Christian Fenn gelang es schon bald, den Ring am Bein des Vogels abzulesen, womit seine Identität zweifelsfrei feststeht. Im vorigen Jahr kehrte er am 7. März aus seinem Winterquartier zurück. Damit ist er heuer etwas früher dran, wie viele seiner Artgenossen. Nun dürfen die Storchenfreunde gespannt sein, ob er treu auf seine Partnerin wartet oder eine andere wählt. "In jedem Fall dürften wir angesichts der Storchenpopulation wieder mit Kämpfen um das Nest rechnen", meint Christian Fenn. Möglicherweise werde zu den Rivalen auch der Nachwuchs des Storches aus 2010 gehören. "Diese können wir aber aufgrund fehlender Beringung nicht identifizieren", so Fenn. Im vergangenen Jahr hatte das Paar vier Sprösslinge, von denen drei beringt wurden. Eines der Tiere überlebte nicht, die anderen drei Jungvögel flogen wie ihre Eltern gen Süden.
Christian Fenn betreibt eine Webcam (http://www.unser-hammelburg.de/storchennest/), mit deren Hilfe alle Interessierten das Geschehen im Nest hautnah verfolgen können. Fenn freut sich auf viele Besuche auf der Homepage und Einträge ins Gästebuch. Die Besucherzahlen sind von anfangs 45 000 über 128 000 auf zuletzt 172 000 pro Jahr gestiegen.