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Braveheart Battle 2016 findet in Bischofsheim statt

Der Extremlauf Braveheart Battle wird nächstes Jahr entgegen aller Erwartungen nicht in Bad Kissingen ausgetragen. Der Grund sind Schwierigkeiten bei der Streckenführung. Die Veranstalter gehen mit dem Event in den Nachbarlandkreis Rhön-Grabfeld.
Die Teilnehmer des Bravehearts Battles werden ab 2016 in Bischofsheim starten. Foto: Barbara Herbst/Archiv
 
von BENEDIKT BORST
Der Braveheart Battle wird nicht nach Bad Kissingen kommen, die Veranstalter von Pas-Team Limited. haben sich gegen die Kurstadt als Austragungsort entschieden. Stattdessen wird der Extrem-Hindernislauf nächstes Jahr in Bischofsheim am Fuß des Kreuzbergs stattfinden. "Die Entscheidung ist gefallen", erklärt Organisator Joachim von Hippel. Der Bischofsheimer Stadtrat hat sich am Montag mit zwei Gegenstimmen für den Extremlauf ausgesprochen. Für Mai wird ein offizieller Beschluss erwartet. "Das ist nur noch eine formelle Sache", sagt von Hippel. "Da kann nichts mehr dazwischen kommen", bestätigt Bischofheims Bürgermeister Udo Baumann (CSU).

Der Braveheart Battle wird seit 2010 in Münnerstadt ausgetragen und zählt nach Aussagen der Veranstalter zu den härtesten weltweit. In Münnerstadt ist der Lauf mit 3000 Teilnehmern und 20.000 Besuchern allerdings an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Vor zwei Monaten wurde bekannt, dass die Organisatoren sich nach einem neuen Austragungsort umschauen. Favorisiert wurde zunächst Bad Kissingen, von Hippel fragte Ende Februar offiziell bei der Stadt an.

Streckenführung als Hindernis

Bis zu 5000 Extremläufer in zum Teil skurrilen Kostümen hätten sich auf einer 28 Kilometer langen Strecke auch in unmittelbarer Nähe zu den Kuranlagen durch Matsch und Wasser gekämpft. Die Idee fand viel Zuspruch, wurde aber auch attackiert. Auf einem Stammtisch des CSU-Ortsverbandes etwa wurde scharfe Kritik laut. Der Stadtrat befürwortete das Vorhaben jedoch mehrheitlich und sprach sich dafür aus, den Brav eheart Battle nach Bad Kissingen zu holen. Für die Vertragsverhandlungen wurde eine Frist bis Ende April vereinbart.

Kern der Verhandlungen war die Streckenführung. Letzten Endes konnte hier keine Einigung erzielt werden. "Wir haben alle möglichen Strecken geprüft und gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Wasserwirtschaftsamt, die uns engagiert unterstützt haben, einen Parcours entworfen", sagt von Hippel.

Absage aus Nüdlingen

Die Strecke hätte auf zwölf Kilometern über das angrenzende Gemeindegebiet von Nüdlingen führen sollen. Der Gemeinderat sprach sich dagegen aus und genehmigte eine maximale Streckenlänge von vier Kilometern. Die übrige Strecke genüge den Ansprüchen des Extremlaufes nicht. "Das ist nicht attraktiv genug für die Sportler", begründet von Hippel die Absage. "Eine alternative Streckenführung in Bad Kissingen sehen wir aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes nicht."

Den Veranstaltern fiel es nicht leicht, eine geeignete Route zu präsentieren. Der Parcours über Nüdlingen war bereits eine Alternative. Ursprünglich war Verlauf über das Kaskadental und den Klauswald angedacht. Das wurde öffentlich kritisiert, unter anderem in mehreren Leserbriefen in dieser Zeitung.

Etwa zeitgleich zur Nüdlinger Absage ist die Stadt Bischofsheim an die Veranstalter herangetreten. "Unser Tourismusreferent bewertet den medialen und den Werbeeffekt sehr positiv", sagt Bürgermeister Baumann. Das Stimmungsbild im Stadtrat sei sehr gut. "Eigentlich wollten wir uns nur für die nächsten Jahre als Austragungsort ins Gespräch bringen. Dass die Entscheidung sich so schnell zu unseren Gunsten ändert, damit haben wir nicht gerechnet. Wir sind aber sehr glücklich."

In Bad Kissingen wird die Entscheidung bedauert. "Ich finde es schade, dass sie nicht zu uns kommen und wünsche dennoch viel Erfolg", sagt Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD). Er hofft, dass die Stadt dennoch weiter von dem Lauf durch Übernachtungen profitieren kann. "Wenn es aus seiner (von Hippel, Anm. d. Red.) Sicht nicht machbar ist, können wir es nicht ändern", sagt CSU-Fraktionssprecher Michael Heppes. Er hätte sich neue Impulse für Bad Kissingen erwartet. Allerdings sei die zentrale Streckenführung durch Bad Kissingen problematisch gewesen. SPD-Fraktionssprecher Bernd Czelustek stimmt zu. "Die Streckenführung war ein No-Go ." Czelustek stimmte im Stadtrat gegen den Extremlauf aus Bedenken, dass er nicht ins Marketingkonzept der Kurstadt passt.

Cheforganisator von Hippel ist überzeugt, in Bischofsheim einen geeigneten Standort gefunden zu haben. Die Stadt sei infrastrukturell für 5000 Teilnehmer und 20.000 Besucher gut aufgestellt. Er sagt, er könne sich den Lauf dort langfristig vorstellen. Details von der Route am Kreuzberg und Arnsberg sind noch nicht bekannt. Die Umgebung biete jedoch mit der Osterburg, den Skiliften, der Brend und den Höhenunterschieden beste Voraussetzungen für einen anspruchsvollen Parcours. Und: "Am 12. März können wir in der Rhön noch Schnee haben", sagt von Hippel. Das hat für die Läufer noch einen zusätzlichen Reiz.



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