende Februar erscheinen. Im Moment laufen noch Vertragsverhandlungen. Fest stehen unter anderem schon das Abschlusskonzert mit Gerd Schaller und dem Staatsorchester Braunschweig, das Neujahrskonzert mit Lior Shambadal und den Berliner Sinfonikern, der Auftakt mit dem Jugendmusikkorps; Gastspiele der Deutschen Tanzcompagnie Neustrelitz und des Moskauer Balletts sowie ein Konzert mit Heavytones, der Band von Stefan Raab. "Die Wunschliste ist lang", meinte Heynen, "es bleibt unterhaltsam."

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