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Festgottesdienst

Eine Missa brevis mit großer Besetzung

Franz Schubert kann auch heute noch die Zuhörer bewegen. Das zeigte der Festgottesdienst
Trotz quälender Enge auf der Empore der Stadtpfarrkirche: Burkhard Ascherl als Dirigent hatte seine Musiker und Sänger voll im Griff. Foto: Peter Klopf
 
von PETER KLOPF
Es ist erstaunlich, wie Musik, die ein Komponist namens Franz Schubert schuf, auch nach 202 Jahren noch immer die Herzen der Zuhörer bewegt. Die Rede ist von der Messe Nr. 3 B-dur D 324, die im Mittelpunkt eines Festgottesdienstes in der katholischen Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche stand.
Franz Schubert komponierte sechs lateinische Messen. Im November 1815 begann Schubert mit der Niederschrift der B-dur-Messe. Messe. Dem Charakter nach ist sie eine "Missa brevis", hat aber eine umfangreichere Besetzung. Denn neben vierstimmigem Chor, Solisten, Streichern und Orgel werden je ein Oboen-, Fagott- und Trompetenpaar sowie Pauken verlangt.
Stadtkantor Burkhard Ascherl hatte für die Aufführung das Residenzorchester Meiningen, die Kantorei Bad Kissingen und als Solisten Birgit Ascherl (Sopran), Kathrin Edelmann (Alt), Gerhard Göbel (Tenor) und Tobias Germeshausen (Bass) verpflichtet. Der Chor war glänzend vorbereitet und die Sängerinnen und Sänger meisterten das geistliche Werk ausdrucksvoll und mit differenzierter Dynamik, frisch und geschmeidig im Klang, wirkungsvoll von Streichern, Oboe, Fagott und Pauke vom Residenzorchester Meiningen begleitet.
Durchweg sicher in der Stimmführung und makellos in der Intonation hielten die Chorsänger Spannung und Konzentration auch im "Credo". Im "Benedictus" waren die vier Solisten in Höchstform und sangen in voller Harmonie und Farbigkeit. Brigitte Ascherl begeisterte mit ihrem klaren und tragenden Sopran und Katrin Edelmann mit ihrer warmen, kultivierten Alt-Stimme. Geschmeidig und mit überzeugender Sicherheit sang Tenor Gerhard Göbel und ebenfalls klangvoll-geschmeidig der Bass Tobias Germeshausen. Dies alles sollte auch im "Agnus Dei" so folgen, wo die vier Solisten eine stimmungsvolle Einheit mit dem Chor bildeten. Burkhard Ascherl dirigierte mit viel Feingefühl die Musiker und Sänger und gab präzise die Einsätze, die wiederum punktgenau angenommen wurden.
Bombastische, emotional geladene, aber auch weiche zartfühlige Klangwelten zogen von der Empore, auf der sich dichtgedrängt die Akteure befanden, durch das weite Kirchenschiff und begeisterten die Zuhörer.
Stadtpfarrer Gerd Greier, der den Gottesdienst leitete, hielt auch die Festpredigt unter dem Motto: "Gott liebt die Welt - auch du zählst bei Gott. Denn Gott ist die Liebe." Mit langem Applaus bedankten sich die Gläubigen in der bis auf den letzten Platz besetzten Herz-Jesu Stadtpfarrkirche für die überaus gelungenen Interpretationen von Text und Musik.

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