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Juniläum

Blasmusik von früh bis spät

Zum großen Festumzug versammelten sich nicht nur Musiker aus der ganzen Region in Steinach.
Musik und Sonnenschein: Dirigiert wird der Massenchor mit über 300 Musikern von Stadtmusikdirektor Bernd Hammer, der auch das Jugendmusikkorps anleitet. Fotos: Kathrin Kupka-Hahn
 
von KATHRIN KUPKA-HAHN
Es hat einfach alles gepasst: das Wetter, die Stimmung, die Gäste. Somit konnten die Steinacher Musikanten ganz entspannt ihren 60. Geburtstag feiern. Als "Partylocation" hatten sie die heimische Henneberghalle auserkoren, in der am Vormittag nach dem Festgottesdienst zunächst verdiente Mitglieder im Mittelpunkt standen. Insgesamt dreizehn wurden für ihre langjährige Treue zur Blaskapelle vom stellvertretenden Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes, Mario Hugo, geehrt.
Hugo überreichte den treuen Musikanten die Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold. Letztere erhielten Silvia Benkert, Armin Benkert, Jutta Koch, Marko Koch und Andreas Wehner für 40 Jahre Mitgliedschaft. "Wir sind die fünf Übriggebliebenen", sagte Silvia Benkert, die auch eine der drei Vorsitzenden des Vereins ist. Schließlich zählten die Vier zu den Gründungsmitgliedern der Steinacher Jugendkapelle, die 1976 ins Leben gerufen worden war und später mit der Blaskapelle fusionierte. Ebenfalls mit der goldenen Ehrennadel wurde Wolfgang Limpert ausgezeichnet, der schon seit 50 Jahren aktiv musiziert.


Lob für Nachwuchsarbeit

Wie gut das die Steinacher können, das stellten sie anschließend bei einem kleinen Konzert unter Beweis. Nach dem Mittagessen unterhielt der Nachwuchs das Publikum mit lockeren Melodien. "Es ist gut, wenn ein junger Mensch in die Trompete bläst, statt nur vor seiner Playstation zu sitzen", würdigte der amtierende Bürgermeister Andreas Sandwall in seiner Festrede die Nachwuchsarbeit der Steinacher Musikanten.
"Es war schön, eine super Sache", fasste Holger Tillmann seine Eindrücke zusammen. Er war diesmal nicht als 3. Bürgermeister der Marktgemeinde vor Ort, sondern als angehender Musiker mit Posaune. Schließlich bilden die Steinacher Musikanten seit zwei Jahren nicht nur Kinder und Jugendliche an Instrumenten aus, sondern auch ältere Semester.


Applaus als Motivation

Somit saßen am Sonntagmittag rund 20 Nachwuchsmusiker zwischen acht und 50 Jahren auf der Bühne. Ihr Auftritt unter Leitung von Dirigentin Laura Kuhn war der erste vor so großem Publikum. "Ich war ganz schön aufgeregt", verrät Holger Tillmann. Schließlich bekamen die Nachwuchsmusiker für ihre gelungene Darbietung kräftigen Applaus. "Das motiviert", freute sich der dritte Bürgermeister und "Musikerlehrling".


Beeindruckender Festzug

Viel Zeit blieb nicht dafür, denn schon war der nächste Festhöhepunkt erreicht. 31 Vereine und Musikkapellen nahmen vor der Henneberghalle Aufstellung und zogen bei strahlendem Sonnenschien mit großem Tam-Tam durch das geschmückte Dorf. Angeführt wurde der Festzug vom Jugendmusikkorps Bad Kissingen, mit dem die Steinacher Musikanten eine intensive Zusammenarbeit pflegen. "Es ist beeindruckend, wie viele Blaskapellen in das kleine Dorf gekommen sind, dass noch so viele Leute Musik machen", fasste das Ehepaar Winkler aus Hünfeld seine Eindrücke nach dem Festumzug zusammen. Die beiden sind am Sonntag ganz bewusst nach Steinach gekommen, hatten sich im Vorfeld übers Internet informiert. "Wir wollen zum Konzert der Egerländer Blasmusik Bad Kissingen", erzählt der Hünfelder. Und da dieser Programmpunkt erst am Abend stattfand, haben die beiden Hessen aus ihrem Abstecher nach Steinach kurzerhand einen Tagesausflug gemacht, das ganze Fest miterlebt. "Wir sind Blasmusikfans, und hier wird den ganzen Tag über welche gespielt", freute sich Winkler. "Und zwischendurch können wir in dieser herrlichen Landschaft spazieren gehen", fügte seine Frau hinzu.


Über 300 Musiker im Chor

Die bot auch den zahlreichen Musikern im Anschluss an den Festumzug eine herrliche Kulisse für den Massenchor, den die beiden Dirigenten Bernd Hammer vom Jugendmusikkorps und Benedikt Borst von den Steinacher Musikanten anleiteten. Mehr als 300 Musiker hatten sich versammelt, musizierten miteinander, nicht ohne die Anerkennung der zahlreichen Ehrengäste. "Ihr seid Botschafter unserer Heimat, ihr seid unsere Heimat", lobte Bezirksrätin Karin Renner (CSU) das Engagement der Musiker im Allgemeinen und das der Steinacher im Besonderen. Auch stellvertretender Landrat Emil Müller (CSU) war voll des Lobes. "Unsere Dörfer wären um vieles ärmer, wenn es die Musikkapellen nicht gebe", sagt er.
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