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Baubeginn

Am 9. Mai geht es endlich los

Mit einem symbolischen Spatenstich kündigte Innen-Staatssekretär Gerhard Eck die Erneuerung der Kissinger Straße an. (Mit Kommentar am Ende des Textes)
Schwungvoll: Bindrum-Geschäftsführer Klaus Hayer (von links), Stadtwerke-Chef Günter Schneider, Holger Bothe, Leiter des Staatlichen Bauamtes, Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks, Staatssekretär Gerhard Eck und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner beim symbolischen Spatenstich. Foto: Ralf Ruppert
 
von RALF RUPPERT
Seit fünf Jahren wird geplant, nun geht es endlich los: In der Kissinger Straße rollen am Montag, 9. Mai, die Bagger an. Für insgesamt 2,37 Millionen Euro sollen Kanäle und Wasserleitungen ausgewechselt, Fußwege angelegt und die Fahrbahn erneuert werden. Innen-Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) sprach von einer "lang ersehnten Gemeinschaftsaufgabe" von Staatlichem Bauamt, Stadt und Stadtwerken, die sich die Kosten teilen: Der Straßenbau ist auf 1,1 Millionen Euro veranschlagt, die Stadtwerke tragen 510 000 Euro für die Kanalerneuerung und für die Stadt bleiben 760 000 Euro für Gehwege und Randbereiche, die zum Teil auf die Bürger umgelegt werden.
"Bis wir uns ein bisserl umgucken, sind es zweieinhalb Millionen Euro", kalkulierte Eck gleich Kostensteigerungen mit ein. Das Wichtigste sei jedoch, dass "Lärm und Löcher endlich weniger werden". Allerdings sei die Baustelle sicherlich auch mit "Staub, Dreck und Unannehmlichkeiten" verbunden. Während der Bauzeit wird der Verkehr einspurig mit Ampel durch die Straße geleitet. In den Pfingstferien sei die Straße voraussichtlich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen komplett gesperrt.
Eck berichtete zudem, dass er dem Staatlichen Bauamt den Auftrag erteilt habe, die Staatsstraße in Richtung Zeitlofs ohne Einbeziehung der Bahntrasse zu planen. Dadurch sei man unabhängig von der weiteren Entwicklung bei der Sinntalbahn, und: "Das wird dann uneingeschränkt durchgesetzt." Und er ging mit seinen Zusagen sogar noch weiter: Sämtliche Straßen "vor und hinter Bad Brückenau" sollten überprüft werden, für alle notwendigen Maßnahmen solle zügig Baurecht geschaffen werden.


770 Meter Straße und Gehwege

"Für uns in Bad Brückenau ist die Kissinger Straße zur wichtigsten Straße geworden", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU), und: "Ich freue mich sehr, dass es endlich los geht." Bereits seit dem Jahr 2012 schieben die Stadtwerke ihre Arbeiten in der Kissinger Straße von Wirtschaftsplan zu Wirtschaftsplan. "Wir wollten die Bürger nicht so lange mit einer so großen Baustelle belasten", verteidigte Günter Schneider das Warten auf den Straßenbau.
Bis Jahresende sollen nun zunächst 440 Meter Kanal ausgetauscht werden. Der neue Kanal werde gleich so dimensioniert, dass sich Gemeinden im oberen Sinntal anschließen könnten. "Wir marschieren vorne weg", sagte Schneider im Hinblick auf den Bauablauf. 2017 werden dann auf einer Länge von rund 770 Metern Straße und Gehwege gebaut.
Holger Bothe, Leiter des Staatlichen Bauamtes, berichtete über die aufwendige Abstimmung mit den Anliegern und den zahlreichen Gewerbetreibenden: "Das alles hat uns jede Menge Zeit gekostet." Schließlich hätten 2015 zunächst Arbeiten am Hammelburger Berg und in der Ancenisstraße Vorrang gehabt. "Wir haben jetzt ein Stück weit den Rücken frei", verwies er darauf, dass nun alle Umleitungsstrecken leistungsfähig ausgebaut seien. Bothe betonte, dass die Kissinger Straße Bundesstraße bleibe, obwohl Teile der B 27 zu Jahresbeginn abgestuft wurden. Weil die Strecke auch Umleitung für den Schwerlastverkehr zwischen den Autobahnausfahrten Volkers und Wildflecken ist, sei auch der Vollausbau der Kissinger Straße beschlossen worden.
Abteiliungsleiter Matthias Wacker berichtete auf Nachfrage, dass die zunächst angedachte Linksabbiegespur in Höhe der Tankstelle verkehrstechnisch nicht notwendig sei. Von einem Kreisel an der Ortseinfahrt habe das Bauamt in Absprache mit der Stadt Abstand genommen. Die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Ferkinghoff-Grundstück seien eingeplant.

Dazu ein Kommentar von Redakteur Ralf Ruppert:

Was lange währt...

Das Signal war eindeutig: Dass der Innen-Staatssekretär gestern zum Spatenstich kam, sorgte für jede Menge Aufmerksamkeit. Nicht nur die Mehrheit des Stadtrates, sondern auch jede Menge Vertreter des Staatlichen Bauamtes waren mit dabei und hörten eine klare Botschaft: Die Verzögerungen der Vergangenheit abhaken und Blick nach vorne. "Schluss mit Reden, jetzt wird gebaut", fasste Gerhard Eck die Devise zusammen.
So schön es ist, dass es nun endlich los geht, so sehr wird nun bald die Geduld der Autofahrer auf die Probe gestellt. Die Kissinger Straße ist die wichtigste Lebensader der Stadt. Handel und Hotels, Dienstleister und Besucher-Magneten wie die Sinnflut sind davon abhängig, dass Kunden und Gäste trotz Baustelle in Richtung Stadt und Staatsbad fahren. Zudem sind entlang der Straße jede Menge Betriebe aufgereiht: Vor Discountern, Läden und der Tankstelle liegt eine Durststrecke, die sie aktiv, also mit noch mehr Werbung und Kundennähe angehen sollten.

zum Thema "Sanierung der Kissinger Straße"



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