Bad Kissingen
Gesundheitswesen

Defibrilator für den Stadtteil

In Albertshausen sammeln Bürger für ein lebensrettendes Gerät.
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ZTM-Projektleiter Thomas Schreiner (von links) sowie die beiden Stadträte Klaus Zehe und Walter Schuhmann (Freie Wähler) in Albertshausen bei der Präsentation des Defibrillators. Foto: Sigismund von Dobschütz
ZTM-Projektleiter Thomas Schreiner (von links) sowie die beiden Stadträte Klaus Zehe und Walter Schuhmann (Freie Wähler) in Albertshausen bei der Präsentation des Defibrillators. Foto: Sigismund von Dobschütz
Als erster Stadtteil Bad Kissingens soll Albertshausen möglichst bald und ortszentral einen offen zugänglichen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) bekommen. Bisher sind nur in der Kernstadt drei AEDs installiert. Finanziert werden soll das etwa 4500 Euro teure medizinische Notfallgerät durch Spenden von Einwohnern und ortsansässigen Firmen. So haben es sich zumindest die beiden Albertshausener Stadträte Klaus Zehe und Walter Schuhmann (beide Freie Wähler) vorgenommen.
Die Idee kam ihnen bei einem Fraktionsbesuch im Bad Kissinger Zentrum für Telemedizin, wo ZTM-Projektleiter Thomas Schreiner der Freie-Wähler-Fraktion und ihrem Landtagsabgeordneten Günther Felbinger ein solches Gerät und dessen einfache Handhabung erklärte.
Schreiner war es auch, der dann vor einigen Tagen auf einer gut besuchten Info-Veranstaltung im Albertshausener Feuerwehrhaus, zu der Zehe und Schuhmann alle Einwohner eingeladen hatten, die Vorteile eines solchen AED erläuterte. "Mit einem automatisierten Defibrillator sind auch Laien fähig, Notfallopfer bei akuten Herzrhythmusstörungen oder sogar bei Herzinfarkt noch vor Eintreffen des Notarztes aus Todesgefahr zu retten", erklärte Schreiner. Ohne frühzeitige Defibrillation sinke die Überlebenschance eines Betroffenen erheblich. "Bei der Reanimation zählt jede Minute." Das Zentrum für Telemedizin wirbt deshalb schon seit Jahren für den Einsatz der AEDs im öffentlichen Umfeld.
Der Vorschlag der beiden Stadträte, einen automatisierten Defibrillator, der telefonisch direkt mit der Integrierten Rettungsleitstelle in Schweinfurt verbunden ist, für zentral am Feuerwehrhaus zu installieren, fand bei den Teilnehmern der Info-Veranstaltung große Zustimmung. Jetzt sind alle Albertshausener zu Spenden aufgerufen, die bei den beiden Stadträten abgegeben werden können. "Erste Zusagen haben wir schon", freut sich Walter Schuhmann. "Sobald wir die 4500 Euro zusammen haben, werden wir einen solchen AED kaufen", versichert Klaus Zehe.
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