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Rettungswesen

Defibrillator am Feuerwehrhaus

Das Gerät in Albertshausen kann Leben retten
ZTM-Projektmanager Thomas Schreiner (Mitte) montierte im Beisein der beiden Stadträte Klaus Zehe (links) und Walter Schuhmann den Automatisierten Externen Defibrillator (AED) am Feuerwehrhaus in Albertshausen. Foto: Sigismund von Dobschütz
 
von SIGISMUND VON DOBSCHÜTZ
Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) hängt jetzt am Feuerwehrhaus von Albertshausen in der Sauerbreystraße 7 und ist einsatzbereit. Möglich wurde dies auf Initiative der beiden Stadträte Klaus Zehe und Walter Schuhmann (beide Freie Wähler) und durch zahlreiche Spenden örtlicher Vereine, Firmen und Privatpersonen.
Mit diesem Defibrillator können sogar medizinische Laien ihren Mitmenschen im Falle von Herzrhythmusstörungen oder akutem Herzversagen sofort erste Hilfe leisten und damit unmittelbar Leben retten.


Mit Rettungsleitstelle verbunden

"Albertshausen ist der erste Stadtteil außerhalb der Kernstadt mit einem öffentlich zugänglichen Defibrillator", betonte Schuhmann, während Thomas Schreiner, zuständiger Projektmanager des Bad Kissinger Zentrums für Telemedizin, das Gerät am Feuerwehrhaus aktivierte. "Dieses Gerät ist telefonisch direkt mit der Rettungsleitstelle in Schweinfurt verbunden", machte Schreiner auf dessen Besonderheit aufmerksam. Während in preisgünstigeren Defibrillatoren nur automatische Ansagen aus dem Gerät zu hören sind, erhält der Ersthelfer bei dieser verbesserten Version seine Anweisungen in persönlichem Dialog direkt aus der Rettungsleitstelle. Schreiner: "Damit mindern wir beim unerfahrenen Ersthelfer den natürlichen Stress." Zusätzlich erhält der Rettungsdienst durch gezielte Rückfrage konkrete Hinweise auf den akuten Zustand des Kranken.


Erfolgreicher Spendenaufruf

Am 8. Juni hatten die Stadträte Zehe und Schuhmann in einer von ihnen organisierten Einwohnerversammlung gemeinsam mit Schreiner für die Anschaffung eines solchen Defibrillators geworben und die lebensrettenden Vorteile sowie die einfache Handhabung des medizintechnischen Hilfsgeräts erläutert. Anschaffung und künftige Pflege des AED sollten mit privaten Spenden finanziert werden, so ihre Vorstellung.
Der Spendenaufruf hatte Erfolg: Acht ortsansässige Firmen, sechs Vereine und vier Privatpersonen spendeten insgesamt über 5000 Euro, ein anderes Unternehmen wird die Unterhaltskosten in den ersten fünf Jahren übernehmen.


Offizielle Übergabe folgt noch

"Mit dem Spendenüberschuss ist sogar der Unterhalt danach schon gesichert", freute sich Schuhmann, als er den Defibrillator probeweise aus der Halterung nahm. Binnen Sekunden war er automatisch mit der Rettungsleitstelle verbunden.
Die offizielle Übergabe des öffentlich zugänglichen Defibrillators an die Einwohnerschaft von Albertshausen mit nochmaliger Einweisung in die Bedienung ist am Sonntag, 14. August, ab 10 Uhr im Rahmen eines Weißwurstfrühstücks vorgesehen.
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