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Braveheart Battle

Bravehearts gingen durch die Hölle des Battle

Der Extremlauf wandelt sich von einer Spaß-Veranstaltung in ein außergewöhnliches Sport-Event. Die meisten der rund 2600 gestarteten Läufer erreichten ihr Ziel, obwohl die Messlatte noch einmal höher lag.
Matsch, Feuer und Wasser: Die urgewaltigen Elemente spürten die Teilnehmer des Braveheart Battle in Münnerstadt. Fotos: Barbara Herbst
 
von THOMAS MALZ
Ein Fahrzeug spuckt Lars aus, völlig durchnässt, völlig kaputt. Er hat aufgegeben und eins gelernt: "Gehe nie unvorbereitet auf ein Braveheart Battle." Das hat er sich für die Zukunft geschworen Und das gibt er auch allen anderen mit. "Ich fühle mich scheiße", sagt Ralf, der aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Keine Nachnamen, keine Fotos. "Weil wir Verlierer sind." 2559 der 2621 gestarteten Läufer erreichten das Ziel, darunter 214 Frauen. Das sind 97 Prozent.



Die, die es geschafft haben, dürfen sich jetzt Braveheart - die Tapferen - nennen. Aber mit Tapferkeit allein ist es nicht getan. Was den Läufern da abverlangt wurde, war vor allem Kondition und Durchhaltevermögen. Joachim von Hippels Konzept ist aufgegangen. Der Hauptorganisator vom PAS-Team hat die bei der vierten Auflage des Extrem-Laufs die Schraube noch einmal angezogen. Noch länger, noch härten, noch extremer. Er will die ganz harten Jungs und Mädels und er hat sie bekommen. Deshalb und weil der Streckenverlauf ein wenig verändert wurde, gab es wohl auch weniger Verletzte in diesem Jahr.

In jeder Hinsicht extrem
Braveheart Battle ist einfach extrem. Das ging auch heuer bereits bei der Anfahrt los. Kilometer lang standen die Fahrzeuge auf den Feldern östlich von Münnerstadt. Läufer und Zuschauer strömten der Braveheart Battle- Arena entgegen, wo Münnerstadts Bürgermeister Helmut Blank (CSU) kurz nach 11 Uhr die erste Truppe auf den Weg durch die Hölle schickte. Punkt 12 Uhr waren alle Läufern auf der Strecke. "So eine Wahnsinns-Stimmung habe ich noch nie erlebt", sagte das Stadtoberhaupt. "Die waren kaum zu bremsen."

Obwohl die Organisatoren die Strecke in Richtung Althausen verlängert haben, um große Staus an den Hindernissen zu vermeiden, bildeten sich doch wieder Schlangen. Durch den Regen in der Nach war der Boden aufgeweicht, was es den Läufern zusätzlich schwer machte. Mit der Startnummer 3012 kam Benedict Heil als erster ins Ziel. "Es war eine Schinderei, ich wollte einfach durchkommen, ich wollte überleben", sagte der Sieger. Die unzähligen Male, die die Läufer durch die Lauer mussten, die Durchquerung von Loch Ness (Regenrückhaltebecken) und das mehrfache Untertauchen machten den Läufern schwer zu schaffen.

Und dabei wird es nun auch bleiben. Joachim von Hippel kündigte für das nächste Jahr das fünfte Braveheart Battle an. Noch schlimmer wird die Strecke nun aber nicht mehr werden. Unzählige Helfer sorgten dafür, dass es kaum Chaos beim Parken gab, die Rettungswege frei blieben. Besonders erfreulich: Heuer gab es weit weniger Verletzte als im vergangenen Jahr (Bericht folgt).


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