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Bischof weiht fünf neue Diakone

Als "Hoffnungsträger über ihre Familien hinaus" hat Bischof Friedhelm Hofmann die neuen Ständigen Diakone bezeichnet. "Gott ruft Menschen an und beruft sie, damit sie Zeugnis von seiner Gegenwart in dieser Welt geben", sagte er bei der Diakonenweihe am Samstag in Münsterschwarzach.
Bischof Dr. Friedhelm Hofmann weiht Horst Conze in der Abteikirche Münsterschwarzach zum Diakon. Foto: Bernhard Schweßinger/POW
 

VON Bernhard Schweßinger (POW)

Schondra/Münsterschwarzach — Unter Handauflegung und Gebet weihte er Horst Conze (Schondra), Jochen Lauterwald (Burglauer), Manfred Müller (Lohr am Main), Uwe Schaub (Zeuzleben) und Bernd Wagenhäuser (Untertheres) zu Ständigen Diakonen.
Der Festgottesdienst stand unter dem Satz "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!" aus dem Römerbrief. An der Feier nahmen Generalvikar Karl Hillenbrand, Personalreferent Domkapitular Monsignore Dietrich Seidel, Pfarrer Albin Krämer, Geistlicher Begleiter der Diakone, zahlreiche Priester und Diakone sowie Verwandte, Freunde und Bekannte der neuen Diakone teil. Insgesamt feierten rund 1200 Gläubige den Weihegottesdienst mit. Besonders dankte Bischof Hofmann den Benediktinern der Abtei Münsterschwarzach für die Gastfreundschaft im Jahr der Sanierung des Würzburger Kiliansdoms.
In seiner Predigt ging Bischof Hofmann auf eine Kernbotschaft der Kirche ein, die das vor 50 Jahren eröffnete Zweite Vatikanische Konzil formuliert hatte: "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi." Die Weihekandidaten wollten sich bewusst in den Dienst der Kirche nehmen lassen und über Familie und Beruf hinaus anderen helfen. "Der Weg zu dieser Entscheidung dürfte nicht ganz einfach gewesen sein."
Als Motivation der Männer für das Diakonenamt nannte der Bischof den Wunsch, dass die Menschen wieder mehr den Schatz der Frohen Botschaft wahrnehmen mögen und daraus Kraft schöpfen. Weiter wollten die neuen Diakone die Liebe Gottes den Menschen konkret erfahrbar machen. "Sie wünschen sich alle eine Kirche, die den Menschen geschwisterlich nahe ist und ihnen gerade dadurch den Weg zu Gott öffnet." Das Zeugnis, "dass ich aus der Liebe Gottes lebe und sie durch meine Weihe und Sendung weitergebe", verweise auf Gott und auf den offenen Himmel. Dieser Dienst könne nur gelingen, wenn die Diakone selber Jesus Christus erführen. Als Zeugen von Gottes Liebe sollten die Geweihten den Weg der Kreuzesnachfolge vorangehen.
Zur Weihe wurden die Kandidaten einzeln aufgerufen. Sie versprachen, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten und ihm besonders in Armen, Kranken, Heimatlosen, Notleidenden und Ausgegrenzten zu dienen. Der unverheiratete Kandidat Uwe Schaub versprach, als Diakon ehelos zu leben. Die Ehefrauen der anderen Weihekandidaten erklärten ihre Bereitschaft, den Dienst ihres Mannes zu unterstützen. Mit ihren Kindern und Verwandten feierten sie die Weihe im Chorgestühl der Abtei mit.

Kommentare

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  • community  freiepresse Diesen Post kommentierenkommentieren

    Gleiches Recht für Frauen in der kath. KircheWann endlich, Herr Bischof, dürfen auch Frauen in der katholischen Kirche die Diakonatsweihe erhalten?

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